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Jordanien – Tag 2 – 15. November 2016

Tag 2 – Amman und Jerash

Lassen Sie uns Amman entdecken! Wir beginnen unsere „Citytour“ mit der Besichtigung der König Abdullah-Moschee – sie ist eine der größten und modernsten Moscheen des Nahen Ostens! Einen unvergesslichen Ausblick über Amman genießen wir dann vom Hügel der Zitadelle – aber auch die Bauten selbst, deren Reste vor allem auf römische, byzantinische und umayyadische Zeit zurückgeht, schauen wir uns intensiv an. Durch ihre Pracht hat die Zitadelle nicht umsonst den Beinamen „Akropolis von Amman“ bekommen. Unsere Stadtbesichtigung beschließen wir mit einem Besuch des Römischen Theaters, dann verlassen wir Amman für einen Ausflug nach Jerash. Der römische Kaiser Hadrian sah in dieser Stadt, die zur sogenannten Dekapolis (zehn antike Städte in Nahost nach griechischem Vorbild) zählte, „alle Schönheiten in sich vereinigt“ – wir schauen uns den Nachmittag hier um, bevor wir abends wieder zurück nach Amman fahren.
Fahrstrecke: 100 km | Übernachtung: Hotel Amman Ocean★★★ in Amman | Mahlzeiten: F

Soweit die offizielle Reisebeschreibung. Die erste Nacht in Amman gut verbracht, im Urlaubsmodus leider noch nicht angekommen. Pünktlich um 04:30 Uhr ist man wach und bevor man wieder einschlafen kann, erschallt auch schon weithin hörbar der Muezzin. Dank Lautsprecher ist nun wirklich jeder wach!

Um 06:30 Uhr das erste Frühstück, ein Kulturschock bahnt sich an. Ich liebe deutsche Brötchen und hier: Fladenbrot und dazu jede Menge Kichererbsenbrei – hier Humus genannt. Absolut nicht mein Fall. Butter steinhart, okay ist in anderen Hotels auch nicht anders, Marmelade abgepackt – Standard… Kaffee, mein Muntermacher am Morgen – 100% Arabica, so stellt man sich orientalischen Kaffee vor, stark und würzig! Und nun: typisch american way of life. Der Kaffee köchelte seit geraumer Zeit auf der Herdplatte, somit war der Geschmack schon längst über dem Jordan. Also dann doch Tee am Morgen.

Nach dem Frühstück ging es dann los. Der Bus wartete schon vor dem Hotel. Erster Programmpunkt: die Wechselstube. 200 Euro wurden umgetauscht in 147 Dinar. An die neuen Scheine muss man sich erst mal gewöhnen, ebenso an 1 Dinar = 100 Piaster und hier wird mit 3 Nachkommastellen gerechnet. Nachdem sich alle eingedeckt hatten, ging es weiter durch die morgendliche Rushhour zur König Abdullah-Moschee. ticket_amman-moschee Karim, unser jordanischer Reiseleiter kümmerte sich um die Formalitäten und klärte die Damen auf, dass sie sich nunmehr landestypisch einkleiden müssten. Mitgebrachte bunte Kopftücher zählen nicht, die moderne Frau von heute trägt Schwarz! Das passende war schnell gefunden, so riesig war die Auswahl ja nicht.

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Die Moschee, nicht vergleichbar mit der in Casablanca, aber dennoch ein beeindruckendes Bauwerk. Karim gab uns eine kurze Einweisung in die Rituale und dann konnte sich jeder noch selbst umschauen.

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Im Untergeschoss der Moschee befindet sich ein großer Konferenzsaal. Im angeschlossenen Souvenirshop konnte ich Briefmarken erstehen. 1. Problem gelöst, nun noch Postkarten schreiben und einen Briefkasten finden…

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Zweiter Programmpunkt heute: die archäologischen Ausgrabungsstätten in Amman. Amman ähnelt in gewisser Hinsicht Rom – viele Hügel, ein ständiges Auf und Ab. Die Temperaturen liegen im angenehmen Bereich um die 20° C. Leider ist es doch sehr diesig. Auch wie in Rom – im Laufe der Zeit ging vieles zu Bruch.

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Die Truppe ist noch so richtig zusammengewachsen. Jeder erkundet für sich den Bereich. Vielleicht liegt es auch daran, dass eine offizielle Vorstellungsrunde, so kenne ich es von früheren Gruppenreisen, fehlte. So kommt man erst nach und nach mit den Leuten ins Gespräch.ticket_roman-theater

 

 

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Danach ging es weiter zum römischen Theater. Schon ziemlich steil, wenn man ganz oben steht und nach unten schaut.

 

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Anschließend ging es nach Jarash. Heute also Kultur pur! Wieder werden Erinnerungen an meineRomreise im Juli 2016 wach. Vieles erinnert mich an Forum Romanum. Bevor man die 

ticket_jarash-museumAusgrabungsstätten betritt, wird man durch einen Souvenirbasar geleitet. Der übliche Touristennepp. Standhaft bleiben, nicht gleich am ersten Tag….

 

Karim hatte sich für 1 Dinar Fotokopien mit Rekonstruktionen der Gebäude besorgt, so konnte man die ursprüngliche Pracht durchaus erahnen. Unterwegs wurde diese auch von diversen Händlern angeboten, und dann ist es doch passiert. Ich habe mir diese Kopien auch gekauft – und: natürlich miese Qualität, die wahrscheinlich 50. Kopie der Kopie. Also zu Hause nochmal in Internet gegoogelt, da habe ich dann bessere Bilder gefunden.

 

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Das weitläufige Gelände haben wir ausführlich erkundet und kehrten dann auf dem Rückweg in ein Restaurant ein. Die Speisekarte für mich wie böhmische Dörfer. Karim versuchte uns alles zu erklären und bekam ich meine gemischte Grillplatte. War für mich okay, nur an die Preise muss man sich gewöhnen. Jordanien ist beileibe kein billiges Land. Landesüblich werden 10% Service Charge und 7% Tax auf die ausgewiesenen Preise draufgeschlagen und zusammen mit einem Getränk ist man schnell jenseits der 20 EURO-Marke. Da werde ich wohl noch mal Geld wechseln müssen.

Auf dem Rückweg erlebten wir dann die typische Rushhour, ein erlebnisreicher Tag ging zu Ende und  im Hotel verzog sich jeder dann auf sein Zimmer. Schließlich mussten die Koffer gepackt werden, der 1. Umzug stand an.

Ausgaben:
Umtausch 200 € = 147 Dinar
Briefmarken 5x 1,50 = 7,50 Dinar
Mittagessen 13 Dinar
Wasser 0,50 Dinar
Fotokopien 1 Dinar
Cola und Marsriegel 3 Dinar
Gesamtausgaben: 25 Dinar = 34,11 €  

 

Veröffentlicht in Gruppenreisen Jordanien 2016

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