Springe zum Inhalt →

Jordanien – Tag 11 – 24. November 2016

Tag 11 – Kamel oder Wandern?

Der Morgen gehört Ihnen: Unternehmen Sie eigene kleine Wanderungen auf eigene Faust oder nehmen Sie an einem Kameltrekking teil (optional). Am Nachmittag steigen wir in unseren Charterbus – unser Ziel ist Aqaba am Roten Meer, das wir am Abend erreichen. Wenn Sie Lust auf fangfrischen Fisch haben, ist Aqaba der beste Ort für eine Kostprobe. 
Fahrstrecke: 80 km | Übernachtung: Captain’s Hotel Aqaba★★★ | Mahlzeiten: F

Kleine Planänderung: Da das Kameltrekking schon am Tag 9 war brachen wir schon nach dem Frühstück in Richtung Aqaba auf. Die zweite Nacht im Beduinenzelt war deutlich kühler, so dass ich froh war, auf die 2. Decke zurückgreifen zu können. Das Frühstück war dafür wieder exzellent. Die Sachen waren schon am Abend gepackt. Gegen 10:00 Uhr ging es mit dem Bus weiter. Auf dem Weg zum King’s Highway (R35) liegt die Bahnstation “Wadi Rum Station”.  Als Teil der Hedschabahn – auch Mekkabahn, heilige Bahn oder Wüstenbahn genannt – gilt, wie die Bagdadbahn, als technische Pionierleistung. Die Hedschasbahn wurde in ihrem nördlichen, heute in Syrien und Jordanien gelegenen Teil von lokalen Bauunternehmen, weiter südlich ausschließlich von bis zu 7.000 Soldaten der osmanischen Streitkräfte gebaut.

Nach den Zerstörungen, die mit dem Ersten Weltkrieg einsetzten – hier machte sich Lawrence von Arabienseinen Namen –, ist die Hedschasbahn, letztlich wegen der Uneinigkeit zunächst der Kolonialmächte und danach der arabischen Nachfolgestaaten, nur noch in Teilabschnitten befahrbar.

Die Hedschasbahn blieb ein kurzer Traum. Der Regelbetrieb dauerte nur sieben Jahre. Für die Eisenbahnen im nahöstlichen Raum bedeutete der Erste Weltkrieg einen ersten radikalen Einschnitt. Zunächst wurden die französischen Privatbahnen vom Osmanischen Reich beschlagnahmt, darunter auch die meterspurige Bahn Jaffa–Jerusalem, und ihr Betrieb der Hedschasbahn übertragen. Diese wiederum unterstellte man dem Oberkommando der Armee, das den Ausbau der Bahn in Palästina in Richtung Sueskanal vorantrieb.

Die große militärische Bedeutung der Hedschasbahn wurde ihr im Ersten Weltkrieg zum Verhängnis, indem sie bevorzugtes Ziel von Angriffen wurde. Mehrfach verübten aufständische Beduinen unter Führung von Thomas Edward Lawrence, besser bekannt als Lawrence von Arabien, Sprengstoffanschläge auf die strategisch wichtige Strecke. Diese nahmen solche Ausmaße an, dass zur Bekämpfung der verdeckt operierenden Beduinengruppen eine deutsche Fliegerstaffel des Levante-Korps eingesetzt werden musste. Noch heute künden verrostete Wracks von Lokomotiven entlang der Strecke vom arabischen Aufstand gegen das Osmanische Reich. Regelmäßig werden die Überfälle der Beduinen auf die Soldaten des Osmanischen Reiches zu Touristenzwecken nachgespielt. Dazu fahren auf einem kurzen Abschnitt die alten Züge.

Die Hedschasbahn besaß 23 „ältere“ vierachsige Wagen 3. Klasse mit je 48 Sitzplätzen, die vor Eröffnung des regelmäßigen Personenverkehrs hauptsächlich zur Beförderung von Soldaten und Arbeitern beschafft wurden.

so reiste die Mannschaft – 3. Klasse

Heute dient die Strecke vor allem zum Transport der Phosphatvorkommen.

30 km südlich von Petra und Ma’an vereinigt sich die Hauptstraße 35 mit dem Desert Highway. Ab hier geht die Straße der Könige auf dem Desert Highway weiter. Aqaba ist der südlichste Ort Jordaniens.  Von Aqaba aus führt die Straße der Könige weiter über Eilat und Taba auf den Sinai und schließlich nach Heliopolis.

Zimmer 404

Quartier für die nächsten zwei Nächte war das Captain’s Hotel, das von den gleichen Betreibern wie das Captain’s Desert Camp in Wadi Rum geleitet wird. Das Hotel befindet sich in zentraler Lage. Bei Ankunft in Aqaba haben wir erstmal eine Art “Stadtrundfahrt” unternommen, um einen ersten Eindruck zu bekommen. Schließlich stand der nächste Tag zur freien Verfügung. Der Badestrand befindet sich leider weit außerhalb von Aqaba und ist nur mit dem Taxi zu erreichen. Karim bot an, uns einen Bus zu organisieren.

Nach so viel Wüstenstaub ging es erstmal im Zimmer unter die Dusche. Frisch gemacht, ging es um 14:00 Uhr zu Fuß in Richtung Hafen. Natürlich durfte der Besuch auf dem örtlichen Basar nicht ausbleiben.

Gewürze über Gewürze und dazu immer einen Tee

Für den Abend haben wir uns dann ein Restaurant aus dem Reiseführer ausgesucht. Die Wahl viel auf das “Ali Baba”. Nicht ganz billig, aber sehr lecker! Bei angenehmen Temperaturen kann man draußen sitzen und das abendliche Treiben genießen.  

Card_Ali Baba

Nach dem Abendessen noch ein kleiner Bummel über den Basar. Interessant immer wieder das geschäftige Treiben. Auch wenn ich den arabischen Kaffee nicht’s abgewinnen konnte, der Verkauf und die Zubereitung zu Hause – eine echte Herausforderung. Gekauft als grüne Bohnen, in der Pfanne selber rösten und zubereiten. Da bleibe ich doch lieber bei meinem Vollautomaten. 

Die Auswahl an Süßigkeiten überraschte mich auch, zumal auch eine Menge an Plagiaten von “Ritter Sport Mini” dort zu kaufen waren. Und was einfach dazu gehört – ein netter Plausch und das Feilschen…

Ellen kann sich nicht entscheiden

Für den nächsten Tag stand dann der Badeausflug an, der kurzerhand geändert wurde. Anstatt mit dem Bus zum Strand, sollte es mit dem Boot zum schnorcheln gehen….

Veröffentlicht in Gruppenreisen Jordanien 2016

Kommentaren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.