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Sri Lanka – Tag 6 – 04. November 2017

Tag 6 – Zwischenstopp am Meer

Wir beginnen den Tag mit dem Besuch des Rosarian-Klosters. Als Freund von guten Weinen haben Sie die Möglichkeit, den klostereigenen Rotwein zu kosten. Bevor wir die Stadt Jaffna verlassen, besuchen wir noch das Fort und die Bibliothek und bummeln über den Markt und durch die Schmuck-Straße. Anschließend fahren wir durch ein riesiges Umweltschutzgebiet mit bezaubernder Natur- und Seenlandschaft nach Nilaveli. Halten Sie die Augen offen, denn nicht selten passieren wir dabei Elefanten am Wegesrand! Wir erreichen unsere Unterkunft am frühen Abend. Erholen Sie sich von der Fahrt und springen Sie ins Meer - der Strand liegt direkt vor der Tür! 
Fahrstrecke: 250 km | Übernachtung: Hotel Pigeon Island Resort★ in Nilaveli | Mahlzeiten: F 

Soweit die offizielle Reisebeschreibung. Den ersten Programmpunkt (Besuch Rosarian-Kloster) hatten wir gestern ja schon vorgezogen. Also ging es nach dem Frühstück, nachdem alle Koffer und Taschen verstaut sind, los Richtung Nilaveli. Zuvor wurde der alten Festung in Jaffna noch ein Besuch abgestattet.

Fort Jaffna

Fort Jaffna liegt am Ufer der Lagune und ist eine der größten ehemaligen niederländischen Festungen in Asien. Obwohl die weitläufige Festungsanlage restauriert wurde, besteht sie noch weitgehend aus Ruinen. Sie wurde 1680 auf den Fundamenten einer früheren portugiesischen Festung errichtet. 1792 kamen die als Dreiecke angelegten Bastionen hinzu, um die klassische Vauban-Sternform zu erzielen (benannt nach ihrem Erfinder, dem Militärarchitekten Marquis des Vauban).

Über Jahrhunderte war die Festung Schauplatz harter Kämpfe. Heute kann jeder friedlich zwischen ihren Mauern umherstreifen, ihre Tore und Wassergräben bewundern sowie den Blick von den Festungswällen auf die Stadt genießen.

Über lange Zeit diente die Festung als Bollwerk der Stadt und beherbergte währenddessen Tausende Soldaten und Zivilisten. Viele ihrer aus Korallenriffgestein, Natur- und Backsteinen sowie Mörtel errichteten Mauern verbergen sich heute unter bewachsenen Hängen.

Während des Krieges nutzten die Regierungstruppen die Festung als Feldlager. Nach einer 107-tägigen grausamen Belagerung eroberte die LTTE - die damals den Rest von Jaffna unter Kontrolle hatte - 1990 die Festung und zwang die Regierungstruppen zum Abzug. (Quelle: Lonely Planet - Sri Lanka)

Die Festungsanlage wird wohl trotz aller Bemühungen um Restauration nie mehr in voller Blüte erstehen, zu groß sind die Schäden die im Laufe der Zeit entstanden sind. Dennoch lässt sich erahnen, warum die Portugiesen und später die Niederländer diesen Standort auserkoren hatten. Ein Besuch der Bibliothek fiel dem Zeitmangel zum Opfer.

 

Nallur Kandaswamy Kovil

Der große Hindu-Tempel mit seinem goldgelben von Götterfiguren übersäten Torturm zählt zu den beeindruckendsten hinduistischen Tempelanlagen in Sri Lanka. Er ist dem Gott Murugan (auch Skanda genannt) geweiht. 

Der heutige Tempel stammt aus dem Jahr 1734. Dekorative Messingarbeiten, überlebensgroße Wandgemälde und Säulenhallen umgeben das mit Stufen versehene heilige Becken.

Jeder Besucher, ob männlich oder weiblich, muss seine Schuhe ausziehen und Männer dürfen den Tempel nur mit freiem Oberkörper betreten. An dem heiligen Baum im südlichen Innenhof des Tempels kann jeder den ganzen Tag über beten - verbunden mit einem ganz bestimmten Ritual: Vor dem Tempel sind Tücher mit eingewebten goldenen Fäden erhältlich. In solch ein Tuch wickelt man ein paar Münzen und bindet es dann während des Gebetes an den Baum. Zum Abschluss wird die große Messingglocke geläutet. Im Hochsommer steht der Tempel im Mittelpunkt des riesigen, spektakulären Nallur-Festes. (Quelle: Lonely Planet Sri Lanka)
???, Andreas, ???, Peter, Chameera, ???, ???, Christiane, ??? – wer erkennt seine Schuhe wieder?

Im Inneren des Tempels konnten wir an der Zeremonie teilhaben. Für mich wirkt dies alles sehr befremdlich, um dies alles zu verstehen, müsste man sich intensiver mit der Religion des Hinduismus beschäftigen. Der Hinduismus wird mir wohl immer fremd bleiben.

 

Jaffna-Markt

Jaffna hübscher (???), farbenprächtiger Obst- und Gemüsemarkt liegt westlich der Bushaltestelle. Das Marktareal umfasst jedoch auch mehrere der schönen umliegenden Straßenzüge. Der Beschreibung vom Lonely Planet mag ich nur bedingt folgen. Sicherlich ist der Markt farbenprächtig, aber hübsch? Liegt wohl im Auge des Betrachters.  Auch die umliegenden Straßenzüge zeigen teilweise doch ein ziemlich marodes Bild. Der Jahrzehntelange Bürgerkrieg hat eben Spuren hinterlassen. 

 

 

Und wer drängelt sich wieder ins Bild….

Nach der obligatorischen “Pinkel-Pause”, dazu wurde extra ein Hotel angefahren, ging es weiter zum nächsten Etappenziel: die Ostküste.

Der Prospekt versprach ja für die Fahrt nach Nilaveli Elefanten am Straßenrand – und so war es auch! Den aufmerksamen Blicken unseres Fahrers entgeht nichts. Halten am Straßenrand, Kamera raus und draufhalten bevor die Dickhäuter wieder im Dickicht verschwinden. Immer wieder ein Erlebnis!

In Nilaveli war das Pigeon Island Resort für die nächsten 2 Nächte unser Quartier. Zwar außerhalb der Stadt gelegen, dafür aber direkt am Strand. Also wieder mal ein Badetag. Wie wird das Wetter, wie ist die Strömung? Morgen wissen wir mehr. Den Abend habe ich ganz entspannt an der Hotelbar ausklingen lassen. Die örtliche Band spielte zwar keine singalesischen Lieder, ging eher in Richtung Calypso, gefiel mir aber so besser. 

Die Tuk-Tuk-Fahrt am nächsten Tag zählt für mich zu den schönsten Erlebnissen der Reise, doch dazu morgen mehr…

 

 

Veröffentlicht in Gruppenreisen Sri Lanka 2017

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