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Schutzgebiet Wadi Rum

Bis zu 12.000 Jahre alte Spuren menschlicher Besiedlung – darunter Zehntausende von Petroglyphen und Inschriften – machen dieses mit etwa 740 Quadratkilometern Fläche größte Trockental der Arabischen Halbinsel zum Weltnatur- und -kulturerbe zugleich.

Das Wadi Rum entstand vor etwa 30 Millionen Jahren als Folge einer erdgeschichtlichen Verwerfung, bei der ein großer geologischer Bruch riesige Schluchten aufriss und einzelne Berge isolierte. Mithilfe der Erosion entstand im Laufe von Jahrmillionen eine spektakuläre Wüstenlandschaft mit engen Schluchten, bizarren Felsformationen und vielen Höhlen. Aufgebaut sind die Berge aus Granit- und Sandstein. Der dunklere Granit bildet den Sockel, der rötliche Sandstein die Gipfel der Erhebungen. So erklären sich auch die vielen Quellen gerade an den engeren Stellen des Wüstentals: Das Regenwasser winterlicher Niederschläge dringt durch den porösen Sandstein, stößt auf undurchdringlichen Granit und fließt zum Hang hinab, wo die Quellen über dem Talgrund entspringen. Diese Quellen wiederum erklären die frühe Besiedelung dieses Tals wohl schon in der Jungsteinzeit (ab 10.000 – 6.000 v. Chr.). Berühmt wurde das Wadi Rum vor allem durch die Schilderungen des “Lawrence of Arabia”.(1)


(1) Bildband: Das Erbe der Welt.Die Kultur- und Naturmonumente der Erde nach der Konvention der UNESCO.aktualisierte Auflage.München: Kunth Verlag, 2016. 

 

 

 

 

Veröffentlicht in Jordanien UNESCO-Weltkulturerbe

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