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Hieronymitenkloster und Turm von Belém

Die Fassaden des Hieronymitenklosters von Belém (Mosteiro dos Jerónimos de Belém), einem Stadtteil von Lissabon, sind Beispiele der Manuelinik. Der weiße Turm von Belém war Schauplatz vieler historischer Ereignisse.

Manuel I. (1469-1521), König von Portugal und genannt “der Glückliche”, unterstützte die überseeischen Entdeckungsfahrten vor allem von Vasco da Gama und Pedro Cabral. Unter seiner Regentschaft (1495-1521) blühten Kunst und Wissenschaft, nach ihm wurde der dekorative Stil der spätgotischen Architektur in Portugal benannt. Die Manuelinik verbindet die von Flamboyantstil, Mudejar-Stil und Platereskenstil geprägten Formen mit maritimer und exotischer Ornamentik. Ab dem Jahr 1502 ließ Manuel I. zu Ehren von Vasco da Gama an der Stelle, an der schon der Enfant Heinrich der Seefahrer eine Kapelle errichtet hatte, das gewaltige Hieronymitenkloster erbauen. Darin befindet sich auch das Grab Vasco da Hamas, dessen Entdeckung des tatsächlichen Seewegs nach Indien die Finanzierung der Ausgestaltung des Klosters gesichert hatte.(1)

 

 

 

Der eigenwillige Torre de Belém wurde zwischen 1515 und 1521 als Wehrturm an der Mündung des Tejo an der Stelle erbaut, von der aus die portugiesischen Seefahrer damals ihre Entdeckungsfahrten begannen. Der mehrstöckige, massive Bau diente im 19. Jahrhundert auch als Staatsgefängnis. Die oberste, freistehende Etage ist heute eine Aussichtsplattform.(1)

 


(1) Bildband: Das Erbe der Welt.Die Kultur- und Naturmonumente der Erde nach der Konvention der UNESCO.aktualisierte Auflage.München: Kunth Verlag, 2016. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Veröffentlicht in Europa Portugal UNESCO-Weltkulturerbe

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