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Tag 9 – Reykjavik

Pinguine auf Island ???

So ist das nun mal, da will man eine originelle Grußkarte und dann das…

Eins kann ich jetzt schon verraten, Pinguine habe ich nicht gesehen, aber auch nicht wirklich erwartet. Wenn schon keine Pinguine, dann vielleicht Papageientaucher? Später mehr… 


Liegeplatz:                    Skarfabakki 312 Cruise Center
Liegezeit:                     bis 18:00 Uhr
Alle Mann an Bord:             17:30 Uhr

FAB100 – Der Goldene Ring

so lautet der Ausflug der isländischen Firma FABtravel Inc. Diesen Ausflug habe ich af Grund der vielen positiven Erfahrungen der Netznutzer gebucht und mich gegen einen Ausflug von AIDA entschieden. AIDA bietet im Prinzip den gleichen Ausflug an. Ich erhoffe mir, dass die Gruppe nicht so groß ist und es somit nicht in einen Massentourismus ausartet. Die Ziele die wir ansteuern werden: der Gullfoss, der Geysir und Thinkvellier – im Prinzip die Orte die man gesehen haben muss!

Ich werde später darüber berichten.  Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf den weiteren Bericht.

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Fazit: Wie war der Ausflug?

FABtravel Inc. – ein isländisches Tourismusunternehmen unter AIDA-Kreuzfahrern wohlbekannt. Auch ich bin bei Recherchen im Internet auf dieses Unternehmen aufmerksam geworden. Die positiven Meinungen bestärkten mich den Ausflug auf Island bei ihnen zu buchen.  Und eines vorneweg: Ich war sehr zufrieden und kann das Unternehmen uneingeschränkt weiterempfehlen!

Die Buchung über das Internet, kein Problem, die Bezahlung gleich online erledigt und mit der Buchungsbestätigung trat ich die Reise an. Die Tour startet am 25. Oktober 2015 dreißig Minuten nach Anlegen des Schiffes. Angelegt haben wir nun schon einen Tag früher, habe mich dennoch drauf verlassen, dass die Tour um 08:30 Uhr am Folgetag startet.

Um Punkt 08:00 Uhr habe ich das Schiff verlassen und am Hafen warteten neben den AIDA-Bussen zwei Fahrzeuge mit dem Aufkleber „Fly as a bird“. Dort war ich also richtig. Kurzer Namenscheck und rein in den Bus. Habe dann doch den Bus gegen den Kleintransporter getauscht, weil dieser früher losfahren sollte. Je früher man an den Aussichtspunkten ist, um so größer ist die Wahrscheinlichkeit den Menschenmassen zu entgehen!

Unser Fahrer, A… sowieso irgendein isländischer Name mit …son am Ende stellte sich vor und sagte gleich, wir sollen ihn einfach Alfred nennen, den isländischen Namen kann sich sowieso keiner merken. Kurzer Abriss: In Island spricht man sich grundsätzlich mit den Vornamen an, die Nachnamen sind innerhalb der Familie auch noch unterschiedlich. Die Männer tragen als Nachnahmen den Namen des Vaters ergänzt um ein „s“ und „son“ – also bei mir wäre es dann: Andreas Dietrichsson und die Frauen tragen ebenfalls den Namen ihres Vaters ergänzt um das obligatorische „s“ und ein „ðottir“ – meine kleine Nichte Anne wäre somit die Anne Torstensðottir. Schon ein verrücktes Volk die Isländer!

Die Überraschung am Morgen war aber: der Wintereinbruch. Auf den Wetterdienst ist halt kein Verlass. Es bestand aber Hoffnung. Ich kenne es von meinem früheren Islandaufenthalt: das Wetter kann sich von einer Minute zur anderen ändern. Nicht schlecht werden allerdings die Mietwagen-Bucher gestaunt haben. Dem einem oder anderen wird wohl nicht ganz wohl gewesen sein. Die Straßenverhältnisse sind dann nicht mit Deutschland zu vergleichen.

Erster Halt war eine Raststätte auf dem Weg zum Gullfoss. Dort erklärte Alfred uns anhand der Karte die Tour und zeigte uns anschaulich die Auswirkungen der vulkanischen Aktivitäten auf Island. Man konnte dort einen Spalt unter Glas sehen, wo unten die Lava glühte. Auf das echt war? Alfred behauptete es jedenfalls. Interessant war in den Fall das Video das von einer Überwachungskamera bei dem Erdbeben aufgenommen wurde.

Anschließend ging es zur Einstimmung an einen kleinen Wasserfall – nicht weiter erwähnenswert, wir wollten doch den Gullfoss sehen! Auf dem Weg zum Gullfoss kamen wir an dem Geysir vorbei, dort waren mittlerweile die Busse schon sehr zahlreich vertreten, also fuhren wir weiter zum Gullfoss. 30 Minuten waren dort eingeplant – eigentlich zu wenig, aber 30 Minuten können auch sehr lang sein. Das Thermometer zeigte 4 Grad an, gefühlt durch den eisigen Wind kam es mir aber wie minus 40 Grad vor. Das hat mich überrascht! Die Bilder veranschaulichen es hoffentlich. Aufnahmen mussten natürlich sein, wenn auch nicht aus allen Blickwinkeln. Man kann dort bis an die Bruchkante ran. Im Sommer ein unbeschreibliches Erlebnis! Jetzt war aber der Zugang versperrt und das war auch gut so! Ein Ausrutscher und das wär’s…

Dort waren wir noch ziemlich allein, die anderen Busse trudelten aber so nach und nach ein, also machten wir uns an die Weiterfahrt. Nun ging es zurück zum Geysir-Gebiet. Es waren aber nicht weniger, sondern mehr Busse dort. Ist aber auch egal. Meiner Meinung nach wird das Ganze sowieso überschätzt. Klar, ist es schon was Besonderes, aber man wartet und wartet und wenn es dann passiert, hat man den Auslöser nicht schnell genug gedrückt! Das heißt wieder ca. 3-5 Minuten warten! Habe mich lieber etwas abseits gestellt und die Massen fotografiert. Die Fontäne habe ich auch im Kasten. Direkt am Krater war es sowieso überfüllt, denn mittlerweile waren die Chinesen oder waren es Japaner eingetroffen. Damit war es mit der Ruhe vorbei. 1 ½ Stunden hatten wir dort Zeit. So konnte ich wenigstens die Toilette aufsuchen – to much coffee in the morning.

Unterwegs machten wir offener Strecke halt um eine Herde Island-Ponys unsere Aufwartung zu machen. Nette Tierchen, so zutraulich und doch unberechenbar. Reiten musste ich nicht mehr, dass hatte ich 2002 schon mit Erfolg absolviert. Ich war der Einzige aus der Gruppe der abgeworfen wurde. Wer will schon Ponys reiten, wenn es Pferde gibt! Ja, ja ich weiß, Island Ponys sind auch eine Pferderasse.

Weiter ging es zur Geburtsstätte der isländischen Nation – nach Thinvellir oder wie die Isländer schreiben Pingvellir. 45 Minuten blieben zur Besichtigung, dort hätte man mehr Zeit verbringen können, es so viel zu sehen! Aber wir mussten weiter und ich musste anhalten, da ich keine 200 Kronen für die öffentliche Toilette hatte. Hätte auch mit Kreditkarte bezahlen können, dafür hätte ich mich aber erst an einem gesonderten Terminal registrieren müssen. Ihr könnt mich mal, dann eben ein anderes stilles Örtchen…

Reykjavik ist ja nicht mehr weit. Im Übrigen hielt sich Alfred glaube ich an keine Geschwindigkeitsbegrenzung. In Reykjavik gab es noch einen kurzen Stopp an der Hellgrimmskirk – die hatte ich ja gestern schon besichtigt – und weiter ging es auf Stadtrundfahrt durch das alte Reykjavik und endete pünktlich um 16:15 Uhr im Hafen Skarfabakki, wo wir schon von AIDA mit einem Punsch (irgendein Früchtetee mit einem kräftigen Schuss Wodka) begrüßt wurden.

Fazit des Ausflugs: Ich würde es wieder machen. Und Island bei Wintereinbruch zu erleben, hat seinen Reiz. Immer dran denken: morgens schneit es, mittags scheint die Sonne und abends schneit’s weiter. Das ist Island im Oktober!

Island_Mount Herdubreid DSC_3041

 

 

 

 

 

Themenabende
im Markt Restaurant - "Alpen"
im Calypso Restaurant - "Abruzzien/Apulien"
im East Restaurant - "Indien"

Für mich gab es heute: Wie eigentlich jeden Abend – Italien! Heute war ich allerdings etwas später dran, musste noch die Zollerklärung für Kanada ausfüllen und abgeben. 5 Minuten nach Eröffnung war mein Tisch weg und musste einen anderen nehmen. Die Kellner dort: ich hab mich nur geärgert! Musste ewig warten bis die Teller abgeräumt werden, Aufmerksamkeit seitens des Servicepersonals heute Fehlanzeige!

Was lernen wir daraus? Morgen wieder pünktlich zum Essen erscheinen – ist doch eine deutsche Tugend!

Wettervorschau:    leicht bewölkt, 4 ºC
Sonnenaufgang:     08:47 Uhr
Sonnenuntergang:   17:36 Uhr
Nächste Etappe:    782 Seemeilen ( 1.448 Kilometer) bis Qaqortoq

Ein Bild muss ich euch noch zeigen…

Auch wenn ich diesmal kein Nordlicht sehen konnte, verbindet man Island doch immer mit der Aurora borealis. 2005 in Norwegen konnte ich das Naturschauspiel beobachten, es ist faszinierend!  Deshalb mal ein Bild (leider nicht von mir gemacht)… Die Berge sehen wirklich so aus, es fehlt nur noch das Nordlicht.

I will come back to Iceland…

 

 

Was kommt morgen? –> Auf nach Grönland!

Wieder ein Seetag, viel Zeit und die Uhren werden um eine weitere Stunde zurückgestellt. Es sind dann schon 3 Stunden zu Deutschland, aber die haben jetzt ja die Winterzeit, also doch nur 2 Stunden!

Veröffentlicht in Seereisen Transamerika 7

3 Kommentare

  1. Hallo Andreas, habe eine Lesestunde hinter uns. Die Eltern sind von der letzten Woche jetzt im Bilde. Wir freuen uns über Deine Reiseberichte und die Bilder und Postkarten. Liebe Grüße vom Land und Deiner Familie

    • Andreas Andreas

      Hallo Diana, Danke für die Info. Mein Ausflug ist beendet. Muss noch die Bilder bearbeiten und den Text schreiben. Es war toll, aber es ist kein Verlass auf den Wetterbericht. Typisch Island, hier ändert sich Wetter stündlich!
      Überraschung heute morgen: Es ist Winter! 5-10 cm Neuschnee und ein eisiger Wind. Später mehr. Grüße an alle die mitlesen!

  2. Hallo Andreas, endlich ein schöner Ausflug, nach so vielen Seemeilen. Die Bilder lassen uns die Kälte und die Schönheit der Insel nachfühlen. Hast Du eine warme Mütze mit 😉 ?
    Bin gespannt ob auf Deinen nächsten Stationen der Winter bleibtGrönland) oder Du goldenen Herbst(Canada) erleben kannst. Gute Reise auf der nächsten langen Seemeilenetappe. Wir fegen in der Zwischenzeit die Herbstblätter im Garten zusammen(Säckeweise vieeeeeeeeeeeeeeeele) AHOI Diana

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