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Sri Lanka – Tag 9 – 07. November 2017

Tag 9 – Löwenfelsen und Wolkenmädchen

Heute können Sie etwas länger schlafen, der Vormittag gehört ganz Ihnen! Relaxen Sie am Hotelpool oder im wunderschönen Hotelgarten, spazieren Sie zum malerischen Stausee oder unternehmen Sie eine Elefanten-Safari im Dschungel. Am Nachmittag steht dann der "Löwenfelsen" von Sigiriya, auch Wolkenpalast genannt, auf dem Programm! Ein mittelschwerer Aufstieg führt uns über stolze 1.860 Treppenstufen hinauf zu der Palastfestung, die König Kassapa im 5. Jh. auf dem 200 m hohen "Löwenfelsen" Sigiriya errichten ließ. Zum Glück gibt es zwischendurch immer wieder Aussichtsplattformen zum Erholen. Auch finden sich auf dem Weg nach oben die Fresken der "Wolkenmädchen". Wenn die Sicht klar ist, können wir bis zur Küste blicken! Nach dem Abstieg steht unser Bus schon bereit und bringt uns zurück ins Hotel. Am Abend schwingen wir dann selbst die Kochlöffel: In der Hotelküche erhalten wir einen Einblick in die singhalesische Küche und bereiten das Abendessen zu. Guten Appetit! 
Fahrstrecke: 40 km | Übernachtung: Joe's Habarana Village★ in Habarana | Mahlzeiten: F,A

Soweit die offizielle Reisebeschreibung. Von wegen ausschlafen… Das Programm wurde kurzerhand geändert und wir fuhren gleich nach dem Frühstück los. Damit wollten wir den Ansturm um die Mittagszeit entgehen. 

Die Felsenfestung Sigiriya ist wohl der spektakulärste Ort der Insel. Etwa 200 m ragt dieser Gneismonolith aus der flachen Ebene und bietet von oben Ausblicke weit über das 18 km südlich gelegene Dambulle hinaus. Es empfiehlt sich unbedingt die Festung entweder frühmorgens oder spätnachmittags zu besteigen, denn die zahllosen Treppenstufen sind schweißtreibend, und die Sonne brennt gnadenlos. 


Auf der Westseite des Felsens befindet sich der Lustgarten. Die symmetrisch angelegte Parkanlage mit den Wasserspielen wurde bisher nur auf der Südseite restauriert. Am Fuß des Berges liegt der Felsgarten mit einigen markanten Gneisblöcken, die auf ihrer Spitze Pavillons trugen. 

Auf etwa halber Höhe gelangt man über eine eiserne Wendetreppe zu einem Felsabschnitt mit den berühmtesten Wandmalereien Sri Lankas, den Wolkenmädchen. Sie stammen aus dem 5. Jahrhundert und sind heute durch ein Gitter nach außen hin abgeschirmt. 

Für viele sind die Fresken der Hauptgrund für einen Besuch der Felsenfesten Sigiriya. Von den ursprünglich etwa 500 Fresken sind noch 21 erhalten. Leider darf man die Fresken heute nicht mehr fotografieren, die Blitzlichter griffen die natürlichen Farben zu sehr an. Dies haben wir wohl den zahlreichen chinesischen Besuchern zu verdanken, die überall mit ihrem Handy draufhalten, aber von der Technik wenig verstehen. Früher gab es noch Helfer, die den Blitz für 1 USD abgeschaltet haben. Muss eine nette Einnahmequelle gewesen sein. Deswegen muss ich mir mit Postkarten behelfen. 

Die Fresken sind gar nicht so groß, wie man vielleicht vermutet, aber sehr detailreich. Auch wenn die Farben mittlerweile sehr verblasst sind, kann man die Schönheit noch erahnen. Frühmorgens war der Andrang noch nicht so groß, wir sind ohne Wartezeiten zu den Fresken vorgedrungen. Auf dem Rückweg gegen Mittag haben wir die Warteschlangen gesehen. Also: gute Entscheidung! 

Die Wolkenmädchen beflügelten bereits die Fantasie früherer Besucher. In der vorgelagerten Spiegelgalerie, welche nach außen durch eine 3 m hohe Mauer abgeschirmt ist, konnten Forscher über 800 in die spiegelglatte Wand eingeritzte Graffiti aus der Zeit zwischen dem 6. und 14. Jh. identifizieren. 

Der Aufstieg zur eigentlichen Bergfeste liegt auf der Nordseite. Über eine Treppe gelangt man zuerst zu einem Plateau, auf dem sich die Ruinen nicht identifizierter Gebäude befinden. Gut erhalten sind nach der Restaurierung dagegen zwei kolossale “Löwenpranken”, die den Treppenaufgang flankieren. Sie sind das einzige, was von dem ursprünglich etwa 14 m großen Löwen übrig geblieben ist. 

Die älteste existierende Palastanlage Sri Lankas auf dem 1,5 ha großen, schräg ansteigenden Bergplateau (366 m ü.M.) ist eindrucksvoll genug, auch wenn alle Gebäude verschwunden und nur noch Fundamentreste zu sehen sind. 

Sie war in drei Teile unterteilt: den Unteren Palast an der Ostseite des Plateaus, den Oberen Palast an der Westseite und die Königlichen Gärten an der Südseite. Alle drei Bereiche grenzten an das 27 x 21 m große Wasserbecken, das aus dem Fels geschlagen wurde und heute noch mit Wasser gefüllt ist. Herrliche Ausblicke entschädigen für die Mühen des Aufstiegs, z.B. in Richtung Norden auf die benachbarte Erhebung, den Pidurangala, wo sich noch die Reste eines Klosters befinden. 

Auf dem Hochplateau haben wir unsere Lunchpakete gegessen und eine Weile die grandiose Aussicht genießen dürfen. Es war eine gute Entscheidung, die Wanderung auf die Morgenstunden vorzuverlegen, das Plateau füllte sich zunehmend mit weiteren Reisegruppen. Ein kleiner Nachteil der frühen Wanderung war der Lichteinfall von vorne. Okay, gutes Equipment kann dies ausgleichen…

Gegen Mittag waren wir dann wieder in der Lodge zurück. Für 14:00 Uhr war eine Safari geplant, für die ich mich auch angemeldet hatte. Kurz vor 14:00 Uhr begann es zu schütten, da verging mir die Lust. Ein Fehler, wie sich später herausstellte. Der Regen hörte bald auf, und die Safari war vom Feinsten! So ist das Leben. Ich habe den Nachmittag am Pool verbracht…

Am Abend sollten wir dann selbst die Kochlöffel schwingen. Von wegen, Essen a la carte mit langen Wartezeiten. Das Essen war klasse, aber das Bedienungspersonal ein wenig überfordert. Trotzdem ein schöner Abend. 

Am nächsten Tag stand ein weiteres UNESCO-Weltkulturerbe auf dem Programm: die Höhlentempel von Dambulla. Hoffentlich darf man dort fotografieren…

 

Veröffentlicht in Gruppenreisen Sri Lanka 2017

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