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Tag 5 – Bonaire – Kralendijk

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Die Niederländischen Antillen – Teil 3

Boniare, die Insel in Form eines Bumerangs liegt 48 Kilometer östlich von Curacao und ist ein wahres Paradies für Taucher und Schnorchler. An der geschützten Westküste der Insel und rings um die Insel Klein Bonaire vermitteln über 80 Tauchplätze einen Eindruck von der außerordentlichen Vielfalt der karibischen Unterwasserwelt.Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist der internationale Fremdenverkehr. Ganz besonders der Kreuzfahrttourismus ist von Bedeutung, auch deshalb, weil neben den landwirtschaftlichen und kulturellen Sehenswürdigkeiten der Karibikinsel Preise und Warenangebot in der Hauptstadt Willemstad ihresgleichen suchen.


Liegeplatz:                    Kralendijk North Pier
Liegezeit:                     08:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Alle Mann an Bord:             17:30 Uhr

An Land Flamingos, im Wasser Korallen

Bonaire ist die mittlere der drei ABC-Inseln, und viele halten sie für die ursprünglichste der ehemaligen Niederländischen Antillen. Die Landschaft ist wild und herb, aber Bonaire begeistert spätestens auf den zweiten Blick – dem unter Wasser. Das glasklare Meer umspült eines der schönsten Korallenriffe der Welt.

Für den heutigen Tag habe ich einen Ausflug über AIDA gebucht: BON04A – Mit dem Kajak durch die Mangroven. Dazu später mehr, vorher will ich kurz

Best of Kralendijk

vorstellen. Die bescheidene Hauptstadt von Bonaire, Kralendijk (Korallendeich), wartet mit hübschen gelb-goldenen Häuschen im niederländischen Kolonialstil sowie Restaurants und Hotels mit Blick auf Klein-Bonaire auf. Einen Blick auf die Geschichte ermöglicht das Museo Boneriano. In einem Plantagenhaus aus dem 19. Jahrhundert präsentiert es archäologische Funde, Antiquitäten, alte Fotos und eine Muschelsammlung. Von Kralendijk führt eine Straße in den Südteil der Insel, vorbei an weiß glitzernden Salzbergen, die auf den Abtransport warten. Hinter den Salzpfannen verbergen sich die Nistplätze der Flamingos. Östlich der Hauptstadt führt ein lohnender Umweg zum Rooi Lamoenchi Kunuku Park. Empfehlenwert ist eine Führung durch das restaurierte Anwesen inmitten von Aloe-vera-Feldern und Kakteen. Nordwestlich von Kralendijk liegt an der Straße zum Nationalpark die älteste Siedlung, das verträumte Dorf Rincon. Einige Kilometer weiter sind in einer Höhle in Boca Onima an der Atlantikküste rote Kreidezeichnungen von Caqueto-Indianern zu sehen.

 

AIDA-Ausflug – BON04A – Mit dem Kajak durch die Mangroven

aktiv das geschützte Naturreservat erkunden..(Beginn: 11:00 Uhr; Dauer: ca. 3 Std.)
Die Stationen Ihres Ausflugs:
  ca. 20 min Busfahrt zur Lac Bay
  kurze Einweisung in die Handhabung der Sit-on-Top-Kajaks (2er)
  ca. 2 h Kajaktour durch das Mangrovenschutzgebiet in der Bucht mit Erklärungen zu Flora und Fauna
  Busfahrt zurück zum Schiff

 

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Welcome to Bonaire – alles etwas schlichter als auf den Schwesterninseln
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Höchstes Bauwerk – die Kirche, gefolgt vom Minarett

Kurzes Fazit zu Bonaire: Die letzte der drei Inseln der ehemaligen Niederländischen Antillen hat mich am meisten überzeugt. Nicht von Kralendijk – der Inselhauptstadt, sondern eher das Gesamtbild. Kralendijk hat wirklich nicht viel zu bieten. Ich wage mal zu behaupten, wenn nicht gerade ein Kreuzfahrtschiff dort anlegt, sagen sich die Füchse dort Gute Nacht. Füchse gibt es nicht nur Unmengen von Ziegen, eine wahrliche Plage.

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Das Fußballstadion für immerhin 3 Mannschaften auf Bonaire

Geprägt ist das Inseläußere von wüsten Kakteenlandschaften. Von daher unterscheidet sich die Insel Bonaire nicht viel von ihren Schwersterninseln. Was angenehm ins Auge sticht, ist das Famililiäre. Jeder kennt sich und respektiert sich. Die Korallenriffe sind rechtzeitig unter Naturschutz gestellt worden. So kann Bonaire heute mit einer reichhaltigen Unterwasserlandschaft aufwarten. Schnorcheln und Tauchen stehen hoch im Kurs.

 

Sehenswürdigkeiten hat Kralendijk nicht zu bieten. Das Fort aus holländischer Kolonialzeit ist überschaubar und beherbergt heute die Hafenmeisterei. Das Leben geht ruhig von statten. Ich wollte mir gleich frühmorgens ein paar Briefmarken kaufen, die Post liegt nur wenige Schritte vom Anliegepunkt entfernt. Nur eine Dame mit einem Paket vor mir, musste ich dennoch über 10 Minuten warten, bis ich bedient wurde. Auch der Verkauf von 5 Briefmarken war ein richtiger Verwaltungsakt. In Deutschland würden die Leute ausflippen!

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Das Fort Oranje

Die Einkaufsstraße ist geprägt von den üblichen Ramsch- und Touristenläden. Am Hafenterminal waren etliche Stände von Einheimischen und Auswanderern aufgebaut, die auf die Kreuzfahrttouristen warteten. Der eine oder anderen wurde bestimmt fündig. Ein Tipp, kauft Ansichtskarten nicht beim ersten Händler, zwei Geschäfte weiter gibt es eine bessere Auswahl zu günstigeren Preisen. Ist mir so gegangen. Währung ist der US-Dollar, aber auch die einschlägigen Kreditkarten werden akzeptiert.

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Geschäfte auf der Kaya Grandi
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niederländische Militärpräsenz

Mit uns legt die Oosterrdam von der HAL an. Auch ein Riesenpott. Ein gefundenes Fressen für die lokalen Anbieter, die reichlich am Hafenterminal vertreten waren.

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Die Oosterdam

Auffallend war die starke militärische Präsenz durch die holländischen Streitkräfte, die in voller Kampfausrüstung durch die Straßen patroulierten. Ich habe nicht herausgefunden, was Anlass für diesen Aufmarsch war.

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Bitte Lächeln…
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Meine Militärzeit sah anders aus…

Muss jetzt kurz den Bericht unterbrechen. Auf Deck 5 waren schon um 20:00 Uhr alle Stühle weggeräumt, also bin ich auf’s Pooldeck ausgewichen. Und nun gehen um 20:30 Uhr hier irgendwelche Proben für die anschließende Bespaßung los. Und das in einer Lautstärke! Eine Bitte an AIDA, das Publikum ist ja schon älter und bestimmt ist das Gehör der meisten auch nicht mehr das Beste, aber die Lautstärke tangiert schon die Schmerzgrenze! Ich werde mich also wieder auf die Kabine zurückziehen…

 

 

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Die Hotels sind etwas kleiner als auf Aruba und Curacao
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Wo Licht ist, ist auch Schatten – Die Schmuddelecken von Bonaire

Über AIDA hatte ich den Ausflug “Mit dem Kajak in die Mangroven” gebucht. Eine gute Entscheidung. Der Ausflug hat richtig Spaß gemacht. Die 2er Sit-on-Top-Kajaks sind absolut anfängertauglich. Abgeholt wurden wir pünktlich um 10:45 Uhr vom örtlichen Guide. Wir mussten noch ein paar Minuten auf drei Jugendliche im fortgeschrittenen Alter warten, die es mit der Pünktlichkeit nicht so genau nahmen. Der gestrige Abend und die anschließende Nacht war wohl etwas zu kurz. Dann ging’s endlich los. 14 Teilnehmer umfasste die Gruppe. Kralendijk wurde schnell hinter uns gelassen, über staubige Schotterpisten ging es Richtung Mangroven. Unterwegs erklärte uns Luke, nennt sich Lucky Luke, ein ausgewanderter Holländer, die Besonderheiten der Insel. Vorbei an einer kleinen Brutkolonie von Flamingos ging es zum Mangroven Center. Eine kurze Einweisung und dann ging es los. Durch ein Labyrinth von schmalen Gassen bahnten wir uns den Weg durch die Mangroven, immer wieder unterbrochen von Erläuterungen von Lucky Luke. Die Handhabung der Kajaks klappte nach einer kurzen Eingewöhnungsphase ganz gut. Das Wasser, 26 °C warm und glasklar, so stellt man sich die Karibik vor. Hier wird Bonaire seinem Ruf als Taucher- und Schnorchelparadies gerecht.

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Flamingos aus dem Bus heraus fotografiert, ein offizieller Fotostop war nicht Bestandteil des Ausflugspakets
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Ausgangsbasis für den Ausflug
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Die Web-Adresse zum buchen…
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Nach einer kurzen Einweisung ging es los
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Was ist eine Mangrove – Lucky Luke erklärt es anschaulich

Auf der Rücktour bekamen wir ganz kurz eine Meeresschildkröte beim Luftholen zu Gesicht. Ein Foto konnte ich nicht machen. Die Kameras waren wasserdicht in Beuteln verpackt. Jedes Mal rausholen und wieder einpacken, ist schon lästig, anderseits, wenn das Kajak kentert, ist man froh die Kamera trocken wiederzubekommen.

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Ein Silberreiher – leider verwackelt …
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Die Mangroven
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ziehen sich durch die ganze Bucht
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und sind Rückzugsort für alle möglichen Arten von Fischen und Vögeln

Nach zwei Stunden war der Ausflug vorbei, ein schneller Obstdrink, dann ging es wieder Richtung Schiff, die nächste Gruppe wartete schon. Die Kreuzfahrtsaison ist kurz und die Zeit gilt es zu nutzen. Der Geschäftssinn liegt wohl mehr bei den Zugewanderten als bei den Einheimischen. Ich kann Lucky Luke und das Unternehmen Mangrovecenter empfehlen, die Buchung habe ich nicht bereut!

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Wer keinen Ausflug hatte, blieb an Bord – Blick auf Klein Bonaire
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Mit dem nötigen Kleingeld kann man auch dort vor Anker gehen
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Salzgewinnung auf Bonaire
Themenabende
im Markt Restaurant - "USA"
im Weite Welt Restaurant - "???"
im Bella Vista Restaurant - "Californien"

War wie immer im Markt Restaurant zusammen mit dem Ehepaar aus dem Raum Höxster. Wir haben uns über die Erlebnisse des Tages ausgetauscht, insgesamt ein netter Abend. Anschließend mal zur Abwechslung im Theatrium bei der Show “can you feel it” vorbeigeschaut. Ganz ehrlich, ich konnte es nicht fühlen. Es war einfach nur laut! Aber die Geschmäcker sind halt verschieden.

Noch schnell im Ausflugscounter den Ausflug  am 15.01.2016 auf St. Vincent gebucht. Nun geht es um 08:00 Uhr auf zur “Wanderung zum Vulkan La Soufriére”.

 

Morgen ist Seetag: Das heißt erst einmal ausspannen oder den Kampf um die besten Liegen in Angriff nehmen. Werde mir ein ruhiges schattiges Plätzchen auf Deck 5 suchen. Wir sind halt die Kellerkinder…

Ich berichte weiter, versprochen!

Veröffentlicht in Karibik 1 Seereisen

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