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Sri Lanka – Tag 19 – 17. November 2017

Tag 19 – Der Strand ruft

Wir verlassen "Tissa", wie die Einheimischen sagen, nach dem Frühstück. Der erste Halt ist in Wevurukannala. Hier bestaunen wir die größte sitzende Buddha-Statue der Welt! Anschließend fahren wir weiter nach Galle. Die 1663 von den Niederländern errichtete Festung verbirgt eine nostalgische Altstadt, die zum Weltkulturerbe Sri Lankas gehört. Sie ist die größte, noch erhaltene koloniale Festungsanlage in Südasien und zeigt eine Mischung aus europäischer und asiatischer Architektur. Nach einer Stadtbesichtigung ist nun endlich der Strand unser Ziel. Eine kurze Fahrt bringt uns nach Unawatuna. Unser Hotel liegt direkt am Strand und lädt zum Relaxen ein. Stürzen Sie sich in die Fluten, vielleicht haben Sie Glück und neben Ihnen taucht eine Meeresschildkröte auf.    
Fahrstrecke: 150 km | Übernachtung: Jolanka Resort in Unawatuna | Mahlzeiten: F

Soweit die offizielle Reisebeschreibung. Nach dem Frühstück verlassen wir Tissamaharama in Richtung Süden. Auf dem Weg nach Wevurukannala legten wir einen kurzen Fotostopp an der Küste ein. Ein erster Vorgeschmack auf die nächsten zwei Tage – Sonne, Strand,Meer.

Etwa drei Kilometer nördlich von Dickwalla beeindruckt der farbenprächtige Tempel Wewurukannala Vihara mit einer 50 Meter hohen Buddha-Statue aus den späten 1960er Jahren. Sie ist die größte Statue eines sitzenden Buddha in Sri Lanka. An ihrem Rücken führt ein siebenstöckiger Treppenaufgang zum Kopf. Von oben hat man einen grandiosen Blick auf die Tempelanlage. Und nun rächt es sich mal wieder, sich im Vorfeld zu wenig mit der Reisevorbereitung beschäftigt zu haben. Ein Blick in den Reiseführer hätte genügt…

Den Weg nach oben begleiten Bilder, die wie in einem Comic Szenen aus dem Leben Buddhas zeigen. Das Hauptbilderhaus stammt aus dem 19. Jahrhundert und beherbergt zahlreiche Statuen.

 

Weitaus beeindruckender ist jedoch gleich nebenan die tatsächlich etwas gruselige chamber of horrors. In dieser „Kammer des Grauens“ demonstrieren lebensgroße Skulpturen die verschiedenen Strafen, die den Sünder im Jenseits erwarten. Dazu erklären Wandbilder, welche Sünden zu welchen Strafen führen. Religion bedient sich ja bekanntlich häufig der Angst bzw. diese wird als Mittel verwendet, um bei Menschen Schuldgefühle zu erzeugen und dadurch deren Verhalten zu manipulieren. Hier ist gewöhnlich Gott derjenige, den diese Menschen enttäuscht haben.

Der letzte Tempel unserer Sri Lanka Rundreise, nicht unbedingt der schönste, aber dennoch interessant. Kein Tempel gleicht dem anderen. Dennoch war es nun genug. Zum Abschluss stand noch ein echtes Highlight an:

Galle

Galle ist die wichtigste Stadt an der Südküste. Ihr Zentrum bilden die Festungsanlagen des Forts, die das alte holländische Viertel umschließen. Nördlich davon breitet sich die New Town aus. Die ausgedehnten Festungsanlagen gehören zum UNESCO-Welterbe und sind zusammen mit anderen Zeugnissen aus der holländischen Kolonialzeit ein wahrer Besuchermagnet.

Die Altstadt wurde von den mächtigen Festungsanlagen vor den Zerstörungen des Tsunamis von 2004 weitgehend geschützt.

Ein Spaziergang durch die alten Festungsanlagen gleicht einer Zeitreise in die Vergangenheit. Das Fort liegt im Zentrum der Stadt und entspricht dem alten holländischen Viertel. Hier verstummt das Treiben, das für die Stadt ringsum charakteristisch ist. Schon Jahrhunderte bevor die Portugiesen in Galle landeten und auf der Landspitze eine Festung bauten, steuerten die Schiffe von Händlern und Abenteurern den Hafen an. Als die Niederländer 1640 Galle eroberten, bauten die die Festung zur heutigen Größe aus. Zu jener Zeit erlebte auch der Hafen seine Blütezeit. Zwischen den Verwaltungsgebäuden und Warenhäusern lebten viele holländische Familien. 1796 übernahmen die Briten die Stadt. Als Colombo Zentrum der Geschäftswelt wurde, setzte Galles Niedergang ein. (Quelle: Vis-a-Vis Sri Lanka)

Uhrturm

Eines der Wahrzeichen von Fort Galle ist der 1882 erbaute Uhrturm. An seinem Standort ragte zuvor ein holländischer Glockenturm auf.

Dutch Reformed Church

Die hübsche Kirche im Kolonialstil wurde 1755 errichtet. Zuvor befand sich an diesem Ort ein portugiesisches Kloster. 2004 wurde sie renoviert.

National Maritime Archaeology Museum

Das Museum wurde 2009 in einem alten holländischen Speicher eröffnet. Früher wurden dort Schiffsvorräte und wertvolle Waren wie Zimt, Textilien und Kaurischnecken gelagert.

Ein Spaziergang im Fort Galle

Mit dem Bau von Fort Galle schützten die Portugiesen hauptsächlich die Landseite. Als später die Niederländer die Festung ausbauten, befestigten sie auch die Seeseiten der Landzunge. Auf den westlichen Wällen bekommt man einen guten Eindruck, wie die Festung damals ausgesehen hat. Die gesamten Verteidigungsanlagen sind etwa drei Kilometer lang, die äußeren und inneren Mauern über einen Meter dick. Mit Fort Galle schufen die holländischen Festungsbauer ein Meisterstück: Die Anlage steht nun schon seit dem 17. Jahrhundert und hat auch den Tsunami von 2004 ohne größere Schäden überstanden. Am besten erkundet man sie bei einem Spaziergang entlang den Wällen. (Quelle: Vis-a-Vis Sri Lanka)

Der Rundgang beginnt am Haupttor, auf die Wälle kommt man jedoch an mehreren Stellen im Fort. Ein Rundgang wird im Reiseführer mit ca. 90 Minuten angegeben. Und hier setzt mein Kritikpunkt gegenüber World Insight ein: Wir hatten 2 Stunden 15 Minuten Zeit für die Besichtigung von Galle. Das ist, so die einhellige Meinung der Reisegruppe, eindeutig zu wenig. Vielleicht hätte man nach der Besichtigung der Tempelanlage am Morgen direkt ins Hotel fahren sollen, der Nachmittag wäre dann zum Relaxen. Die Tour nach Galle könnte dann am nächsten Tag stattfinden, am späten Nachmittag wäre dann immer noch Zeit für den Strand gewesen. Vielleicht denkt World Insight mal über eine Programmänderung nach.

Aber nun genug gemeckert, es gab doch so viel zu sehen:

Haupttor

Das Haupttor wurde von den Briten im 19. Jahrhundert angebaut.

Altes Tor

Das alte Tor bildete früher den Zugang zum Fort. Auf der Festungsseite prangt noch das Wappen der Niederländischen Ostindien-Kompanie, an der Hafenseite ersetzten die Briten das holländische durch eigenes Dekor.

Zwart Bastion

Die Zwart Bastion ist vermutlich das älteste Bollwerk. Sie umfasst noch Abschnitte der ursprünglichen portugiesischen Festung.

Akersloot Bastion

Die Bastion an der äußersten Ecke des Court Square ist nach dem Geburtsort des holländischen Befehlshabers Wilhelm Coster benannt, der Galle 1640 von den Portugiesen eroberte.

Meeran-Jumma-Moschee

Das große weiße Bauwerk vom Anfang des 20. Jahrhunderts sieht aus wie eine Kirche. Erst wenn man näher kommt und den Halbmond und die arabischen Inschriften sieht, erkennt man es als Moschee.

Point Utrecht Bastion

Diesen Teil der Festung überragt ein Leuchtturm aus dem Jahr 1938. Dahinter liegen die Ruinen eines niederländischen Pulvermagazins.

Flag Rock

Der Flag Rock bildet die Südspitze des Forts. Von hier springen die wagemutigen Klippenspringer von Galle in die Fluten.

Triton Bastion

Hier wird oft Kricket gespielt. Sobald es dunkel wird, füllt sich das Areal mit Menschen.

Es war einfach zu wenig Zeit um alles zu erkunden. In Galle kann man bequem einen ganzen Tag verbringen und hat immer noch nicht alles entdeckt. Hier nur eine kleine Auswahl:

Leider passierte mir ein kleines Missgeschick. Meine Speicherkarte war voll und die neue Speicherkarte hatte ich am Vortag gerade in meine Ersatzkamera eingesetzt. Da Canon und Nikon sich nicht vertragen, konnte ich die Speicherkarte nicht einfach wechseln und musste er ein paar Bilder in der Nikon löschen. So  wurde das Zeitfenster noch kleiner. Und das alles wegen 15 EUR, hätte ich doch bloß noch eine zweite Ersatzkarte mitgenommen…

Nach dem “Kurzbesuch” fuhren wir zu unserer letzten Unterkunft in Unawatuna. Dort sollten wir noch mal so richtig relaxen, bevor der triste Alltag einen wieder einholt. Mehr Bilder dazu morgen….  

Veröffentlicht in Gruppenreisen Sri Lanka 2017

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