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Los geht's https://www.ahreiseblog.org mein persönlicher Reiseblog Sat, 15 Dec 2018 18:48:53 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.0.13 https://www.ahreiseblog.org/wp-content/uploads/2015/08/cropped-b3sc2023-32x32.jpg Los geht's https://www.ahreiseblog.org 32 32 Albanien – Kosovo – Mazedonien Tag 8 – 09. September 2018 https://www.ahreiseblog.org/2018/10/07/albanien-kosovo-mazedonien-tag-8-09-september-2018/ https://www.ahreiseblog.org/2018/10/07/albanien-kosovo-mazedonien-tag-8-09-september-2018/#respond Sun, 07 Oct 2018 11:58:27 +0000 http://www.ahreiseblog.org/?p=13747 Lesen Sie weiterAlbanien – Kosovo – Mazedonien Tag 8 – 09. September 2018]]> Tag 8 – Llogara-Nationalpark

Dichte Nadelwälder und traumhafte Strände 

Einzigartige Ausblicke gewährt uns auch an diesem Tag der Ölagora-Nationalpark. Bei der eindrucksvollen mittelschweren Wanderung durch den dichten Nadelwald bekommen Sie sicherlich auch ein paar der dort beheimateten Bergziegen zu sehen. Viele großartige Fotos lassen sich dank der Kombination von traumhaften Stränden vor der bezaubernden Bergkulisse des Nationalparks machen. Einmal mehr haben Sie am Nachmittag frei, so dass Sie hier beispielsweise weitere Spaziergänge unternehmen können. Unser Bus bringt Sie aber auch nach Therme oder Orikum zum schönen Badestrand.
Aktivität: Gehzeit 4 - 4,5 Std. (7km ↑ 400m ↓ 600m) 
Fahrstrecke: 30 km | Übernachtung: Alpin*** im Llogara-Nationalpark | Mahlzeiten: F

Nationalpark Llogara

Der Nationalpark Llogara (Parku Kombëtar Llogara) ist nicht besonders groß, aber bietet schon allein von der Nationalstraße SH8 grandiose Blicke über das Ionische Meer bis nach Korfu. Auf dem kurzen Stück der Nationalstraße im Nationalpark gibt es viele Übernachtungsmöglichkeiten. Vom zentralen Parkplatz, an dem die meisten Hotels stehen, sind Fußwanderungen in den Park möglich.

Ansage der Fotografin: Steh nicht so da wie ein Fußballer!

Direkt am Llogara-Pass starten die Wanderungen zu den Gipfeln des Küstengebirges. An Bunkern vorbei schlängelt sich der Weg die Bergflanke hinauf. Die Wanderung ist anfangs nicht besonders reizvoll, zumal laut Programm dichte Nadelwälder unseren Weg säumen sollten. Wir stolperten dagegen über eine Schotterstraße entlang einer eher steppenartigen Landschaft aufwärts. Der Blick auf das Ionische Meer und Korfu entschädigen ein wenig. Auch bei hohen Temperaturen sollte man den Wind nicht unterschätzen, so war ich froh, dass ich meine Fleecejacke dabeihatte.

Vergleichbar mit den bisherigen Wanderungen ist die heutige nicht. Mir haben die Wanderungen in den Alpen eindeutig besser gefallen. Immer nur den Blick auf’s Meer ist mit Dauer etwas eintönig. Abwechslungen sind relativ rar. Zwischenrast haben wir an einem Regenrückhaltebecken gemacht. Dort wimmelte es nur so von Fröschen oder Kröten. Ein kurzer Chat mit meinem Cousin, dann kam die Bestätigung: es sind Gelbbauchunken.

Der weitere Weg wurde dann zunehmend abwechslungsreicher. Besonders die Stelle mit den zugewachsenen Farnen hat mich fasziniert. Man kam sich vor wie in grauer Vorzeit…

Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Mit dem Bus fuhren wir an den Strand nach Orikum.  Leider nicht der beste Ort um den Nachmittag am Strand zu verbringen. Tags zuvor sind wir durch Vlorë gekommen. In direkter Nähe der Stadt gibt es mehrere Strände die einladender wirkten. Wir hatten gestern ja dort Halt gemacht. Weiterer positiver Aspekt wäre gewesen, dass die, die nicht 3-4 Stunden am Strand liegen wollten, in die Stadt hätten gehen können. Wenn ich gestern schon nicht baden wollte, so erst recht heute nicht. Während der Rest der Truppe noch ein Mittagessen einnahm, erkundete ich die Umgebung, fürs Mittagessen war es mir zu spät…

Am Strand entlang hatte ich die Hoffnung bis nach Vlorë laufen zu können, wurde jedoch nach kurzer Zeit schon ausgebremst. Ein Zufluss zum Meer versperrte mir den Weg, zu tief zum Durchlaufen. Ich hatte die Hoffnung, wenn ich ins Landesinnere gehe auf eine Brücke zu stoßen, war aber leider nicht so. Über Umwege bin ich am Ortseingang von Orikum gelandet. Da ich eh noch Geld abheben wollte, nutzte ich dort die Möglichkeit an einem der Bankautomaten. Viel zu sehen gibt es in dem Örtchen nicht. Auch der Weg in die andere Richtung endet abrupt nach kurzer Zeit. Die albanische Marine versperrt den weiteren Weg. Irgendwie hat man dann doch die Zeit todgeschlagen und es ging zum Hotel zurück.

Am Abend wollten wir nicht schon wieder im hoteleigenen Restaurant essen, es gab ja genug Alternativen. Die erste erwies sich jedoch als Reinfall. Die Bedienung sprach nur gebrochen englisch und der “Chefkoch” verweigerte sich bei unserer Bestellung. Nudelgerichte würde er erst ab 5 Portionen zubereiten, da wir nicht alle Pasta essen wollten, hat sich der Aufenthalt dort somit erledigt. Im Nachbarhotel waren alle Tische im Innenraum belegt, draußen war’s einigen zu kalt. Aber auf Nachfrage wurde für uns der Frühstücksraum geöffnet und eingedeckt. So wurde es doch noch ein gemütlicher Abend, der dann noch mit dem einen oder anderen Raki in unserem Hotel endete. 

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Am nächsten Tag eine weitere Gelegenheit für mich, doch noch ins Wasser zu kommen. Die albanische Reviera ruft. Aber zuvor noch etwas Kultur – Butrint als UNESCO-Weltkulturerbe.

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Albanien – Kosovo – Mazedonien Tag 7 – 08. September 2018 https://www.ahreiseblog.org/2018/10/07/albanien-kosovo-mazedonien-tag-7-08-september-2018/ https://www.ahreiseblog.org/2018/10/07/albanien-kosovo-mazedonien-tag-7-08-september-2018/#respond Sun, 07 Oct 2018 09:53:11 +0000 http://www.ahreiseblog.org/?p=13520 Lesen Sie weiterAlbanien – Kosovo – Mazedonien Tag 7 – 08. September 2018]]> Tag 7 – Berat – Llogara-Nationalpark

Die Stadt in der Stadt 

Nach zwei Stunden Fahrt erreichen wir die einmalige Museumsstadt Berat.Eingebettet in eine herrliche grüne Landschaft wird sie von einer großflächigen Burg überragt. Auf dem Burggelände finden Sie Restaurants, Gasthäuser, Handwerksbetriebe und Kirchen vor. Wir erkunden die Burg ganz genau und laufen im Anschluss hinunter ins historische Zentrum der Stadt und bewundern sowohl den christlichen als auch den muslimischen Stadtteil und laufen dabei über die Jahrhunderte alte Brücke. Vor der Weiterreise gibt es Gelegenheit in einem der vielen Restaurants und Cafés der autofreien Neustadtpromenade zwischen Altstadt und Universität eine Kleinigkeit zum Mittag zu essen. Drei Stunden fahren wir nun noch bis in die Berge des Llogara-Nationalparks. 
Aktivität: Gehzeit 3 Std. (5km ↑ 50m ↓ 190m) 
Fahrstrecke: 250 km | Übernachtung: Alpin*** im Llogara-Nationalpark | Mahlzeiten: F

Eine Sache war am frühen Morgen noch zu erledigen: die Post. Es galt noch einen Stempel samt Briefmarke aus Albanien in ein kleines Büchlein zu ergattern. Kleines familiäres Nebenprojekt von Annette. Beim Frühstück fiel der Blick auf den Uhrturm, der eines der wenigen erhaltenen mittelalterlichen Gebäude ist und auch zur Beobachtung der Umgebung diente. Da die Post erst um 08:00 Uhr öffnet, nutzen wir die Gelegenheit und machten uns schnell auf den Weg. Oben angekommen, war die Enttäuschung groß, besichtigen kann man ihn nicht.

Also schnell ein paar Fotos und dann ab zur Post. Die Richtung kannten wir ungefähr, ein paar Leute gefragt und schon standen wir davor. Und Wunder, die Post war geöffnet! Aber dann… Einfach so sein Anliegen vortragen und dann ist es erledigt, von wegen! Diesmal hat die Verständigung ganz gut geklappt, die beiden Damen hinter dem Schalter konnten erahnen, was wir wollten. Aber dann… Die Briefmarken sind noch im Tresor und man kann den Schlüssel nicht finden. Sollen wir unverrichteter Dinge wieder gehen, von wegen! Wir hatten ja am Vortag Postkarten mit Briefmarken gekauft, also schnell eine abweichen und ins Büchlein kleben, wo ist der Pattex-Kleber… Die Kollegin konnte helfen und alle waren zufrieden, schnell noch ein letztes Foto und dann zurück zum Bus, die anderen sollen ja nicht warten…

Ziel der heutigen Tagestour ist Berat. Berat ist laut Reiseführer eine der schönsten Städte Albaniens. Die kleine, osmanisch erhaltene Altstadt mit den tollen Dach- und Schornsteinformen auf beiden Seiten des Flusses Osum, die Festung hoch darüber und die vielen erhaltenen orthodoxen Kirchen und Moscheen sowie das sehr sehenswerte Ikonenmuseum locken viele Touristen nach Berat. Neben Gjirokastër und Butrint ist Berat auf der UNESCO-Weltkulturerbeliste gesetzt worden.

Erster Programmpunkt: die Besichtigung der Burganlagen. Bei der Ankunft war der Parkplatz schon voll mit großen Reisebussen. Schnell noch einen Kaffee dann ging’s los. Das erste Tor vor der Vorburg stammt aus dem Jahr 1205. Danach betritt man durch das Haupttor die Burg. Das recht weitläufige Gelände beherbergt eine Reihe von Kirchen und Moscheen. 

Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit

Ein bekanntes Fotomotiv für ganz Albanien ist die Kulisse der Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit am westlichen Rand der Burg. Die Kreuzkuppelkirche mit ihrem schönen Mauerwerk im Wechsel von Naturstein und Ziegelstein trägt Kapitelle auf ihren Säulen, die aus der Zeit der antiken Bebauung der Festung stammen. Es liegen keine Daten über die Erbauung der Kirche vor, doch vermutet man die Entstehung um 1300.

Oberhalb der Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit liegt das ursprüngliche Kernstück der Anlage, die äußere und innere Zitadelle. An diesem Ort hat sich nicht viel erhalten und auch die beiden ehemaligen Moscheen aus dem 15. Jh., die zu den ältesten Moscheen Albaniens gehören, die Weiße Moschee und die Rote Moschee sind nur noch als Ruinen erhalten. Die Rote Moschee, erkennbar am noch aufragenden ehemaligen Minarett wurde aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Insgesamt kann man sicher einige Stunden in den Burganlagen zubringen, dennoch zieht es die meisten Besucher doch in die Innenstadt. Wenngleich die Aussicht von hier oben auf die Stadt genial ist.

Mangalem

Das besondere am Stadtviertel Mangalem unterhalb der Burg sind die engen, steilen Gassen, durch die es sich angenehm spazieren lässt, sofern man das Kopfsteinpflaster mag. Alle Häuser sind mehrstöckige Holzkonstruktionen, von außen verputzt und weiß gekalkt. Sie stammen meistens aus der zweiten Hälfte des 19. Jh. und wurden ganz dicht und meist ohne Garten gebaut, der für  osmanische Städte eigentlich typisch ist. Jedes Haus hat eine gute Aussicht auf das Tumor-Gebirge. Die Stadt trägt auch den Beinamen “Stadt der aufeinandergestapelten Fenster”, die meisten ausländischen Quellen schreiben gern noch, dass es sich um 1000 Fenster handeln soll.

Wir haben die schmalen Gassen auf beiden Seiten des Flusses besucht. Vielerorts ist von dem alten Charme leider nicht mehr viel übrig geblieben. Der Verfall ist deutlich zu sehen und dort wo renoviert wurde hält der Kommerz Einzug. In vielen Gebäuden sind Gästehäuser eingerichtet worden. 

Zentrum

Das Zentrum Berat liegt östlich der Altstadt. Die direkte Verbindungsachse zwischen Alt und Neu ist die Fußgängerzone Bulevardi Republika. Die Straße wurde 2016 ganz neu gestaltet, der Stempel der amtierenden Sozialistischen Partei wurde damit auch Berat aufgedrückt. Wir nutzten die Zeit bis zur Weiterfahrt für einen kurzen Pizza-Snack.

Auf der Weiterfahrt in den Llogara-Nationalpark haben wir noch einen kurzen Zwischenstopp am Meer eingelegt. In den Städten staut sich wie auch in Deutschland im Sommer die Hitze, so war der Aufenthalt an der Adriaküste eine angenehme Abwechslung. Auf das Baden haben ich hier noch verzichtet, der Kiesstrand störte mich doch ein wenig.

Das am Fuße des Llogara-Nationalparks gelegene Hotel Alpin beherbergte uns für die nächsten zwei Nächte, somit Gelegenheit mal wieder einen Waschtag einzulegen. Die Zimmer sind relativ klein, aber ausreichend. Den Abend haben wir im hoteleigenen Restaurant bei gutem Essen und einer Menge Taki verbracht.

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Für den nächsten Tag stand wieder eine mittelschwere Wanderung an, obwohl ich bei der Bezeichnung “mittelschwer” mittlerweile etwas skeptisch geworden bin. Die Wandrungen sind eigentlich für jeden zu schaffen, man muss es nur wollen.

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Albanien – Kosovo – Mazedonien Tag 6 – 07. September 2018 https://www.ahreiseblog.org/2018/10/03/albanien-kosovo-mazedonien-tag-6-07-september-2018/ https://www.ahreiseblog.org/2018/10/03/albanien-kosovo-mazedonien-tag-6-07-september-2018/#respond Wed, 03 Oct 2018 18:59:36 +0000 http://www.ahreiseblog.org/?p=13321 Lesen Sie weiterAlbanien – Kosovo – Mazedonien Tag 6 – 07. September 2018]]> Tag 6 – Theth – Kruja

Vom Blutracheturm zur Burg Kruja 

Am Morgen nach dem Frühstück checken wir direkt aus und machen vor der Abfahrt einen größeren Spaziergang durch das Dorf und seine Umgebung, wobei wir den Blutracheturm, über den unser Reiseleiter besonders spannende Anekdoten zu erzählen weiß, die Mühle und den 30 Meter hohen Grünas-Wasserfall bewundern. Mit dem Bus geht es dann ins Zentrum des Landes. Das Tagesziel ist Kruja, wo wir am Nachmittag ankommen. Eines der Wahrzeichen dieser idyllischen Stadt ist die Burg, die wir natürlich besichtigen. Mit dem Skanderberg-Museum erleben wir noch einen weiteren kulturellen Höhepunkt, bevor wir die restlichen Stunden des Tages das Schlendern auf den historischen Plätzen und Straßen genießen.
Aktivität: Gehzeit 1,5 Std. (4km ↑ 100m ↓ 70m) 
Fahrstrecke: 160 km | Übernachtung: Panorama*** in Kruja | Mahlzeiten: F

Kleine Programmänderung für den heutigen Tag. Da wir am Vortag schon die Wanderung durch das Dorf unternommen und den Blutracheturm besichtigt hatten, ging es nach dem Frühstück direkt zum Wasserfall. Von dort sollte uns ein Fahrzeug abholen und zum vereinbarten Treffpunkt mit Tim unserem Busfahrer bringen. Er konnte uns auf Grund der schlechten Straßenverhältnisse nicht direkt abholen. 

Der Wasserfall mit einer Höhe von 30 Meter ist nicht so spektakulär, da bin ich aus Skandinavien, Island und Grönland andere Dimensionen gewohnt. Dennoch ist er ein Anziehungspunkt, so dass frühzeitiges Erscheinen von Vorteil ist, da man so noch in Ruhe Fotos scheißen kann. Nach uns war schon Stau angesagt…

Die Straßen glichen mehr einer Schotterpiste und strapazieren die Stoßdämpfer ungemein. Mit meinem Privatwagen würde ich die Tour nicht machen wollen, zumal bei Gegenverkehr man doch ziemlich aufpassen muss. Es ist aber die einzige Verbindungsstraße und somit ziemlich stark frequentiert.

Tagesziel ist Kruja, einige sagen, wer Kruja nicht gesehen hat, hat Albanien nicht gesehen. Die 12.000-Einwohner-Stadt steht bei vielen vor allem wegen des großen Skanderberg-Museums auf der Besichtigungsliste.

Von der Festung aus lohnt sich ein Blick Richtung Tirana und Adria, sofern die Sicht es zu lässt. Bei uns war es leider sehr diesig. Im Rücken befindet sich das Skanderberg-Bergmassiv..

Den Eingang in die Stadt bildet eine restaurierte Basarstraße, in der neben neuzeitlichen Souvenirs auch die handwerkliche Herstellung traditioneller gewebter Wollteppiche in Augenschein genommen werden kann. Handeln ist nicht ganz einfach, man sollte es dennoch versuchen.

Festung

Unser erster Programmpunkt nach dem Einchecken im Hotel war die Festung. Vom Hotel aus gelangt man über die Basarstraße direkt zur Festung – ist nicht zu verfehlen. Wie vielerorts in Albanien leben auch auf dieser Festung Menschen in ihren Privathäusern. Ein Spaziergang über das Burggelände ermöglicht weite Aussichten. Die Adria im Westen ist fast immer gut zu sehen. Im Gegensatz zum Skanderberg-Museum ist die Festungsanlage in keinem guten Zustand.

Skanderberg-Museum

Auf der Festung befinden sich zwei Museen, wovon wir das für viele Besucher wichtigere Nationalmuseum besucht haben. Das massive Gebäude, das an eine Festung erinnern soll, wurde 1982 eröffnet. Es wurde höchstpersönlich von Enger Hoxhas Tochter Pranvera Hoxha und ihrem Ehemann Element Kolaneci entworfen. Die Heldenverehrung Skanderbergs im sozialistischen Albanien findet in diesem Museum ihren Höhepunkt. Wahrscheinlich bleibt fast allen Besuchern die riesige Figurengruppe aus Beton im Eingangsbereich in Erinnerung.

Am Ende des unteren Raumes erscheinen einem Heiligtum gleich die Kopien von Skanderbergs Helm und Schwert. Hinter beiden Exponaten befindet sich Albaniens größtes Fresko, das die Schlacht von 1444 zwischen den albanischen und montegrinischen Truppen der Liga von Lezhë gegen die Osmanen darstellt, auf dem Bild sterben ausschließlich Osmanen.

Nach den vergangenen Tagen in der Natur erschlägt einen die ganze Kultur, aber wir wollen ja alle Seiten des Landes kennenlernen. Dazu gehört auch der touristische Teil.

Basarstraße

Das Labyrinth durch den Hotel-Neubau (mein Zimmer blickte direkt auf die riesige Baustelle) führt auf die Basarstraße. Diese ist seit den 60er-Jahren bis heute aufwendig rekonstruiert worden. Die kleinen Holzläden und das Kopfsteinpflaster vermitteln den Eindruck einer osmanischen Kleinstadt. In den Läden sieht der Besucher meistens Rot, denn viele Andenken sind mit der roten albanischen Flagge geschmückt, vom Aschenbecher bis zum Fußball ist in dieser Straßen alles zu bekommen – eben der ganz normale touristische Kitsch. Daneben wird aber auch lokales Handwerk verkauft, gestrickte Socken, weiße, gefilzte Männerhüte oder die aus Wolle gewebten Teppiche.

Postkarten und Briefmarken werden in den Läden verkauft. Da wir erst am späten Nachmittag frei hatten, war die örtliche Post schon geschlossen, wir werden am nächsten Tag unser Glück versuchen. Den restlichen Nachmittag haben wir in einem der vielen Cafés verbracht.

Das Abendessen haben wir im Hotelrestaurant mit Blick auf die Festung eingenommen. Wieder Gelegenheit mit den anderen Mitreisenden ins Gespräch zu kommen. An diesem Abend bin ich wohl dem Raki “verfallen”. Ein erstes Glas mit Tim unserem Busfahrer und der Bann war gebrochen, auch wenn die Verständigung mehr als holprig war, man(n) versteht sich auch ohne viele Worte. 

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Am nächsten Tag mussten wir noch schnell vor Abfahrt zur Post. Fragte man die lokale Bevölkerung, so erhielt man bei Personen 4 verschiedene Antworten. Hoffen wir mal, dass die Post an einem Samstag pünktlich öffnet…

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https://www.ahreiseblog.org/2018/10/03/albanien-kosovo-mazedonien-tag-6-07-september-2018/feed/ 0
Albanien – Kosovo – Mazedonien Tag 5 – 06. September 2018 https://www.ahreiseblog.org/2018/10/03/albanien-kosovo-mazedonien-tag-5-06-september-2018/ https://www.ahreiseblog.org/2018/10/03/albanien-kosovo-mazedonien-tag-5-06-september-2018/#respond Wed, 03 Oct 2018 13:35:12 +0000 http://www.ahreiseblog.org/?p=13055 Lesen Sie weiterAlbanien – Kosovo – Mazedonien Tag 5 – 06. September 2018]]> Tag 5 – Valbona Pass – Theth

Die “Königswanderung” 

Wir frühstücken zeitig und reichlich, denn heute werden auf der anstrengendsten Wanderung der gesamten Reise sehr viele Kalorien verbrannt! Wir durchwandern die Albanischen Alpen und überqueren dafür den Valbona-Pass. Dabei begleiten uns Pferde, die unser Gepäck transportieren. Das Hauptgepäck deponieren wir im Bus. Die Anstrengung lohnt sich, denn wir bestaunen unberührte Landschaft und blicken auf erstaunliche Panoramen. Der Pfad ist ziemlich gut begehbar und von der Trittfestigkeit her nicht schwierig. Wir durchwandern Buchenwälder und schauen auf saftig grüne Almweiden sowie die höchsten Berggipfel Albaniens wie den Radohima oder Jezerca. Nach 150 Meter Aufstieg passieren wir das Dorf Rragam. Ungefähr auf der Hälfte des Weges liegt der 1.759 Meter hohe Valbona-Pass, von dem es wieder abwärts geht bis ins etwa 700 Meter hoch gelegene Theth. In diesem Dorf wird die traditionelle Kultur noch groß geschrieben. Wenn wir am späten Nachmittag ankommen, werden allerdings die Wenigsten noch Lust bzw. Kraft haben, die wundervolleUmgebung zu entdecken.   
Aktivität: Gehzeit 7 - 8 Std. (9km ↑ 850m ↓ 1.050m) 
Fahrstrecke: - | Übernachtung: Harusha Guesthouse in Theth | Mahlzeiten: F,A

Das Wetter hatte sich wieder gebessert und so konnte es nach dem Frühstück zur “Königswanderung” losgehen. Nur mit dem Tagesrucksack, das Hauptgepäck wurde mit unserem Bus transportiert, warteten wir gespannt auf unseren einheimischen Guide. Da unsere Gruppe überschaubar war, waren auch keine Pferde – wie in der Reisebeschreibung angekündigt – vonnöten, ein Pferd reichte um die paar Beutel mit zusätzlichen Sachen zu transportieren. Ein letzter Schnappschuss dann ging’ s endlich los.

Führte der Weg anfangs noch im Flussbett über Kies und Geröll, wurde es mit der Zeit besser je weiter es in die Berge ging. Beginnend mit dem Aufstieg wechselte der Untergrund zu Grasnarben und festgetretenen Pfaden, so kam nun ein wenig Wanderfeeling auf.

Je höher es ging umso größer wurden die Abstände in der Gruppe. Jeder musste sein eigenes Tempo finden. Das ich zusammen mit Annette am Schluss der Gruppe war, lag nicht an mangelnder Kondition, sondern war einfach der Tatsache geschuldet, dass wir immer wieder mal stehen blieben, um die Landschaft zu genießen und Fotos zu machen.

Auch wenn der Weg nun ein wenig steiler wurde, als übermäßig anstrengend habe ich es bisher nicht empfunden, dennoch war jede Abwechslung – sei es durch eine kleine Pause wie im Simoni Kaffee – durchaus willkommen. Da hier oben, die Stromversorgung natürlich zu wünschen lädt, behilft man sich mit Alternativen zum Kühlschrank.

Nun mal ein kleiner Vergleich von unterschiedlicher Wahrnehmung. Ich: ohne groß nachzudenken, Kamera raus und einfach draufgehalten. Annette: überlegt und sucht eine passende Perspektive, so gelingt ihr ein wirklich guter Schnappschuss. Da werde ich bei meinen zukünftigen Reisen wohl verstärkt drauf achten müssen.

Nach der kurzen Rast ging es hinter dem “pupsenden Gaul” (O-Ton Stefanie) weiter bergauf. P.S. auch ein Vorteil, wenn man am Ende der Gruppe läuft….

Übrigens hatten wir neben Mr. Ed noch einen weiteren tierischen Begleiter – einen Namen hat er allerdings nicht bekommen, nennen wir ihn also einfach “Hund”. Hunde sind ja bekanntlich die treuesten Begleiter des Menschen, so teilt man auch gerne Wasser und Proviant.

Nun begann die Passüberquerung. Je höher wir kamen umso kälter und windiger wurde es. Ein Windbreaker oder Fleesejacke ist in den Höhen angeraten. Am Höchsten Punkt unserer Passüberquerung war natürlich noch ein Fotostopp angesagt. Nicht alle wagten, die letzten Meter, aber dass wollte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen. Und ich kann sagen, ich war oben!

die anderen Gipfelstürmer – Annette, Catherine und Thomas

Mit Blick talwärts begann der Abstieg. Viele behaupten ja hoch geht leichter als runter, ich laufe lieber runter, auch wenn es mächtig auf die Knie und Waden geht. Und man(n) kommt schneller ins rutschen. Natürlich musste ich mich auch einmal hinlegen, auf dem Kiesuntergrund passiert das schon mal. Gehört für mich dazu, es ist ja nichts passiert.

Eine letzte Einkehr – verdursten muss keiner auf der Wanderung – dann ging es gestärkt weiter nach Theth, dass als Geburtsort des Wandertourismus in Albanien angesehen wird. 2005 nahm alles mit vier Projektfamilien, die einige Betten und ein modernes Badezimmer erhielten seinen Anfang. 2014 kamen bereits über 15.000 Gäste, und heute scheint beinahe jedes Haus Zimmer anzubieten. So waren wir in unserer Unterkunft auch nicht die einzigen Gäste. 

Auch wenn es laut Reisebeschreibung damit für den Tag genug sein sollte, für uns war es noch lange nicht genug. Den für den morgigen Tag angekündigten Ortsrundgang haben wir vorgezogen. Nachdem jeder sein Zimmer bezogen und sich kurz frisch gemacht hatte, ging es weiter. In der Mitte des langerstreckten Ortes steht eine kleine Kirche, die leider nur von außen besichtigt werden kann.

Hauptanziehungspunkt und Attraktion des Dorfes ist aber der sehr gut zugängliche Blutracheturm. Sein Alter wird auf bis zu 400 Jahre geschätzt, er wird heute als Museum genutzt und kostet 150 Lek Eintritt. Zu sehen sind einige Bilder und Trachten. Der Besitzer Sokol empfängt die Gäste in der Saison mit Kaffee und anderen Getränken; manchmal spielt er auch Melodien auf einem Pflaumenblatt. Dies Vergnügen hatten wir nicht, dennoch war es sehr informativ und zugleich auch erschreckend. Albanien wird immer sehr eng mit dem Begriff Blutrache assoziiert. Nähere Erläuterungen möchte ich mir hier in dieser Stelle ersparen und verweise auf den Artikel im Cicero zu diesem Thema. 

Abends gab es dann wieder traditionelle albanische Kost. An die Tomaten hatte ich mich ja mittlerweile gewöhnt, nicht anfreunden kann ich mich dagegen mit dem Ziegen- und Schafskäse. Da bleibe ich doch lieber bei Gouda und Emmentaler…

Den Abend haben wir dann bei Bier und Raki ausklingen lassen. Fazit des Tages: rundum gelungen, das Wetter hat mitgespielt, die Wanderung und die Ausblicke waren toll und die Truppe harmoniert immer besser. Zum Schluss noch die Galerie mit den allen Bildern vom heutigen Tage.

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In der nächsten Galerie zeige ich noch ein paar Bilder von meiner treuen Wegbegleiterin Annette, die wirklich die besseren Fotos macht. Die Bildrechte liegen ausschließlich bei ihr.

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https://www.ahreiseblog.org/2018/10/03/albanien-kosovo-mazedonien-tag-5-06-september-2018/feed/ 0
Albanien – Kosovo – Mazedonien Tag 4 – 05. September 2018 https://www.ahreiseblog.org/2018/09/26/albanien-kosovo-mazedonien-tag-4-05-september-2018/ https://www.ahreiseblog.org/2018/09/26/albanien-kosovo-mazedonien-tag-4-05-september-2018/#respond Wed, 26 Sep 2018 19:40:31 +0000 http://www.ahreiseblog.org/?p=12984 Lesen Sie weiterAlbanien – Kosovo – Mazedonien Tag 4 – 05. September 2018]]> Tag 4 – Valbona – Kukaj – Valbona

Back to Albania! 

Bevor wir uns vom Kosovo verabschieden, besichtigen wir nach etwa einer Stunde Fahrtzeit das mittelalterliche serbisch-orthodoxe Decani-Kloster. Kurz darauf überqueren wir wieder die Grenze und erreichen schließlich das albanische Bergdorf Valbona inmitten der albanischen Alpen - wir erleben idyllisches Dorfleben in einmaliger Natur. Unsere Gastfamilie versorgt uns mit einem Lunchpaket, dann steht die nächste mittelschwere Wanderung an. Wir wandern auf malerischen Wegen zum Dorf Kukaj, wo sich wunderbare Ausblicke darbieten. Nach dem Wiederabstieg bleibt Zeit, um durch das Dorf zu schlendern und vielleicht die eine oder andere Bekanntschaft zu machen. Am Abend werden wir von unseren Gastgebern bekocht wie "bei Muttern".   
Aktivität: Gehzeit 3 - 4 Std. (8km ↑ 160m ↓ 160m) 
Fahrstrecke: 100 km | Übernachtung: Margjeka Guesthouse in Valbona | Mahlzeiten: F,M,A

Am Frühen Morgen ging es zum nächsten UNESCO-Weltkulturerbe – dem serbisch-orthodoxen Decani-Kloster. 2004 wurde das Kloster von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Wegen der rechtlich unklaren Situation des Kosovo und der schwierigen Sicherheitslage wurde es gleichzeitig auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes eingetragen.

Das Kloster, in dem während des Kosovo-Krieges Serben, Kosovo-Albaner und Roma Zuflucht gefunden haben sollen,  soll seit der Ankunft der KFOR im Kosovo 1999 viermal Ziel von Mörserattacken geworden sein (sechs Granaten im Februar 2000, neun im Juni 2000, sieben am 17. März 2004 und eine weitere am 30. März 2007). Derzeit wird das Kloster von italienischen und rumänischen KFOR-Truppen bewacht.

Eintritt wird nicht verlangt, aber man muss die Reisepässe abgeben. Und unter Umständen erlebt man eine böse Überraschung. No Shirts, no Shorts! Ist wohl neu, unser Reiseleiter wusste nichts davon. Ich hatte natürlich meine Shorts an und wurde aufgehalten. Alternative: umziehen, ich hatte aber keine lange Hose im Tagesrucksack. Also blieb mir nur der Blick von draußen. Weitere negative Begleiterscheinung: keine großen Kameras! Handys sind erlaubt – versteh es wer will… Tim, unser Fahrer bot mir noch seine Jeans, aber da hatte ich doch meinen Stolz. So beobachtete ich das Treiben von draußen. Hätte ich mal meinen Sarong aus Sri Lanka doch mitnehmen – wäre bestimmt ein lustiger Anblick geworden.

Nach einem kurzen Stop in Decani zum Einkaufen ging es wieder in Richtung Albanien. Unterwegs legten wir immer mal wieder einen oder anderen Fotostop ein.

Nach dem Einschecken stand noch eine kurze Wanderung auf dem Programm. Das Wetter ließ aber zu wünschen übrig. Zeit die Regensachen auszupacken. So verkürzte sich die Wanderung dann auch, während der Rest der Truppe auf einen Kaffee in einem kleinen Bauernhof einkehrte, bin ich noch für eine halbe Stunde alleine weitergewandert. War auch mal schön, alleine im Regen, Zeit zum Nachdenken und Runterkommen. Wäre gerne noch weiter, wollte die anderen aber nicht warten lassen. Übrigens Kaffee gab’s nicht, nur Kaltgetränke!

Wir sind dann wieder zurück zum Bus. Auf die kurze Rückfahrt zum Hotel habe ich verzichtet und bin mit Annette zu Fuß zurück. Die Bilder vom Kloster und der Wanderung sind dankenswerter Weise von Annette.

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Morgen dann die “Königswanderung” – hoffentlich wird das Wetter etwas besser…

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Albanien – Kosovo – Mazedonien Tag 3 – 04. September 2018 https://www.ahreiseblog.org/2018/09/25/albanien-kosovo-mazedonien-tag-1-02-september-2018-2-2/ https://www.ahreiseblog.org/2018/09/25/albanien-kosovo-mazedonien-tag-1-02-september-2018-2-2/#respond Tue, 25 Sep 2018 19:19:42 +0000 http://www.ahreiseblog.org/?p=12809 Lesen Sie weiterAlbanien – Kosovo – Mazedonien Tag 3 – 04. September 2018]]> Tag 3 – Rugova – Peja

Durch die spektakuläre Schlucht

Heute schnüren wir endlich die Wanderschuhe. Dafür erwandern wir wir mit der spektakulären Rugova-Schlucht einen der bekanntesten und schönsten Orte im Kosovo. Wir fahren erst 1 Stunde zum Ausgangspunkt der Schlucht beim Dorf Liquenat, bevor wir ein Stück durch die Schlucht laufen und schließlich hinaufsteigen, um zu zwei versteckten, idyllischen Seen zu trekken. An einem schönen Aussichtspunkt picknicken wir mit einer im Reisepreis eingeschlossenen Lunchbox. Auf dem Weg zurück besichtigen wir das orthodoxe Kloster von Peja, welches zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Der Abend gehört Ihnen! 
Aktivität: Gehzeit 4,5 - 5 Std. (15km ↑ 450m ↓ 450m) 
Fahrstrecke: 130 km | Übernachtung: Karagaq∗∗∗ in Peja | Mahlzeiten: F

Heute zeigt sich das Wetter wieder von seiner besten Seite. So ging es nach dem Frühstück auf zur ersten Wanderung in die Rugova-Schlucht. Die Holzhäuser in dem Dörfchen Liquenat erinnern eher an Tirol als an Albanien bzw. den Kosovo. Man merkt, dass man versucht das Gebiet touristisch zu erschließen.

Begleitet von 2 Führern begaben wir uns auf die Wanderung. Als Einstimmung auf die kommenden Tage gut geeignet, so konnte man sich dran gewöhnen in der freien Natur zu laufen. Schnell trennte sich die Spreu vom Weizen, jeder musste erst mal sein eigenes Tempo finden. Ich kenne das aus früheren Reisen. 

Anfangs noch Mischwald ging dieser schnell in Nadelwald über und schließlich wurden selbst Nadelbäume rar. Eine interessante Wanderung, immer wieder blieb man stehen, sei es zum fotografieren oder einfach um die Natur zu genießen. 

Die beiden Bergseen waren schön, haben mich aber so vom Hocker gehauen. Die Gegend scheint ein beliebtes Ausflugsziel zu sein mit all den negativen Begleiterscheinungen. Man mach Picknick und lässt den Müll einfach liegen. Das trübt die Freude einwenig und für einen Nationalpark nicht förderlich.

Rechtzeitig zur Mittagszeit waren wir wieder am Ausgangspunkt und konnten uns am von Bruno zubereiteten Buffet stärken. So langsam muss ich mich an Tomaten gewöhnen….

Zweiter Programmpunkt war das orthodoxe Kloster von Bejah, welches zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. War das Wetter den ganzen Tag über sehr sonnig so trübte es sich nun ein und erste Regentropfen fielen.

Orthodoxes Kloster – da klingeln bei mir die Alarmglocken. War den ganzen Tag in kurzen Hosen unterwegs, eine Wohltat zum steifen Büroalltag. Kurzer Blick – kein Verbotsschild, prima! Nur die Damenwelt musste sich bedeckt halten. Fotografieren auf dem Gelände erlaubt, nur im Inneren darf nicht fotografiert werden. Selbst ein Versuch aus 10 Meter Entfernung durch die offene Tür ein Foto zu schießen, wurde strikt unterbunden… Okay, so sind nun mal die Regeln.

Wir wurden mit Kopfhörern ausgestattet und konnten uns frei bewegen. Mittels Zahlencode wurden Informationen in deutscher Sprache bereitgestellt. Kennt man ja mittlerweile aus vielen Museen. Am Ende gab es im Andenkenladen sogar noch einen Schnaps! Ich hätte mir allerdings gewünscht es gäbe mehr Postkarten mit den Fresken und Bildern, die Auswahl war leider sehr begrenzt. 

Gestern waren wir mit Bruno unterwegs, heute zogen wir auf eigene Faust los und haben ein nettes Lokal gefunden. Ich hatte Hähnchenfilet mit Käse überbacken – das beste Gericht auf der ganzen Reise! Auch wenn ich darauf lange warten musste, aber daran musste ich mich im Verlaufe der Reise gewöhnen. Egal was man(n) bestellt, ich bekam fast immer als Letzter das Essen! Hatte schon überlegt, mich selbst mit Proviant für die nächsten Tage zu versorgen… 

Herzlichen Dank an Annette für die beiden tollen Bilder! Das Copyright liegt bei ihr.

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Albanien – Kosovo – Mazedonien Tag 2 – 03. September 2018 https://www.ahreiseblog.org/2018/09/23/albanien-kosovo-mazedonien-tag-1-02-september-2018-2/ https://www.ahreiseblog.org/2018/09/23/albanien-kosovo-mazedonien-tag-1-02-september-2018-2/#respond Sun, 23 Sep 2018 15:53:10 +0000 http://www.ahreiseblog.org/?p=12581 Lesen Sie weiterAlbanien – Kosovo – Mazedonien Tag 2 – 03. September 2018]]> Tag 2 – Koman-See – Gjakowo (Kosovo) – Peja

Weltklasse-Bootstour

Heute ist auch der Weg das Ziel. Wir sind gut 2 Stunden mit dem Bus unterwegs, bevor es dann anschließend mit dem Boot durch die Schlucht des Koman-Sees weitergeht. Die 3,5-stündige Bootsfahrt wird unter Kennern und im Netz als eine der schönsten der Welt beschrieben. Dann steigen wir wieder in den Bus, um über die Grenze zum Nachbarland Kosovo nach Gjakowo, der fünftgrößten Stadt des Landes, zu gelangen. Hier besichtigen wir erst einmal die Stadt mit dem sehenswerten Basar Quarshia, welcher seit der osmanischen Herrschaft besteht. Gegen 16:00 Uhr starten wir unsere letzte Etappe zu unserem Tagesziel Bejah, die etwa 1 Stunde dauert. So bleibt noch Zeit, die beiden schönsten Moscheen der Stadt sowie die Innenstadt zu besuchen. 
Fahrstrecke: 130 km | Übernachtung: Karagaq∗∗∗ in Peja | Mahlzeiten: F

Auch wenn es am Vorabend überhaupt nicht danach aussah, am Morgen erwartete uns Regen! Regensachen hatte ich ja eingepackt, wollte sie aber eigentlich nicht benutzen. Zumal doch heute das Highlight der Reise kommen sollte. Nach dem Frühstück – an den albanischen Kaffee konnte ich mich die ganze Zeit nicht gewöhnen, leider war Tee auch keine Alternative – ging es mit dem Bus Richtung Koman-See. Mit der Fähre sollte es durch die fjordähnliche Landschaft Richtung Kosovo gehen. Bei Sonnenschein bestimmt toll, bei Dauerregen hält sich die Stimmung in Grenzen.

Die Innenplätze waren alle besetzt, so blieben nur die überdachten Außenplätze. Eine Bootsfahrt die ist lustig… Zusammen mit Annette und Stefanie habe ich Unterschlupf am Heck der Fähre gesucht. Die besten Plätze waren aber auch hier schon besetzt. Fotografieren macht bei dem Wetter auch keinen Spaß. So blieb die große Kamera erstmal im Rucksack, die kleine Canon musste genügen.

Während ich auch schon mal auf dem Oberdeck unterwegs war, harrten die beiden Mädels hinten aus. Zu allem Überdruss ging bei einer Windböe auch noch das Käppi von Annette über Bord. Das war aber das einzige Missgeschick bei der Überfahrt. Und je länger die Fahrt umso besser wurde das Wetter!

Wer sagt’s denn: Bilderbuchwetter! Dann kann man auch die “große” rausholen. Nun wurde es auf dem Außendeck auch voll, jeder wollte noch ein paar schöne Fotos machen. Beschrieben wurde die Fahrt als eine der schönsten – darüber kann man sicherlich streiten. Es war schön, aber ich habe vergleichsweise schönere Fahrten in Norwegen und Grönland unternommen. Was mich vor allem störte, war die starke Verschmutzung mit Plastikmüll.

Der Grenzübergang in den Kosovo war unspektakulär. Die Pässe wurden kurz eingesammelt, Stempel rein und weiter ging’s. Nun also der Kosovo. Was hat man nicht alles Schlimmes darüber gehört. Ein von Leid geprüftes Land, dass auch heute noch nicht ganz zur Ruhe gekommen ist und auf die Hilfe der KFOR-Truppen (dazu in einem späteren Beitrag mehr) angewiesen ist. Von den Spannungen habe ich bei der kurzen Stippvisite nicht’s mitbekommen. Angenehm war, dass die Landeswährung der EURO ist.

In Gjakowo haben wir als erstes mit Bruno einen Stadtrundgang durch die renovierte Altstadt unternommen. Mit Hilfe von EU-Geldern wurde schon eine Menge geschafft. Am Ende der Fußgängerzone kehrten wir zu einer Mittagsrast ein. Da ich den ganzen Tag schon gesessen habe, war ich froh mich bewegen zu können. Anstatt Pizza also doch lieber ein weiterer Stadtrundgang. Es ging nicht nur mir so, mit Annette hatte ich jemanden gefunden, die ähnlich dachte. So sind wir beide losgezogen und haben die Stadt auf eigene Faust erkundet.  

Das was Carina in Jordanien und Christiane in Sri Lanka waren, wurde Annette in Albanien für mich – die perfekte Reisebegleitung. Jeder hat so seine Stärken und Schwächen, aber es passte irgendwie immer. Sei es bei den Wanderungen, den Raki-Abenden mit der Dreier-Bande, die sich mit zunehmender Reisedauer zu einem all-abendlichen Ritual entwickelten oder dem Pizza-Abend am Strand, der Alltagsstress und die Sorgen waren schnell vergessen und so konnte ich den Urlaub genießen.

Wir besichtigten die Moschee, beobachteten hier und dort und kamen so schnell mit den Einheimischen in Gespräch. Ich eher zurückhaltend, ging Annette direkt auf die Leute zu und kam somit schnell mit Ihnen in Kontakt. Ein Punkt an dem ich wohl noch arbeiten muss…

Am Ende der Tour kamen wir auch wieder beim Rest der Truppe an. Eine Pizza, zwei Getränke für 5 EURO, das geht nur im Kosovo. Bestimmt werden auch hier die Preise bald anziehen.

Am frühen Abend erreichten wir dann Peja und bezogen unsere Unterkunft für die nächsten 2 Nächte. Ein weiterer Stadtspaziergang mit Bruno stand an. Der Basar, doch sehr touristisch angehaucht, eine Moschee im Baugerüst gab es nicht viel zu sehen. Mit einer Ausnahme: Ich habe die Post gefunden und konnte mich mit Briefmarken eindecken. Eine nette Story zur Post im nächsten Blog…

Den Abend haben wir dann mit Bruno in einem Restaurant in der Altstadt verbracht. Ein schöner Tag neigt sich in geselliger Runde dem Ende. Morgen geht es dann endlich in die Berge und die Reise wird ihrem Namen aktivPlus hoffentlich gerecht.

 

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Albanien – Kosovo – Mazedonien Tag 1 – 02. September 2018 https://www.ahreiseblog.org/2018/09/23/albanien-kosovo-mazedonien-tag-1-02-september-2018/ https://www.ahreiseblog.org/2018/09/23/albanien-kosovo-mazedonien-tag-1-02-september-2018/#respond Sun, 23 Sep 2018 11:23:31 +0000 http://www.ahreiseblog.org/?p=12447 Lesen Sie weiterAlbanien – Kosovo – Mazedonien Tag 1 – 02. September 2018]]> Tag 1 – Deutschland – Tirana – Skodhra

Willkommen in Albanien!

Vom Frankfurter Flughafen aus, den Sie am bequemsten mit der kostenlosen Rail&Fly-Fahrkarte erreichen, fliegen Sie nach Tirana, von wo es gleich weiter Richtung Norden nach Shkodra geht. Wir bestaunen mit unserem Reiseleiter die restaurierte Altstadt, die imposante Kathedrale und die Moschee. Dann entdecken wir die Rozafa-Burg, eine majestätische Festungsanlage, von der man einen wunderbaren Blick über die Stadt und den See hat, je nach Flugzeit variiert die Zeit, die wir zu Fuß unterwegs sind. Den Abend lassen Sie am besten mit einem entspannten Bummel in der ausgedehnten Fußgängerzone ausklingen. Hier gibt es eine große Fülle an Straßenrestaurants mit albanischen Spezialitäten.
Fahrstrecke: 80 km | Übernachtung: Tradita∗∗∗ Skrodra | Mahlzeiten: -

Risiko oder Sicherheit – da der Flug schon um 09:30 Uhr ab Frankfurt ging und wir sollen ja schon drei Stunden vor Abflug im Check-In sein sollen, habe ich mich doch für die sichere Variante entschieden und eine zusätzliche Nacht in Frankfurt eingeplant. Bei meinem Glück hätte die Deutsche Bahn bestimmt wieder Verspätung. So bin ich am Samstag noch mal schnell ins Büro (die Kollegen werden’s einem hoffentlich danken) und in die Stadt für die letzten Einkäufe. Warum eigentlich immer auf den letzten Drücker?

Die Hinreise gestaltete sich dann doch komplizierter als gedacht. Normalerweise fahre ich über Duisburg nach Frankfurt, aber an diesem Samstag fuhr kein Zug von Duisburg in Richtung Frankfurt. Bauarbeiten, Zugausfälle etc. So ging’s dann eben über Düsseldorf nach Frankfurt. Im Holiday Inn für eine Nacht eingescheckt, konnte die Reise am nächsten Tag beginnen. Übrigens auf das Frühstück für 19,00 EUR habe ich dankensweise verzichtet und mich mit einem Snack im Flughafenterminal begnügt. Ich muss nicht erwähnen, dass ich natürlich viel zu früh am Gate war….

Eingescheckt hatte ich schon online am Vortag und mir einen Fensterplatz reserviert. Die Flugzeiten sind wie folgt:

So 02 SEP 18 JP793   09:30-11:25    FRANKFURT - TIRANA
So 16 SEP 18 JP794   21:35-03:35    TIRANA - FRANKFURT

Leider war es auf dem ganzen Flug durchgängig bewölkt, so dass ich keine Fotos machen konnte. Die zwei Stunden habe ich auch so überstanden. Adria Air bietet Entertainment nur über den WLAN auf’s eigene Handy oder Tablett an. Der Flieger war nicht ganz ausgebucht, so dass der Mittelplatz in Reihe 7 frei blieb.

Tirana International Airport empfing aus dann bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen über 30 Grad.

  

Die 100 Meter bis zur Eingangshalle mussten wir dann mit dem Bus zurücklegen.Die Einreiseformalitäten waren schnell erledigt und auch die Koffer waren schnell da. Kein Wunder bei der Größe des Flughafens. Schnell noch Geld am Automaten getauscht. Wieviel tauscht man eigentlich um. Ich hatte keine Ahnung und habe einfach mal 5000 Leki abgehoben.

Ein kurzer Blick und das World-Insight-Schild war ausgemacht. Dort trafen sich die beiden Reisegruppen. Neben unserer aktivPlus-Reise war auch die Truppe der Erlebnisreise mit angereist. Diese Reise war im Gegensatz zu unserer mit 16 Personen ausgebucht. Fast alles Ehepaare im fortgeschrittenen Alter. Unsere Truppe reduzierte sich von 11 auf 9 Personen. Ich kann jetzt schon sagen, es war eine Supertruppe!

Mit Bruno unserem Reiseleiter für die nächsten 15 Tage und Tim unserem Busfahrer ging es dann raus aus Tirana in Richtung Norden nach Skodhra.  

In Skodhra, einer Stadt mit über 142.000 Einwohner, bezogen wir unsere Zimmer im Hotel Tradita und konnten uns kurz erfrischen bevor es auf Stadtbesichtigung ging.

Erster Programmpunkt war die Rozafa-Burg, diese liegt auf einem Hügel steil über der Buna zwischen den Flüssen Buna und Drin. Ihre Ursprünge gehen auf die vorrömische Zeit der Illyrer zurück. Die Burg hat bis in die Neuzeit die Geschicke der Stadt bestimmt. Ihre Lage erlaubte, wichtige Verkehrswege auf dem Fluss und an Land sowie später die Brücken zu kontrollieren, und bot über Jahrtausende Sicherheit. Mit Ausnahme der Befestigungsmauer sind die meisten Gebäude der Burg zerstört. An der Burgmauer nutzte Bruno die Gelegenheit zur Vorstellungsrunde bei einem Gläschen Weißwein. 

Das heutige Stadtbild ist noch immer von trostlosen Wohnblöcken aus kommunistischer Zeit, weiten Straßen, aber auch verwinkelten Gassen mit hohen Hofmauern geprägt. Im Zentrum sind in jüngster Zeit einige neue Hochhäuser und Gotteshäuser entstanden. Ein zentraler Strassenzug mit historischen, städtischen Häusern wurde wiederhergestellt und zu einer Fußgängerzone umgestaltet. Am Ort des alten Basarviertels wurde eine neue Einkaufspassage erstellt. Das Niemandsland zwischen Burg und heutiger Stadt ist seit dem Ende der 1990er allmählich mit neuen Dienstleistungs- und Handelsgeschäften überbaut worden.

Die Stephanskathedrale, die in kommunistischer Zeit zu einer Turnhalle umfunktioniert wurde, und die Moschee dominieren das Stadtbild. Beide sind im Inneren eher schlicht gehalten. Das friedliche Miteinander der verschiedenen Religionen spricht für sich. Ein kurzer Spaziergang durch die Altstadt zeigt Altes und Neues nebeneinander, wenngleich die Schatten der kommunistischen Vergangenheit nicht zu übersehen sind.  Dennoch ein Land in Aufbruchstimmung, dass Spass macht auf weitere Entdeckungen…

Nach der kurzen Stadtführung ließ Bruno uns Zeit für eigene Entdeckungen und so trafen wir uns alle zu einem gemeinsamen Abendessen in einem Lokal im Hinterhof der Fußgängerzone. Bei strahlendem Wetter ein perfekter Abschluss für den ersten Tag. 

Kaum in Albanien angekommen, stand für den nächsten Tag schon der erster Grenzübertritt in den Kosovo an. Die Fahrt für den Roman-Stausee wurde im Programm als einer der Höhepunkte der Reise beschrieben. Das ist aber schon der Blog vom 2. Tag.

Zeichen des friedlichen Miteinanders – christliche Kirche (zwischen den Bäumen), orthodoxe Kathedrale und Moschee in unmittelbarer Nachbarschaft
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Helsinki – Tag 1 https://www.ahreiseblog.org/2018/05/27/helsinki-tag-1/ https://www.ahreiseblog.org/2018/05/27/helsinki-tag-1/#respond Sun, 27 May 2018 18:46:38 +0000 http://www.ahreiseblog.org/?p=12430 Lesen Sie weiterHelsinki – Tag 1]]> Auch wenn man Helsinki an einem Wochenende nicht komplett und allumfassend kennenlernen kann, so sind 2-3 Tage doch durchaus ausreichend, um sich einen allgemeinen Überblick zu verschaffen und der Stadt näher zukommen. Dank der dichten Stadtstruktur mit einem klassischen Innenstadtkern ist das Gros der Sehenswürdigkeiten auch gut zu Fuß oder mit den allgegenwärtigen grün-gelbenStraßenbahnen zu erkunden.

Los ging es am frühen Morgen in Düsseldorf. Das Parkhaus leider eine Woche zu spät reserviert und somit anstatt 39 EUR mussten 79 EUR für die 3 Tage herhalten. Die übliche Sicherheitskontrolle war schnell durchlaufen. Am Gate war die Wartezeit auch nicht allzu lange. 

Das ewig Nervende beim Einsteigen bleibt das Verstauen des “Handgepäcks”. Immer wieder erstaunlich, was alles als Handgepäck durchgehen soll. Das Theater ist dann vorprogrammiert, wenn die Gepäckablage überfüllt ist. Trotzdem ging es pünktlich in Richtung München los.

Bei der kurzen Flugzeit bleibt keine Zeit für einen Imbiss, kaum war der Schokoriegel und das Getränk serviert, begannen auch schon der Landeanflug auf München. München hat 2 Terminals, natürlich mussten wir das Terminal wechseln. So blieb nicht viel Zeit, in den Shops zu stöbern…

ziemlich einseitige Auswahl – nix von S04

Am Gate angekommen, ein Blick auf’s Handy – neue Mail: das Gate hat sich geändert. Also wieder zurück. Beim Boarding wieder das gleiche Procedere, jeder will zuerst rein und sein Gepäck natürlich auch. Der Flug nach Helsinki dauert dann gut 2 Stunden. Kein Entertainment an Bord, dafür dann “Frühstück” – belegtes Graubrot mit Käse und Hühnchen. Lecker ist was anderes – auch Lufthansa muss wohl sparen. Man kann’s verschmerzen.

In Helsinki angekommen, raus zur Haltestelle und der Kampf mit dem Automaten. Eigentlich nicht schwierig, dennoch standen mehrere Personen ziemlich ratlos davor. Im Internet hatte ich gelesen, das Ticket für den Bus der Linie 615 kosten 5,50 EUR, beim Fahrer noch teurer. Der Automat zeigt 5,00 EUR an, da stutzt man erst mal, im allgemeinen ist es doch teurer. Egal, das Ticket gezogen, ging die Warten los. Die anderen Mitreisenden sind dann in den Schnellbus für 6,90 EUR gestiegen. Ich wollte das Ticket nicht verfallen lassen und so war ich dann alleine im Wartehäuschen. Irgendwann kam dann doch der Bus 615, ich zeigte mein Ticket und die Stadtrundfahrt in Richtung Central Railway Station konnte beginnen. 

Der Hauptbahnhof ist eine der architektonischen Sehenswürdigkeiten von Helsinki. Nun rächte sich, dass ich mich im Vorfeld nicht genau mit der Lage meines Hotels beschäftigt hatte, so lief ich natürlich in die falsche Richtung. Erschwerend kommt hinzu, dass man sich erst mal an die finnischen Straßennamen gewöhnen muss. Alles ist zweisprachig: neben Finnisch auch Schwedisch, der zweiten Amtssprache in Finnland. Immerhin habe ich so auch gleich das Hard-Rock-Cafe und den Starbucks gefunden.

Im Hotel ging das Einschecken problemlos vonstatten. Das Apartment für eine Person mehr als ausreichen, ausgestattet mit allem Nötigen, verfügte es sogar über einen kleinen Balkon. Der erste Gang führte dann in den örtlichen Supermarkt. Butter, Wurst, Käse, Weißbrot und Cola schon war man fast 20 EUR los, die Preise liegen doch deutlich über denen in Deutschland. Nachdem der Kühlschrank gefüllt war, ging es auf Entdeckungstour.

Als Sehenswürdigkeiten, die man nicht verpassen sollte, werden im Reiseführer beschrieben:

  • der Senatsplatz: habe ich am 2. Tag besichtigt
  • Allas Sea Pool: ebenfalls am 2. Tag
  • Uspensky-Kathedrale: ebenfalls am 2. Tag
  • Hauptbahnhof: hatte ich bei der Ankunft gesehen und täglich beim Einkaufen
  • Kiasma – Museum für zeitgenössische Kunst: fiel diesmal aus, ist nicht so mein Ding…
  • Felsenkirche: siehe weiter unten
  • Festungsinsel Suomenlinna: am 3. Tag

Warum das Sibelius-Denkmal im Reiseführer nicht als Attraktion in der Einführung nicht genannt wird, wissen wohl nur die Verfasser von “Reise Know How”. Für mich gehört es auf jeden Fall dazu. Später mehr.

Ein erster schneller Rundgang führte mich über die Mannerheimintie und den Esplanadenpark zum Senatsplatz. Im Esplanadenpark war an diesem Freitagnachmittag ein großes Fest. Jede Menge Buden und Stände mit allen möglichen kulinarischen Gerichten aus aller Welt.

Der Senatsplatz mit dem Hafen und dem Dom ist gewiss die Hauptanlaufquelle für jeden Touristen. Aber das wollte ich mir für den morgigen Tag aufheben. So ging ich wieder zurück ins Hotel. Kurze Erfrischung, einmal umziehen, das Wetter ist für finnische Verhältnisse schon hochsommerlich. Hätte ich mal doch die Shorts mitgenommen…

Ein Blick in den Stadtplan verriet, dass die Felsenkirche nicht weit von meinem Hotel liegt. Dort angekommen, musste ich leider feststellen, dass die Kirche vor 10 Minuten geschlossen hatte. Schade, zumal der Eintritt am Freitag umsonst gewesen wäre. Habe ich dann am Samstag nachgeholt, die 3 EUR Eintrittsgeld sollte man in jeden Fall investieren, es lohnt sich.

Ich wollte nicht unverrichteter Dings zurückkehren, so habe ich mich entschieden, dem Sibelius-Park einen Besuch abzustatten. Entlang der Küste, vorbei an vielen Parkanlagen, war es ein schöner Ausgleich um runterzukommen.

Sibelius-Park

Mit dem Stück “Finlandia” komponierte sich der finnische Komponist Jean Sibelius 1899 in die Herzen seiner Landsleute. Nach der Uraufführung in Helsinki und der begeisterten Rezeption durch das Publikum avancierte die sinfonische Dichtung zu einer heimlichen Nationalhymne. Ich muss gestehen, wenn ich mich an meine Schulzeit erinnere, ist mir dieses Stück nicht in bleibender Erinnerung geblieben.

 

 

 

 

Zehn Jahre nach seinem Tod wurde 1967 ein ihm zu Ehren errichtetes Denkmal eingeweiht. Die Jahre zuvor waren von einem Streit innerhalb der Öffentlichkeit geprägt. Das abstrakte Denkmal ist gewiss auch gewöhnungsbedürftig. Neben dem eigentlichen Kunstwerk, das aus etwa 600 schlanken Stahlrohren besteht, wurde noch die Büste des Komponisten aufgestellt.

Bei meiner Ankunft erblickte ich zuerst 5 Reisebusse und hatte schon arge Befürchtungen, wurde jedoch angenehm überrascht. Ein Jugendchor nutzte die Gelegenheit zu einer Gratis-Chorprobe. Ich weiß zwar nicht, worum es in dem Stück ging, schön war es dennoch. Nachdem alle wieder in ihren Reisebussen waren, konnte ich dann ein paar Aufnahmen “pur” machen.

Olympiastadion

Die Finnen sind, obwohl nur knapp 5 Millionen Finnen, eine sehr sportliche Nation. Überall sieht man Jogger und Fahrradfahrer in den Parks. Die Jogger sind vielleicht inspiriert von der früheren Langlauflegende Paavo Nurmi oder lag es am folgenden Tag stattfindenden Marathonlauf. Laufe zwar keinen Marathon, aber am ersten Tag bin ich immerhin auch 21 km zu Fuß unterwegs gewesen – also quasi ein Halbmarathon.

Im Olympiastadion sind die Sportlegenden Nurmi mit einem Denkmal, das ihn als ausdauernden und zähen Läufer darstellt und der Speerwerfer Järvinnen durch die Architektur des Stadionturms geehrt. Die Höhe von 72,71 m entspricht exakt der Siegerweite, die der Olympiasieger bei seinem Goldmedaillengewinn 1932 in Los Angeles war, gewürdigt.

Die finnische Fußballnationalmannschaft trägt alle wichtigen Spiele auf dem Rasen des Olympiastadions aus, wenn auch mit mäßigen Erfolg. Wegen umfassender Renovierungs- und Umbauarbeiten ist das Olympiastadion derzeit jedoch geschlossen. Auch der prächtige Blick vom Stadionturm – bei klaren Wetter kann man wohl problemlos bis in den Schärengarten blicken – entfällt leider bis 2019.

So langsam merkte ich doch meine Füße und es wurde Zeit Richtung Hotel zugehen. Vorbei an der Finnischen Nationaloper, ein imposanter Bau teilweise aus weißem Carrara-Marmor mit zwei Sälen , die 1.350 bzw. 200-500 Zuhörern Platz bieten, ging es wieder zurück. Bemerkenswert sind die Eintrittspreise, die bei 15 EUR beginnen. Dies geht jedoch nur mittels öffentlicher Subventionen und privater Sponsoren.

Für den morgen Tag steht dann der große Stadtrundgang an. Das Wetter verspricht wieder strahlenden Sonnenschein und Temperaturen um die 20°C.

 

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Helsinki 2018 https://www.ahreiseblog.org/2018/05/27/helsinki-mai-2018/ https://www.ahreiseblog.org/2018/05/27/helsinki-mai-2018/#respond Sun, 27 May 2018 11:04:41 +0000 http://www.ahreiseblog.org/?p=12337 Lesen Sie weiterHelsinki 2018]]> Helsinki in 3 Tagen

“Die Schöne, die dem Meer entstieg und an Land sesshaft wurde: Helsinki” – Helsinki, die Hauptstadt Finnlands, ist eine lebendige Stadt am Meer, mit wunderschönen Inseln und großen grünen Parks. Der Rhythmus der Stadt ist entspannt und erfrischend aktiv zugleich.

Die finnische Hauptstadt ist eine kompakte Metropole, die sich gut zu Fuß erkunden lässt. Design, Architektur, Kultur und Shopping sind hervorragende Entdeckungsmöglichkeiten, und die großen Parks, Waldgebiete, Seen und die Küste mit über 300 Inseln sorgen dafür, dass auch die Natur nicht zu kurz kommt.

Der Archipel vor Helsinki besteht aus rund 330 Inseln und ist ein Paradies für alle, die sich am Strand oder bei einem Campingwochenende von Lärm und Hektik der Großstadt erholen wollen. Viele Inseln, wie Suomenlinna und Pihlajasaari, sind regelmäßig von früh bis spät mit einer Fähre zu erreichen.

Die Seefestung Suomenlinna gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und ist eine der populärsten Sehenswürdigkeiten Finnlands. Die schönen Inseln von Suomenlinna sind mit der Fähre nur 15 Minuten entfernt vom Marktplatz in Helsinki. Hier kann man einiges erleben und unternehmen; sei es ein fröhliches Wochenende mit Freunden,  ein friedlicher Abendspaziergang, ein Picknick oder eine Joggingrunde – wegen der vielen Spazierwege, Restaurants und Cafés auf den Inseln ist das alles kein Problem.

Inspiriert durch die offizielle Reise-Website von Finnland machte ich mich im Dezember 2017 im Internet auf die Suche nach günstigen Angeboten für Mai 2018. Bei Lufthansa und Booking.com bin ich fündig geworden.

Fr 18 MAI 18 LH2023 06:30-07:35 DÜSSELDORF - MÜNCHEN 
Fr 18 MAI 18 LH2462 08:40-12:05 MÜNCHEN - HELSINKI
Mo 21 MAI 18 LH2463 12:50-14:20 HELSINKI - MÜNCHEN
Mo 21 MAI 18 LH2014 15:30-16:40 MÜNCHEN - DÜSSELDORF

Leider kein Direktflug, aber die Ankunftszeit in Helsinki ist okay, so dass man noch etwas vom Tage hat. Da ich nur Übernachtung gebucht hatte, konnte ich mich somit noch um die Einkäufe fürs Wochenende kümmern. Als Unterkunft hatte ich mir das Hellsten Parliament über das Buchungsportal Booking.com ausgesucht. Ausschlaggebend war die zentrale Lage und der Preis. Hotelübernachtungen in Skandinavien sind nicht unbedingt die preiswertesten.

   

Interessanterweise hatte ich genau dieses Apartment dann bekommen. Es liegt zwar im 5. Stock, das Haus hat jedoch einen Fahrstuhl. 

Auch wenn viele bei den skandinavischen Hauptstädten zuerst an Oslo und Stockholm denken, die Stadt Helsinki an der Nordküste der Ostsee sollte man nicht außer acht lassen. Sie hat noch immer eine so angenehme Größe, dass man sich schnell heimisch fühlt. Als Urlaubsziel mag Helsinki etwas eigenartig wirken, aber sobald man die Stadt kennen lernt, liebt man sie. 

Da ich im Vorfeld nicht viel Zeit für die Reiseplanung hatte, ging es diesmal so ziemlich ohne Plan los. Sehen wollte ich in jedem Falle die Festung Suomenlinna, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Ich hatte es gerademal geschafft mir in Internet die Verkehrsverbindungen vom Flughafen in die Innenstadt rauszusuchen und am letzten Tag vor der Abreise noch schnell einen Reiseführer zu kaufen.

Der Reiseführer diente als erste Orientierungsquelle, der beigefügte Stadtplan erwies sich jedoch als unpraktisch in der Handhabung. Deshalb hatte ich mich entschlossen in Helsinki noch einen Stadtplan zu kaufen. Empfehlen kann ich den Stadtplan von Karttakeskus, die einzelnen Seiten sind laminiert und faltbar, was sich gerade bei Wind als sehr praktisch erweist.

                  

 

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