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Sri Lanka – Tag 15 – 13. November 2017

Tag 15 – Die Stadt des Lichts

Auf der landschaftlich wunderschönen Strecke nach Haputale besuchen wir zunächst eine Teeplantage mit angeschlossener Teefabrik. Dort gewinnen wir einen Einblick in den Teeanbau, die fachgerechte Verarbeitung und kommen vielleicht auch mit einer Teepflückerin ins Gespräch. Natürlich ist auch Zeit, um eine Tasse echten Ceylon-Tee zu probieren. Zur Mittagszeit erreichen wir Nuwara Eliya, die "Stadt des Lichts". "Nuwara", wie die Singhalesen sagen, ist auch heute noch "very british": Fachwerkhäuser, viktorianische Hotels, typisch englische Rasenflächen, gepflegte Golfplätze, rote Rhododendren und Zypressen. Und auch das Wetter präsentiert sich oftmals so - mit feinem Nieselregen, dichten Nebelschwaden und für die heißen Tropen überraschend angenehmer Kühle. Bei einer kurzen Stadterkundung besichtigen wir das britisch anmutende "Post Office" und weitere Gebäude im viktorianischen Stil. Anschließend bringt uns unser Reisebus mit einer 2-stündigen Fahrt nach Haputale, wo wir bei einem gemeinsamen Abendessen den tag ausklingen lassen.  
Fahrstrecke: 120 km | Übernachtung: Hotel Olympus Plaza in Haputale | Mahlzeiten: F,A

Soweit die offizielle Reisebeschreibung. Am frühen Morgen bin ich nochmal schnell los um ein paar Fotos von den zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden Gebäuden in Kandy zu machen. Leider fing es dann wieder verstärkt zu regnen an, so dass ich die Tour abbrechen musste.

Erster Programmpunkt des heutigen Tages war ein besuch in der Edelstein-Manufaktur am Rande der Stadt. In einem kurzem Einführungsfilm wurde uns die Suche nach den Halbedelstein anschaulich erklärt. Im Showraum konnten wir dann einige Exemplare in Vitrinen bewundern. Schön anzusehen, den Damen mag’s gefallen, mir nur bedingt. 

Nach der Führung durch die Manufaktur führte der Weg in den Verkaufsraum. Eigentlich war hier kein größerer Stopp eingeplant, dennoch musste wir im Bus noch eine Weile ausharren. Es gab doch einen Interessenten für die Steinchen…

Anschließend ging die Fahrt in Richtung Haputale, dem Etappenziel für die nächsten zwei Nächte. Entlang endloser Teeplantagen fuhren wir durch eine landschaftlich wunderschöne Gegend. Die Temperaturen waren sehr angenehm, fast schon europäisch. In der auf gut 1000 m Höhe gelegenen Genloch Tea Factory, einer der zahlreichen Teefabriken auf dem Weg nach Haputale, machten wir halt. Ende des 19. Jhs. von einem Schotten gegründet, zählt sie zu den kleineren Teefabriken in der Region. Beim Anblick der vielen Busse auf dem Parkplatz überkam mich ein ungutes Gefühl. Die kostenlose Führung, sogar auf deutsch, war dennoch sehr interessant, bekam man doch so einen Einblick in die Teeproduktion. Man war hautnah dabei und konnte den Mitarbeiterinnen in der Produktion über die Schulter schauen.

Es wurde der gesamte Produktionsprozess anschaulich erklärt, später im Verkostungsraum wurden uns Proben der einzelnen Qualitätsstufen angeboten. Ziel der Veranstaltung war aber eindeutig: der Verkaufsraum! Berauscht von den ganzen Eindrücken haben wir dann auch kräftig zugeschlagen. Auch ich konnte mich nicht beherrschen und bin dem Kaufrausch erlegen. Tee für 41 EUR wechselte so den Besitzer. Damit komme ich wohl ein ganzes Jahr aus…

Am Abend habe ich dann mal in Internet gegoogelt. Die Meinungen zu “Glenloch” reichen von sehr gut bis absolute Abzocke. Soll sich bitte jeder selbst sein eigenes Urteil bilden. Den Tee gibt es auch in Deutschland zu kaufen und das zu durchaus günstigeren Preisen. Aber so ist das nun mal im Urlaub…

Unterwegs machten wir noch kurz Zwischenstopp an einem Aussichtspunkt. Herrliches Panorama! Und im  Verkaufspavillon habe ich die Holzschnitzereien der Manufaktur aus Kandy wiederentdeckt. Hätte ich hier 50% gespart. Soll ich mich jetzt ärgern…

Zur Mittagszeit erreichten wir dann Nuwara Eliya, die “Stadt des Lichts”. “Nurelia”, wie die Singhalesen sagen, ist heute auch heute noch “very british”. Nirgendwo ist Sri Lanka britischer als in der am höchsten gelegenen Stadt der Insel. Hier erinnert noch vieles an die Zeit des untergegangenen Empires. Auch das Wetter ist typisch britisch. Die häufig in Wolken gehüllten umliegenden Berge und der kühle Regen lassen alles andere als tropische Gefühle aufkommen. Die Briten wussten schon, wo sie sich niederlassen sollten.

verkehrte Welt – wir in kurzen Hosen, er mit Wollmütze

Im “Hill Club” konnte man für 100 Rupien eine temporäre Mitgliedschaft erwerben (Mitgliedskarte scanne ich noch ein) und so an einer Führung durch das herrschaftliche Anwesen teilnehmen. Auch wenn es einigen Teilnehmern viel zu dekadent war, mir hat es dennoch gefallen. Ob ich da jetzt 2 – 3 Wochen Urlaub machen würde, sei mal dahingestellt. 

Im Ort selber ist das Postamt von besonderem Interessen. Viele von uns erledigten von dort ihre Korrespondenz. Nach Besichtigung der Teefabrik, wurde avisiert, dass wir in Nuwara Eliya in einem Lokal ein Mittagessen einnehmen könnten. Da der Besuch im Hill Club jedoch länger gedauert hatte als geplant, hing einigen der Magen wohl in den Kniekehlen und die Laune war entsprechend im Keller. Was soll’s, lieber schaue ich mir was Interessantes an, als im Restaurant zu essen. Abends gibt’s doch sowieso wieder was. Damit die Stimmung nicht noch weiter umschlägt, wurde in der der örtlichen Markthalle schnell ein Snack auf die Hand gekauft und schon war die Welt wieder in Ordnung…

Auf dem Obst- und Gemüsemarkt probierte einige von uns allerhand exotische Früchte. Ich lass da lieber meine Finger davon. Nach dem Genuss der Jackfruit hatte Doris auf einem Mal allergische Probleme. Finde mal in der Gegend eine Ambulanz. Gut, dass wir in unserer Reisegruppe eine Ärztin an Bord hatten. Im nächsten Örtchen konnte ihr mittels einer Cortisonspritze Linderung verschafft werden. Nach zwei Tagen war alles wieder okay. Wer rechnet schon mit sowas…

Gegen Abend erreichten wir dann Haputale und konnten unsere Zimmer für die nächsten zwei Nächte beziehen. Abendessen gab es um 19:00 Uhr. Verhungert ist bis dahin keiner…. 

Für den nächsten Tag steht dann die Bahnfahrt mit anschließender leichter Wanderung an. Werden diesmal alle durchhalten? Morgen mehr…

Veröffentlicht in Gruppenreisen Sri Lanka 2017

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