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Tag 8 – Reykjavik – Land in Sicht

 

5. Seetag – Auf dem Weg nach Reykjavik – Ankunft in Island

Das Wetter wird langsam besser, die See beruhigt sich. Wie versprochen, erreichen wir heut Island und werden somit einen halben Tag mehr in Reykjavik verbringen können. Die Gelegenheit will ich nutzen und hoffe mal, dass die Geschäfte auch am Samstag Nachmittag noch geöffnet haben.

Wettervorschau:                    leicht bewölkt, 4°C
Sonnenaufgang:                     08:44 Uhr
Sonnenuntergang:                   17:38 Uhr
Nächste Etappe:                    782 Seemeilen (1.448 Kilometer) bis                                          Qaqortoq

Ein Wiedersehen mit Reykjavik

Die Küste von Island rückt immer näher. Der Wetterbericht sagt: leicht bewölkt – das kann ich momentan noch nicht bestätigen. Es ist immer noch wolkenverhangen und grau. Habe aber Hoffnung, denn am Horizont zeichnet sich ein Lichtblick ab. Ihr könnt es ja auf dem Eingangsfoto erahnen.

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Die See hat sich auch wieder beruhigt. Das Schiff hat teilweise schon ganz gut mit den Wellen zu kämpfen gehabt. Es waren nicht nur die auf- und abwärts Bewegungen, es kam auch noch ein seitliches Rollen hinzu. Die Gläser auf den Tischen machten sich manchmal selbständig. Vorsichtshalber wurde der Wein auch nicht mehr in Weingläsern ausgeschenkt, die Gefahr von Bruch war wohl zu groß.

Liegeplatz:                Skarfabakki 312 Cruise Center
Liegezeit:                 ab 12:00 Uhr
Alle Mann an Bord:         Sonntag, 25. Oktober 2015, 17:30 Uhr

Den gestrigen Abend habe ich Bella Donna unter dem Motto Piemont zugebracht. Zur Abwechslung mal wieder ein richtig unterhaltsamer Abend. Ein älteres Ehepaar aus Stuttgart, auch Umbucher von der Prima und auf der Weiterfahrt bis in die Karibik, da kann man schon neidische werden.

Das Gesprächsthema war natürlich der Seegang, aber wir haben beide schon heftigeren erlebt. Vor Kanada wird es bestimmt auch nicht ruhiger, es ist nun Mal einfach die Zeit der Herbststürme!

Sitze jetzt wieder in der AIDA-Bar auf Deck 10 vorn am Bug und habe die beste Aussicht auf Island. Die Konturen zeichnen sich immer mehr ab. Die Berge sind recht gut zu erkennen, kann allerdings noch nicht ausmachen ob überall Schnee liegt. Es sieht aber so aus, als ob ein leichter Anflug von Weiß die Spitzen säumt. Lassen wir uns mal überraschen.

Für’s erste soll’s mal gewesen sein. Werde jetzt noch ein wenig lesen, die Einfahrt in den Hafen genießen – übrigens der Erste bei Tag – und mich dann auf den Landgang vorbereiten. Melde mich später wieder….

Da bin ich wieder auf einer meiner Lieblingsinseln – Island. Das Einlaufen in den Hafen von Reykjavik war fantastisch. Ich bin glücklich, dass ich eine Balkonkabine gebucht hatte. Steuerbordseite (also rechts) konnte ich fast die gesamte Einfahrt vom Balkon genießen. War zwischenzeitlich mal oben an Deck 12 – da bläst einem der Wind aber tüchtig um die Nase. Hatte richtig Schwierigkeiten mich auf den Beinen zu halten. Aber alles wird irgendwie immer noch getoppt. Bei Außentemperaturen von von 4 Grad Celsius und einer Windstärke von über 40 Knoten, also mehr als 80 km/h gibt es immer noch ein paar Mitmenschen die meinem, zu einer Kreuzfahrt gehört der Whirlpool dazu. Whirlpool in der Saunalandschaft lass ich mir ja noch gefallen, aber auf dem Außendeck?

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Um 12: 00 Uhr noch schnell einen kleinen Snack eingeworfen, habe ich mich dann auf Landgang begeben. Leider haben wir nicht im Innenhafen festgemacht, sondern in Skollfakktur. Die Shuttlebusse standen aber schon bereit. Für 10, 00 Euro konnte man sich vom Industriehafen zum Innenhafen fahren lassen. Bei der Witterung eine weise Entscheidung. Bei besseren Wetter ist es bestimmt ein schöner Spaziergang entlang der Bucht in die Innenstadt. So war ich aber froh, die 10,00 Euro investiert zu haben. Endstelle war das neu erbaute Kinocenter.

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Hatte gehofft, dort freies WLAN zu bekommen, hat aber nicht geklappt. Der Fußweg durch die Einkaufsstraßen führte mich dann zu der Sehenswürdigkeit von Raykjavik – der Halgrimmskirche. Bei meinem letzten Aufenthalt in Reykjavik hatte ich es nicht geschafft die Kirche zu besuchen. Unterwegs fielen mir die vielen Stände auf, die Suppen verteilt hatten. Ungefähr alle 50 Meter oder an jeder Straßenkreuzung gab es diese Stände, mit riesigen Schlangen davor. Das können doch nicht alles Bedürftige sein? Den wahren Grund für diesen Anlass muss ich noch ergründen.  Es fiel auf, dass viele Touristen von AIDA mit in der Schlange standen. Es gibt ja auch nicht nichts zu Essen auf dem Schiff.

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Am Ende der Straße – das Wahrzeichen von Reykjavik – die Halgrimmskirche Leider war es nicht möglich ein Foto ohne Touristen zu bekommen. Es ist halt Samstag Nachmittag! Das Kircheninnere ist sehr schlicht gehalten, ganz in Weiß und vollkommen im Gegensatz zu deutschen Kirchen mit ihrem Gold und Prunk. Zu einem Besuch gehört natürlich auch die Besteigung des Kirchturms – der Ausblick auf Reykjavik soll ja grandios sein. Die Besteigung ist dann auch eher modern – Fahrstuhl! Also Ticket kaufen und anstellen. Schön dass man auch dort in Euro bezahlen kann, also 10 Euro und 530 Isländische Kronen als Wechselgeld zurück sind eigentlich wieviel? Egal, ich bin nach oben gefahren, mein Ticket in der Hand und oben: keiner wollte es sehen! Wofür habe ich bezahlt? Gut, der Ausblick war es mir wert. Ein paar Fotos, immer auf auf Suche nach Ecken, die einem vom letzten Aufenthalt her bekannt vorkommen müssten, später bin ich dann wieder nach unten gefahren und habe mich auf Shoppingtour begeben.

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In Oslo habe ich es schon nicht geschafft, Postkarten an die Familie zu verschicken, also sollte es wenigstens aus Island eine sein. Die passenden Karten zu finden, war nicht leicht, Island bietet einfach zu viele Motive! Egal, die Karten sind geschrieben und gehen morgen auf Reise. Ich habe mir eine Espresso-Tasse gekauft, so habe ich auf Arbeit wenigstens immer eine Erinnerung an Island. Starbucks ist auf Island nicht vertreten, so brauchte ich mich auch nicht auf die Suche machen. Schnell noch ein paar Schnappschüsse machen, ging der Weg wieder zur Bushaltestelle. Dabei stieß ich auf die Markthallen am Hafen, in denen so eine Art Flohmarkt stattfindet. Habe auch einen Stand entdeckt, der alte Postkarten anbot, die Preise waren zwischen 500 – 1000 Isländische Kronen. Habe aber keine gekauft, waren aber ein paar schöne dabei!DSC_2839


Themenabende
im Markt Restaurant - "Russland"
im Calypso Restaurant - "Umbrien"
im East Restaurant - "Malaysia"

Und wofür entscheidet man sich heute? – Wahrscheinlich wie jeden Abend – das Bella Donna Restaurant.

Am Abend war ich wieder im Bella Donna auf Italien-Tour. Vorspeise und Zwischengang prima, als Hauptgang hatte ich Kaninchenbraten mit grünen Bohnen und  Salzkartoffeln gewählt – eine Enttäuschung! Der Nachtisch – Eis mit Früchten und Sahne, da kann man nicht viel falsch machen. Als Tischnachbarn hatte ich ein älteres Ehepaar, das von ihren früheren Reisen erzählte – sehr unterhaltsam und der Abend verging wie im Fluge.

Morgen steht der Landausflug mit FAB an, werden meine Erwartungen erfüllt? Ihr erfahrt es, schaut einfach mal wieder rein…

 

 

Veröffentlicht in Seereisen Transamerika 7

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