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Jordanien – Tag 6 – 19. November 2016

Tag 6 – Wandern im Dana-Nature-Reserve

Heute brechen wir früh auf, unser Ziel ist an diesem Morgen das Dana-Nature-Reserve. Wir schnüren die Wanderschuhe und trekken entlang wunderschöner roter und weißer Sandsteinfelsen, über bewaldete Hochebenen und durch sandige Täler (6 Std., mittelschwer). Wenn wir Glück haben, kreuzt das ein oder andere seltene Tier unseren Weg! Wir fahren weiter, halten an der imposanten Burg in Shobak, die sich herrlich aus der wilden und rauen Landschaft erhebt und erreichen gegen späten Nachmittag die antike Felsenstadt Petra. Unser Hotel, das La Maison, genießt eine einzigartige Lage im Wadi Musa und liegt nur einen 5-minütigen Spaziergang vom jordanischen Weltwunder, der verlassenen Felsenstadt Petra, entfernt: Freuen Sie sich auf morgen!
Fahrstrecke: 260 km | Übernachtung: Hotel La Maison ★★★ im Wadi Musa/Petra | Mahlzeiten: F, M, A

Bevor Petra ausführlich erkunden, haben wir heute dem Dana-Nature-Reserve einem Biospärenreservat einen Besuch abgestattet. Der Programmpunkt Shobak wird auf den 22. November verschoben, wenn wir auf den Weg nach Wadi Rum sind.

Das Biosphärenreservat Dana ist mit 320 Quadratkilometern das größte Naturreservat Jordaaniens. Es liegt etwa 20 km südlich von Tafileh an der Königsstraße. Das 1989 eingerichtete Biosphärenreservat ist das Älteste von acht jordanischen Naturreservaten. Das Biosphärenreservat Dana umfasst das Wadi Dana mit seinen Nebentälern. Der Höhenunterschied in dieser bergigen Region reicht von 300 m ü. NN bis zu 1700 m hohen Felsplateaus. Der Großteil des Reservats ist nur zu Fuß über Wanderwege zu erreichen. In Dana wird überwiegend sanfter Tourismus praktiziert, der mit der Natur in Einklang steht. So gibt es nur ein Resthouse – große Hotelburgen gibt es erst wieder in Petra.

Es erstreckt sich vom Jordangraben bis zum Flachland von Wadi Araba und erhielt seinen Namen nach dem in der Nähe gelegenen Dorf Dana, das vor 300 Jahren von Beduinen gegründet wurde. Der kleine Ort liegt am Ende des Wadi Dana mit seinen eindrucksvollen weißen und roten Sandsteinfelsen auf einer Anhöhe und bietet einen faszinierenden Blick über das Gelände.

Seit 1993 steht das Naturreservat unter dem Schutz der Königlichen Gesellschaft für Naturschutz (Royal Society for the Conservation of Nature (RSCN)). Auf den ersten Blick wirkt die Landschaft mit Felshängen, Geröll und Sanddünen wie eine unbelebte Wüste. Bei näherer Betrachtung offenbaren sich Flora und Fauna, die neugierig auf weitere Beobachtungen machen. Einige dieser Pflanzen- und Tierarten sind so selten, dass sie im übrigen Jordanien unbekannt sind. Insgesamt gibt es hier über 600 Wildpflanzenarten sowie rund 250 Säugetier-, Vogel- und Reptilienarten. Sogar Raubtiere wie Hyänen, Wölfe oder Wildkatzen sind dabei. Gesehen haben wir natürlich keine.

Vom Ausgangspunkt ging es immer weiter bergab, die Wanderung war mit 6 Stunden angesetzt. Wir haben aber keine 6 Stunden dafür gebraucht. Auch hier konnte die Gruppe kein einheitliches Tempo finden, so dass immer wieder kurze Pausen eingelegt werden mussten, damit die Nachzügler aufschließen konnten. Ziemlich zu Beginn der Wanderung sind auf Ziegenhirten mit ihren Eseln getroffen. Den kleinen Kerl hätte ich am liebsten als Spielkamerad für Emma mitgenommen, ging natürlich nicht. Einen kräftigen Schluck aus der Wasserflache hat er dennoch bekommen.

Die abwechslungsreiche Landschaft aus zerklüfteten Bergen und tiefen Tälern reicht von 1200 m über bis 200 m unter dem Meeresspiegel. Unterwegs kann man die Schönheit des Naturreservates genießen. Auch bot sich nun mal die Gelegenheit mit den Leuten ausführlicher ins Gespräch zu kommen.

In der Mittagpause wurde das mitgebrachte Lunchpaket verzehrt. Übrig gebliebene Süßigkeiten und etwas Obst wurden am Ende des Tages an die Kinder der Beduinen verteilt. Das letzte Stück des Weges wurde mit klapprigen Jeeps auf staubigen Pisten zurückgelegt. Mit dem Bus ging’s dann nach Petra zurück.

Eine ausgiebige Dusche im Hotel tat dann gut. Abendessen wurde dann in einem angrenzenden Lokal eingenommen.

Ausgaben:
Umtausch am Automaten 60 Dinar
Abendessen Getränke 2 Dinar
Gesamtausgaben: 62,00 Dinar = 84,47 €  

Morgen geht’s dann endlich zum Schatzhaus – einer der Hauptgründe, warum ich diese Reise gebucht hatte…

Veröffentlicht in Gruppenreisen Jordanien 2016

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