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Sri Lanka – Tag 14 – 12. November 2017

Tag 14 – Die 3-Tempel-Tour

Heute Vormittag unternehmen wir die sogenannte "3-Tempel-Tour" in der Umgebung von Kandy. Dabei handelt es sich um drei Bauwerke aus dem 14. Jh. die zwar alle unter dem selben König errichtet, aber jeweils aus unterschiedlichen Materialien gefertigt wurden: der Galadenya-Tempel aus Granit, der Lankatikala-Tempel aus Ziegelsteinen und der Embekke-Tempel aus Eisenholz. Zur Mittagszeit sind wir wieder zurück in Kandy. Der Rest des Tages steht Ihnen zur freien Verfügung. Erkunden Sie die Stadt auf eigene Faust oder unternehmen Sie optional einen Ausflug in den königlichen Garten von Peradeniya. Der weltberühmte Garten beherbergt über 4.000 tropische Pflanzenarten. 
Fahrstrecke: 50 km | Übernachtung: Kandy City HotelCorbert's★ oder Casmara Hotelin Kandy | Mahlzeiten: F

Soweit die offizielle Reisebeschreibung. Unter den vielen Tempeln aus der Zeit des Königreichs Kandy stechen die Tempel Gadaladeniya, Lankatilaka und Embekke Devale hervor. Sie stammen aus den Anfängen des Königsreichs im 14. Jahrhundert.

Der Gadaladeniya-Tempel wurde während der Herrschaft von König Bhuvanekabahu IV. 1344 auf dem Gipfel eines Felsens erbaut. Das erste Gebäude in der Anlage ist der kreuzförmige Nebenschrein. In allen Flügeln, die jeweils von einer dagoba  gekrönt werden, befindet sich eine Buddha-Statue. Die Wände sind mit höchst eindrucksvollen Gemälden geschmückt.

für mich Premiere im Sarong

Die Treppe zum steinernen Haupttempel bewachen zwei kleine Elefantenskulpturen. An den Außenwänden des Temples sind Tänzer und Trommler dargestellt, die vom Einfluss der südindischen Architektur zeugen. Im Inneren strahlt unter einem bemalten Zeremonialbogen – makara torana – eine vergoldete sitzende Buddha-Statue Gelassenheit aus.

Zwei Kilometer südwestlich steht der beeindruckenste Sakralbau, der blütenweiße Lankatilaka-Tempel. Wer, wie wir, mit dem Wagen anreist, betritt die Anlage von Westen, wer zu Fuß kommt, erklimmt im Osten die steile, aus dem Fels geschlagene Treppe. Der Westeingang führt zu einer Reihe hinduistischer Schreine. Die Hauptsehenswürdigkeit ist jedoch das buddhistische Bilderhaus, dessen Eingang im Osten liegt. Zwei gajasinghas (Elefantenlöwen) am Eingang bewachen den Zugang zur Kammer mit der sitzenden Buddha-Statue unter einem makara torana. Wände und Decke sind mit Malereien aus der Kandy-Zeit bedeckt. Auf der linken Seite des Gebäudes schildert eine Felsinschrift den Bau des 1344 vollendeten Tempels (habe ich leider übersehen).

Zwei Kilometer südöstlich des Lankatilaka-Tempels wird im Embekke Devale der hinduistische Schutzgott Kataragama verehrt. Eine Besonderheit des Schreins sind die kunstvollen Holzsäulen seines digge (Trommlerpavillon), die auch Darstellungen von Blumen, Tänzern, Soldaten und Ringern zieren. Gleich hinter dem digge steht der Hauptschrein, rechts neben dem Trommlerhaus beherbergt ein Nebenschrein eine Buddha-Statue und einen hölzernen Pfau, das Symbol Kataragamas.

Im Anschluss an die Three-Temples-Loop konnte sich die Gruppe entscheiden, ob sie an der Besichtigung des botanischen Gartens teilnehmen oder lieber ins Hotel zurückfahren möchte. Für die Erkundung Kandy blieb noch genug Zeit am Nachmittag, so entschied ich mich für die Teilnahme an der Besichtigung des

Peradeniya Botanical Gardens

Das Gelände wurde 1371 ursprünglich als Lustgarten der Könige von Kandy angelegt. Nachdem die Briten 1815 Sri Wickrama Rajasinghe, den letzten König, abgesetzt hatten, gestalteten sie die Anlage in einen botanischen Garten um. Mit 62 ha ist er der zweitgrößte Botanische Garten Asiens.

Am Eingang erhält man einen Übersichtplan. Durch den Garten führen schöne Alleen mit exotischen Bäumen. So spaziert man auf der Cook’s Pine Avenue unter gekrümmten Araukanien und auf der Double Coconut Avenue unter gedrungenen Seychellenpalmen. Durch das Zentrum verläuft die Royal Palms Avenue. Westlich davon erstreckt sich der Great Lawn um eine gigantische Birkenfeige. Nördlich des Grand Circle stehen Gedenkbäume, die von Persönlichkeiten aus verschiedenen Ländern gepflanzt wurden. (Quelle: Vis-a-Vis Sri Lanka)

In der Nähe des Eingangs sind vor allem der rechter Hand liegende Gewürzgarten und das Orchideenhaus interessant. Der Park wird von der Bevölkerung gut angenommen, ist er doch für die Jugend ein Ausweg, um mal ein wenig Zweisamkeit in den sonst eher beengten familiären Häuslichkeiten zu bekommen. Neu angelegt wurde die Hängebrücke über den Mahaweli Ganga. Diese kann aber nur vom max. 12 Leuten gleichzeitg betreten werden, so dass es zu längeren Wartezeiten kommen kann.

Der späte Nachmittag stand zur freien Verfügung. Zusammen mit Eveline, Dort, Stefanie und Roland bin ich auf Erkundungstour durch die Altstadt von Kandy. In einem Café in einer Seitenstraße haben wir kurz Rast gemacht, kurze Zeit später gesellten sich Doris und Joachim zu uns. Ein kurzer Spaziergang Richtung Kandy Lake schloss sich an. Die Altstadt von Kandy gehört mit zum UNESCO-Weltkulturerbe. An vielen Häusern hängt die Plakette der UNESCO. Leider ist von der ursprünglichen Pracht nicht mehr viel übrig geblieben. Zu sehr sind die alten Gebäude verschandelt.

Am Abend teilte sich die Gruppe. Während die eine in der Bar neben dem Hotel einkehrte, besuchte der andere Teil ein Pub in der Altstadt. Beide Gruppen waren mit ihrer Wahl zufrieden.

Für den morgigen Tag ist der Besuch einer Edelsteinschleiferei und einer Teeplantage geplant. Für beides ist Sri Lanka weltbekannt. Ersteres liegt wohl über meiner Gehaltsklasse, aber beim Besuch der Teeplantage werde ich als Kaffeetrinker wohl schwach werden… 

Veröffentlicht in Gruppenreisen Sri Lanka 2017

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