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Albanien – Kosovo – Mazedonien Tag 2 – 03. September 2018

Tag 2 – Koman-See – Gjakowo (Kosovo) – Peja

Weltklasse-Bootstour

Heute ist auch der Weg das Ziel. Wir sind gut 2 Stunden mit dem Bus unterwegs, bevor es dann anschließend mit dem Boot durch die Schlucht des Koman-Sees weitergeht. Die 3,5-stündige Bootsfahrt wird unter Kennern und im Netz als eine der schönsten der Welt beschrieben. Dann steigen wir wieder in den Bus, um über die Grenze zum Nachbarland Kosovo nach Gjakowo, der fünftgrößten Stadt des Landes, zu gelangen. Hier besichtigen wir erst einmal die Stadt mit dem sehenswerten Basar Quarshia, welcher seit der osmanischen Herrschaft besteht. Gegen 16:00 Uhr starten wir unsere letzte Etappe zu unserem Tagesziel Bejah, die etwa 1 Stunde dauert. So bleibt noch Zeit, die beiden schönsten Moscheen der Stadt sowie die Innenstadt zu besuchen. 
Fahrstrecke: 130 km | Übernachtung: Karagaq∗∗∗ in Peja | Mahlzeiten: F

Auch wenn es am Vorabend überhaupt nicht danach aussah, am Morgen erwartete uns Regen! Regensachen hatte ich ja eingepackt, wollte sie aber eigentlich nicht benutzen. Zumal doch heute das Highlight der Reise kommen sollte. Nach dem Frühstück – an den albanischen Kaffee konnte ich mich die ganze Zeit nicht gewöhnen, leider war Tee auch keine Alternative – ging es mit dem Bus Richtung Koman-See. Mit der Fähre sollte es durch die fjordähnliche Landschaft Richtung Kosovo gehen. Bei Sonnenschein bestimmt toll, bei Dauerregen hält sich die Stimmung in Grenzen.

Die Innenplätze waren alle besetzt, so blieben nur die überdachten Außenplätze. Eine Bootsfahrt die ist lustig… Zusammen mit Annette und Stefanie habe ich Unterschlupf am Heck der Fähre gesucht. Die besten Plätze waren aber auch hier schon besetzt. Fotografieren macht bei dem Wetter auch keinen Spaß. So blieb die große Kamera erstmal im Rucksack, die kleine Canon musste genügen.

Während ich auch schon mal auf dem Oberdeck unterwegs war, harrten die beiden Mädels hinten aus. Zu allem Überdruss ging bei einer Windböe auch noch das Käppi von Annette über Bord. Das war aber das einzige Missgeschick bei der Überfahrt. Und je länger die Fahrt umso besser wurde das Wetter!

Wer sagt’s denn: Bilderbuchwetter! Dann kann man auch die “große” rausholen. Nun wurde es auf dem Außendeck auch voll, jeder wollte noch ein paar schöne Fotos machen. Beschrieben wurde die Fahrt als eine der schönsten – darüber kann man sicherlich streiten. Es war schön, aber ich habe vergleichsweise schönere Fahrten in Norwegen und Grönland unternommen. Was mich vor allem störte, war die starke Verschmutzung mit Plastikmüll.

Der Grenzübergang in den Kosovo war unspektakulär. Die Pässe wurden kurz eingesammelt, Stempel rein und weiter ging’s. Nun also der Kosovo. Was hat man nicht alles Schlimmes darüber gehört. Ein von Leid geprüftes Land, dass auch heute noch nicht ganz zur Ruhe gekommen ist und auf die Hilfe der KFOR-Truppen (dazu in einem späteren Beitrag mehr) angewiesen ist. Von den Spannungen habe ich bei der kurzen Stippvisite nicht’s mitbekommen. Angenehm war, dass die Landeswährung der EURO ist.

In Gjakowo haben wir als erstes mit Bruno einen Stadtrundgang durch die renovierte Altstadt unternommen. Mit Hilfe von EU-Geldern wurde schon eine Menge geschafft. Am Ende der Fußgängerzone kehrten wir zu einer Mittagsrast ein. Da ich den ganzen Tag schon gesessen habe, war ich froh mich bewegen zu können. Anstatt Pizza also doch lieber ein weiterer Stadtrundgang. Es ging nicht nur mir so, mit Annette hatte ich jemanden gefunden, die ähnlich dachte. So sind wir beide losgezogen und haben die Stadt auf eigene Faust erkundet.  

Das was Carina in Jordanien und Christiane in Sri Lanka waren, wurde Annette in Albanien für mich – die perfekte Reisebegleitung. Jeder hat so seine Stärken und Schwächen, aber es passte irgendwie immer. Sei es bei den Wanderungen, den Raki-Abenden mit der Dreier-Bande, die sich mit zunehmender Reisedauer zu einem all-abendlichen Ritual entwickelten oder dem Pizza-Abend am Strand, der Alltagsstress und die Sorgen waren schnell vergessen und so konnte ich den Urlaub genießen.

Wir besichtigten die Moschee, beobachteten hier und dort und kamen so schnell mit den Einheimischen in Gespräch. Ich eher zurückhaltend, ging Annette direkt auf die Leute zu und kam somit schnell mit Ihnen in Kontakt. Ein Punkt an dem ich wohl noch arbeiten muss…

Am Ende der Tour kamen wir auch wieder beim Rest der Truppe an. Eine Pizza, zwei Getränke für 5 EURO, das geht nur im Kosovo. Bestimmt werden auch hier die Preise bald anziehen.

Am frühen Abend erreichten wir dann Peja und bezogen unsere Unterkunft für die nächsten 2 Nächte. Ein weiterer Stadtspaziergang mit Bruno stand an. Der Basar, doch sehr touristisch angehaucht, eine Moschee im Baugerüst gab es nicht viel zu sehen. Mit einer Ausnahme: Ich habe die Post gefunden und konnte mich mit Briefmarken eindecken. Eine nette Story zur Post im nächsten Blog…

Den Abend haben wir dann mit Bruno in einem Restaurant in der Altstadt verbracht. Ein schöner Tag neigt sich in geselliger Runde dem Ende. Morgen geht es dann endlich in die Berge und die Reise wird ihrem Namen aktivPlus hoffentlich gerecht.

 

Veröffentlicht in Albanien 2018 Gruppenreisen

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