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Ägypten

Zum Welterbe in Ägypten gehören (Stand 2016) sieben UNESCO-Welterbestätten, darunter sechs Stätten des Weltkulturerbes und eine Stätte des Weltnaturerbes. Ägypten hat die Welterbekonvention 1974 ratifiziert, die erste Welterbestätte wurde 1979 in die Welterbeliste aufgenommen. Die bislang letzte Welterbestätte in Ägypten wurde 2005 eingetragen, eine Stätte steht auf der Roten Liste des gefährdeten Welterbes.

Die Zahl am Anfang jeder Zeile bezeichnet das Aufnahmejahr der Stätte in die Welterbeliste.

  • Stätten des Weltkulturerbes sind mit einem „K“, Stätten des Weltnaturerbes mit einem „N“ markiert.
  • Denkmäler, die sowohl dem Weltkultur- als auch dem Weltnaturerbe angehören, tragen ein „K/N“.
  • Welterbestätten, die die UNESCO als besonders gefährdet einstuft, sind zusätzlich mit einem „(R)“ gekennzeichnet (Rote Liste des gefährdeten Welterbes).

Im Rahmen der Gruppenreise von world insight habe ich Ägypten 2019 besucht.

Aktuelle Welterbestätten

Diese Liste zeigt die beiden UNESCO-Welterbe-Stätten in Mazedonien in chronologischer Reihenfolge (K – Kulturerbe; N – Naturerbe).

JahrArtOffizielle Bezeichnung und KurzbeschreibungBild
1979K Memphis und seine Totenstadt – die Pyramidenfelder von Gizeh bis Dahschur

Von Memphis, der Hauptstadt des Alten Reiches von Ägypten, zeugen außergewöhnliche Grabmonumente, darunter Felsengräber, Mastabas, Tempel und Pyramiden. In der Antike galten die Pyramiden von Gizeh als eines der sieben Weltwunder.
1979KAntikes Theben und seine Totenstadt

Theben, die Stadt des Gottes Amun, war die Hauptstadt Ägyptens zur Zeit des Mittleren und des Neuen Reiches. Mit den Tempeln und Palästen in Karnak und Luxor und den Nekropolen im Tal der Könige und im Tal der Königinnen ist Theben ein markantes Zeugnis für die altägyptische Zivilisation auf ihrem Höhepunkt.
1979KNubische Denkmäler von Abu Simbel bis Philae

Dieser archäologische Bereich enthält Denkmäler aus Nubien wie den Tempel von Ramses II. in Abu Simbel und das Heiligtum der Isis in Philae.
1979K Historisches Kairo

Inmitten des modernen Stadtgebiets von Kairo liegt eine der ältesten islamischen Städte der Welt mit zahlreichen berühmten Moscheen, Koranschulen, Bädern und Brunnen. Im 10. Jahrhundert gegründet, entwickelte sie sich zum neuen Zentrum der islamischen Welt und erreichte ihre Blütezeit im 14. Jahrhundert.
1979K
(R)
Abu Mena

Frühchristliche Ruinen von Abu Mena (Kloster des Hl. Menas): Kirche, Baptisterium, Basiliken, öffentliche Gebäude, Straßen, Klöster, Häuser und Werkstätten in dieser frühen christlichen heiligen Stadt entstanden über dem Grab des Märtyrers Menas von Alexandria, der 296 n. Chr. starb.
2002KGebiet des Katharinenklosters

Das heute griechisch-orthodoxe Katharinenkloster im Sinai in Ägypten wurde zwischen 548 und 565 gegründet und ist das älteste immer noch bewohnte Kloster des Christentums.
2005NWadi al-Hitan (Tal der Wale)

Das Wadi al-Hitan ist ein Trockental im Westen von Ägypten. Hier finden sich 250 Skelette von Walen und anderen Tieren.

 

Als Welterbe nominierte Stätten

In der Tentativliste sind die Stätten eingetragen, die für eine Nominierung zur Aufnahme in die Welterbeliste vorgesehen sind. Derzeit (2016) sind 33 Stätten in der Tentativliste von Ägypten eingetragen, die letzte Eintragung erfolgte 2015. Die folgende Tabelle listet die Stätten in chronologischer Reihenfolge nach dem Jahr ihrer Aufnahme in die Tentativliste.

JahrArtOffizielle Bezeichnung und KurzbeschreibungBild
1994K Archäologischer Bereich Siwa

Archäologische Stätten der Oase Siwa mit dem Tempel des Amun-Orakels in Umm ʿUbeida
1994KTempel von Sarabit al-Chadim

archäologische Stätten im Nord- und Süd-Sinai mit dem Tempel von Sarabit al-Chadim im Südsinai und dem Katharinenkloster (seit 2002 eigene Welterbestätte).
1994KArchäologische Zone Nordsinai

Archäologische Stätten im Norden der Sinai-Halbinsel
1994KTempel der Hathor, erbaut von Ramses III.

der von Ramses III. erbaute Tempel der Hathor in Sarabit al-Chadim auf der Sinai-Halbinsel
1994KArchäologischer Bereich Dahschur

altägyptisches Pyramiden- und Gräberfeld
1994Kal-Fayyum

mit den Fundstätten Kom Auschim (Karanis), Dimai (Soknopaiu Nesos), Qasr Qarun (Dionysias), Batn I hrit (Theadelphia), Byahma-Medinet el Fayoum (Krokodilopolis oder Arsinoe), Abgig-Hawara, Seila-Medient Madi (Narmouthis), Tell Umm el-Baragat (Tebtynis)
1994K Zitadelle el-Gindi
1994KKloster Raithu
1994KWadi Feiran
1994KPharaoneninsel

Die Pharaoneninsel (arabisch جزيرة فرعون, DMG Ǧazīrat Firʿaun/Firʿawn) ist eine ägyptische Insel im nördlichen Golf von Akaba, dem nordöstlichen Seitenarm des Roten Meeres.
1994K Dahab

Dahab (arabisch دهب, DMG dahab) ist eine ägyptische Stadt im Gouvernement Dschanub Sina.
Das ehemalige Fischerdorf im Süden der Sinai-Halbinsel in Ägypten hat sich zu einem beliebten Urlaubsort entwickelt. Im Jahr 2006 lebten in der Stadt etwa 5000 Beduinen und ca. 700 Ausländer.
Die 1989 an der südlichen Strandpromenade freigelegten Grundmauern gehören zu einem Leuchtturm und werden zwischen dem 1. und dem 2. Jahrhundert v. Chr. datiert. Der antike angeschlossene nabatäische Hafen (siehe auch Petra (Jordanien)) lag an der alten Handelsroute und diente als Lagerstätte für Handelswaren der kaufmännischen Stadt Maqnah gegenüber dem heutigen Dahab auf der saudi-arabischen Seite.
1994Kal-Minya

mit den Gräbern von Beni Hasan, den Gräbern von Amarna, Hermopolis und den Fundstätten von Tuna el-Gebel
1994KFestung Nuwaiba
2002NRas Mohammed

Ras Mohammed (arabisch محمية رأس محمد, DMG Maḥmiyyat Raʾs Muḥammad) ist der Name eines Nationalparks in Ägypten. Er liegt an der Südspitze der Sinai-Halbinsel und in direkter Nachbarschaft zur Touristen-Hochburg Sharm El-Sheikh. Die saudischen Inseln Sanafir und Tiran gehören auch dazu.
2003K/NGebiet von Gebel Qatrani, Naturreservat Qarun-See

umfasst die Umgebung von Gebel Qatrani und das Naturreservat Qarun-See
2003NSüdliche und kleine Oasen der Libyschen Wüste

mit den Oasen Charga, Dachla, Kurkur, Dungul, Moghra und dem Wadi Natrun in der Libyschen Wüste
2003NVogelzugrouten

mit Bardawil-See, Strauchlandschaft Zaranik, Gebel Sha'ib al-Banat, den Nilinseln Salugah und Ghazal und dem Nassersee
2003NWüstenwadis

mit den Wadis Qena, Gimal und Allaqi
2003NGebirgsketten

mit den Bergen Gebel Yelleg, Gebel Halal und Gebel Maghara im Nordsinai, Gebel Dokhkhan See, Gebel Shayeb El-Banat, Gebel Elba in der Arabischen Wüste und Gebel Uwainat, das Plateau Gilf el-Kebir in der Libyschen Wüste
2003NGroße Wüstenlandschaften

mit der Qattara-Senke, dem Großen Sandmeer und der Sannur-Höhle
2003KAlexandria, antike Ruinen und neue Bibliothek

Ruinen der antiken Stadt Alexandria mit der antiken Bibliothek von Alexandria und die moderne Bibliotheca Alexandrina
2003KAbydos, Pilgerstadt der Pharaonen

Abydos (von altägyptisch Abedju; arabisch أبيدوس, Abīdūs), ist eine archäologische Stätte in der Nähe von Sohag am westlichen Nilufer, 160 Kilometer nördlich von Luxor und etwa 15 Kilometer südwestlich der heutigen Stadt el-Balyana.
In antiker Zeit wurde der Ort dem 8. oberägyptischen Ta-wer-Gau zugerechnet und war eine der bedeutendsten Nekropolen des Landes. Im Mittleren Reich entwickelte sich Abydos zum Hauptkultort des Gottes Osiris und diente als Austragungsort für die jährlichen Osiris-Mysterien.
2003KPharaonentempel Oberägyptens aus Ptolemäischer und Römischer Zeit

Tempel von Dendera, Esna, Edfu und Kom Ombo in Oberägypten
2003KNekropolen Mittelägyptens, vom Mittleren Reich bis in Römische Zeit

mit den Nekropolen von Beni Hasan, Dair al-Berscha, Tell el-Amarna und Tuna el-Gebel in Mittelägypten
2003KNilometer von Roda in Kairo

Der Nilometer von Roda gilt als bedeutendster Nilometer aus islamischer Zeit und wurde unter der Ägide des Umayyadenkalifen Sulaiman Ibn Abd al-Malik 715/716 auf der Südspitze der Insel Roda in Kairo errichtet. Nach Zerstörung durch ein Hochwasser erfolgte durch den Abbasidischen Kalif al-Mutawakkil 861 der Neuaufbau.
2003KKlöster der Arabischen Wüste und des Wadi Natrun

mit dem Antoniuskloster und dem Anba-Pola-Kloster am Roten Meer, dem Makarioskloster, dem Paromeos-Kloster, dem Kloster Deir Es-Sourian und dem Kloster Deir Amba Bischoi im Wadi Natrun
2003KZwei Zitadellen im Sinai aus der Zeit von Saladin

mit der Zitadelle al-Gindi (Lage) auf der Sinaihalbinsel und der Zitadelle auf der Pharaoneninsel (vgl. Ref. 196) aus der Zeit von Sultan Saladin (1171–1193)
2003KFestung An-Nekhel, Station auf dem Pilgerweg nach Mekka
2003KOase Fayyum, Wasserbauwerke und alte Kulturlandschaften

Das Fayyum-Becken, auch Fayum, Fajum, Fajjum oder Faijum (arabisch الفيوم al-Fayyūm; koptisch pa iom „der See“), ist ein oasenartiges Becken im Gouvernement al-Fayyum in Ägypten (Afrika), an das im Nordwesten der Qarun-See anschließt. Dieses Oasen-Gebiet war bereits in antiker Zeit bekannt (Herodot und andere). Es ist zudem Teil der wissenschaftlich bedeutenden Fossillagerstätte Fayyum, deren wichtigsten Fundgebiete nördlich und westlich des Qarun-Sees liegen, Die Fossilien datieren in die Zeit vom ausgehenden Eozän bis in das beginnende Oligozän vor 40 bis 30 Mio. Jahren.
2003KHistorische Stadtviertel und Denkmäler von Rosetta/Rachid

Gebäude und Viertel der Stadt Rosetta (arabisch رشيد Raschīd) im Nildelta
2008NDababiya

Global Stratotype Section and Point für die Grenze zwischen Paläozän und Eozän
2010K/NSternwarte von Helwan

Das National Research Institute of Astronomy and Geophysics (NRIAG; arabisch المعهد القومي للبحوث الفلكية والجيوفيزيقية, DMG al-maʿhad al-qaumī li-l-buḥūṯ al-falakiyya wa-l-ǧiyūfīzīqiyya) ab 1980, ab 1960 Helwan Institute of Astronomy and Geophysics (HIAG) ist eine staatliche Forschungseinrichtung für Astronomie und Geophysik in Helwan, Ägypten.
2015KOase von Charga und die Kleinen Südlichen Oasen

umfasst die Oasen Charga, Nabta Playa, Dungul and Kurkur

Veröffentlicht in Orient UNESCO-Weltkulturerbe

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