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Deutschland

Dies ist die Liste der UNESCO-Welterbestätten in Deutschland.

  • Die Zahl am Anfang jeder Zeile bezeichnet das Aufnahmejahr der Stätte in die Welterbeliste.
  • Stätten des Weltkulturerbes sind mit einem „K“, Stätten des Weltnaturerbes mit einem „N“ markiert.
  • Denkmäler, die sowohl dem Weltkultur- als auch dem Weltnaturerbe angehören, tragen ein „K/N“.
  • Welterbestätten, die die UNESCO als besonders gefährdet einstuft, sind zusätzlich mit einem „(R)“ gekennzeichnet (Rote Liste des gefährdeten Welterbes).

Aktuelle Welterbestätten

Diese Liste zeigt die 41 UNESCO-Welterbe-Stätten in Deutschland in chronologischer Reihenfolge (K – Kulturerbe; N – Naturerbe).

JahrArtOffizielle Bezeichnung und KurzbeschreibungBild
1978KAachener Dom

Eines der architektonisch herausragendsten Bauwerke der karolingischen Renaissance; der Aachener Domschatz gehört zu den bedeutendsten Kirchenschätzen in Nordeuropa. Im Dom wurde von 936 bis 1531 31 deutsche Könige und Kaiser gekrönt.

besucht am 10.03.2017
1981KSpeyerer Dom

Eines der weltweit bedeutendsten romanischen Bauwerke aus der Zeit des Heiligen römischen Reiches (die weltweit größte erhaltene romanische Kirche) und die Haus- und Grabeskirche des salischen Kaisergeschlechts
1981KWürzburger Residenz mit dem Hofgarten und dem Residenzplatz

Ein bedeutendes Zeugnis des europäischen Barocks
1983KWallfahrtskirche auf der Wies (Wieskirche) in Steingaden

Ein herausragendes Zeugnis der spezifisch bayerischen Rokokoarchitektur
1984KSchlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl

Bedeutende Zeugnisse des Rokokostils in Deutschland und herausragende Beispiele für große Schlossbauten des 18. Jhd.

besucht am 25.03.2017

1985KDom St. Mariä Himmelfahrt und Michaeliskirche in Hildesheim

Ein bedeutendes Zeugnis ottonisch-romanischer Bau- und Bildkunst
1986KRömische Baudenkmäler, Dom St. Peter und Liebfrauenkirche in Trier

Ein herausragendes Zeugnis der römischen Epoche, speziell ein herausragendes Beispiel einer großen römischen Hauptstadt nach der Reichsteilung
Zum römischen Trier (Augusta Treverorum) gehören unter anderem die Porta Nigra, das Amphitheater, die Kaiserthermen, die Konstantinbasilika, die Barbarathermen und die Römerbrücke.
1987KHansestadt Lübeck

Ein herausragendes Beispiel für das kulturelle Erbe der Hanse; durch die Aufnahme verschiedener Hansestädte in die Welterbeliste wird versucht die Geschichte der Hanse in ihrer gesamten Breite zu bezeugen.
Zum Welterbebereich gehören unter anderem: die Jakobikirche, das Heiligen-Geist-Hospital, der Dom, das Holstentor, das Kaisertor und die Salzspeicher am linken Traveufer. Es handelt sich um das größte Flächendenkmal des deutschen Welterbes.
1990, erweitert 1992 und 1999[KSchlösser und Gärten von Potsdam und Berlin

Eine großflächig gestaltete Kulturlandschaft mit weltweit herausragenden Schloss- und Parkanlagen
1990 wurden unter anderem zunächst das Schloss und der Park Sanssouci sowie die Pfaueninsel mit ihrem Schloss in die Welterbeliste aufgenommen; 1992 wurde das Welterbe um das Schloss und den Park Sacrow mit der Heilandskirche erweitert. Seit 1999 umfasst es unter anderem auch das Schloss und den Park Lindstedt sowie die Villa Henckel mit Garten.
1991KAbtei und Altenmünster des Klosters Lorsch

Ein herausragendes architektonisches Zeugnis aus der Karolingerzeit und eines der größten Reichsklöster des Frankenreiches
1992, erweitert 2010KBergwerk Rammelsberg, Altstadt von Goslar und Oberharzer Wasserwirtschaft

Ein weltweit herausragendes bergbaugeschichtliches Ensemble; kein anderes Bergwerk ist kontinuierlich über 1000 Jahre in Betrieb gewesen.
1992 wurden zunächst das Bergwerk Rammelsberg und die Altstadt von Goslar in die Welterbeliste aufgenommen; 2010 wurde das Welterbe um das Oberharzer Wasserregal einschließlich des Klosters Walkenried (die Walkenrieder Mönche legten den Ursprung für die Wasserwirtschaft) und des historischen Bergwerks Grube Samson erweitert.
1993KAltstadt von Bamberg

Ein herausragendes Beispiel einer frühen mittelalterlichen Stadt in Zentraleuropa
Zum Welterbebereich gehören die drei historischen Stadtzentren Berg- (u. a. Dom St. Peter und St. Georg und Alte Hofhaltung), Insel- (u. a. Altes Rathaus und Klein-Venedig) und Gärtnerstadt.
1993KKloster Maulbronn

Die am besten erhaltene mittelalterliche Klosteranlage nördlich der Alpen
1994KStiftskirche, Schloss und Altstadt von Quedlinburg

Quedlinburg ist unter anderem aufgrund der zahlreichen bis heute in hoher Qualität erhalten gebliebenen Fachwerkhäuser ein herausragendes Beispiel einer mittelalterlichen Stadt in Europa; außerdem befindet sich in der Stiftskirche ein weltberühmter Kirchenschatz.
1994KVölklinger Hütte

Ein weltweit bedeutendes Zeugnis der Industriegeschichte; alle Phasen der Roheisenerzeugung sind hier am authentischen Ort nachvollziehbar.
1995NGrube Messel (Fossilienfundstätte)

Eines der weltweit bedeutendsten Zeugnisse, die die Entwicklungsgeschichte der Wirbeltiere dokumentieren
1996KKölner Dom

Besonders beeindruckend ist die einmalige Harmonisierung sämtlicher Bauelemente und des Schmuckwerks im Stil der mittelalterlich-gotischen Architektur.
1996KDas Bauhaus und seine Stätten in Weimar und Dessau

Bedeutende Zeugnisse, die den Bauhausstil (einer der bedeutendsten Design- und Architeckturstile des 20. Jahrhunderts) repräsentieren
Zum Welterbe gehören unter anderem: das Bauhaus Dessau, die Kunstgewerbeschule Weimar und das Musterhaus „Am Horn“.
1996KLuthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg

Herausragende Zeugnisse einer der bedeutendsten Epochen der (Kirchen)geschichte: die Zeit der Reformation und Gegenreformation
Zum Welterbe gehören unter anderem: Martin Luthers Geburtshaus und Martin Luthers Sterbehaus in Eisleben sowie das Lutherhaus und das Melanchthonhaus in Wittenberg.
1998KKlassisches Weimar

Zahlreiche Gebäude und Parks - die bedeutendsten Stätten der deutschen Literatur - zeugen bis heute von der Epoche der Weimarer Klassik. Im späten 18. und frühen 19. Jhd. war Weimar das kulturelle Zentrum Europas.
Zum Welterbe gehören unter anderem herausragende Schiller-, Goethe- und Herdergedenkstätten sowie die Anna-Amalia-Bibliothek.
1999KMuseumsinsel in Berlin

Ein einzigartiges Ensemble in der europäischen Kulturlandschaft, welches auf herausragende Weise die Entwicklungsgesichte der modernen Museumsarchitektur zeigt.
Zum Welterbe bzw. zur Museumsinsel gehören: das Pergamonmuseum, das Alte Museum, die Alte Nationalgalerie, das Bode-Museum und das Neue Museum.
1999KWartburg in Eisenach

Eine der historisch interessantesten Burgen in Deutschland; sie steht in Verbindung mit zahlreichen bedeutenden Persönlichkeiten (u. a. Martin Luther und die Heilige Elisabeth) und Ereignissen (u. a. Übersetzung des Neuen Testaments ins Deutsche).
2000KGartenreich Dessau-Wörlitz

Ein herausragendes Beispiel der Landschaftsgestaltung im Geiste der Aufklärung.
Zum Welterbe bzw. zum Gartenreich gehören folgende Schlösser und Parks: Luisium, Georgium, Mosigkau, Großkühnau, Sieglitzer Berg, Oranienbaum und Wörlitz.
2000KKlosterinsel Reichenau im Bodensee

Ein bedeutendes Zeugnis der religiösen und kulturellen Rolle eines großen Benediktinerklosters im Mittelalter
Im Welterbebereich bzw. auf der Insel befinden sich unter anderem folgende bedeutende Gotteshäuser: das Münster St. Maria und Markus, die Kirche St. Peter und Paul und die Georgskirche.
2001KIndustriekomplex Zeche Zollverein in Essen

Ein bedeutendes Zeugnis der Entwicklung der Schwerindustrie in Europa
Zum Welterbebereich gehören die Schachtanlagen 12 und 1/2/8 der Zeche sowie die Kokerei Zollverein.
2002KKulturlandschaft Oberes Mittelrheintal zwischen Bingen/Rüdesheim und Koblenz

Die Einzigartigkeit dieser Kulturlandschaft ist der außergewöhnliche Reichtum an kulturellen Zeugnissen. Sie bildet den Inbegriff der Rheinromantik.
Zum Welterbebereich gehören unter anderem: die Loreley, die Festung Ehrenbreitstein und die Marksburg.

Die Festung Ehrenbreitstein war bereits 1984 nominiert.
2002KAltstädte von Stralsund und Wismar

Ein herausragendes Beispiel für das kulturelle Erbe der Hanse
Zum Welterbebereich gehören unter anderem der Alte Markt und die Marienkirche in Stralsund sowie der Marktplatz und die Nikolaikirche in Wismar.
2004KRathaus und Roland auf dem Marktplatz von Bremen

Bedeutende Repräsentationen der zivilen Autonomie und Souveränität während des Heiligen Römischen Reiches
2004KMuskauer Park in Bad Muskau

Ein herausragendes Beispiel europäischer Gartenbaukunst sowie der größte Landschaftspark Zentraleuropas im englischen Stil.
In der historischen Oberlausitz bedeckt der Park 3,5 km² in Polen und 2,1 km² in Deutschland.
2004KKulturlandschaft Dresdner Elbtal (1)

Eine Kulturlandschaft mit zahlreichen bedeutenden Barockgebäuden (Dresdner Barock).
Zum Welterbe gehörte die Kulturlandschaft 20 km entlang der Elbe zwischen Dresden-Söbrigen und Dresden-Übigau. Diese umfasste u. a.: das Blaue Wunder, die Elbschlösser und die Dresdner Altstadt.
2005, Teile des KE schon 1987, erweitert 2008KGrenzanlagen des Römischen Reichs: Obergermanisch-Raetischer Limes

Bildet zusammen mit den Resten des Hadrianswalls und des Antoninuswalls in Großbritannien das grenzüberschreitende Kulturerbe Grenzanlagen des Römischen Reichs

Das weltweit zweitlängste Bodendenkmal nach der Chinesischen Mauer

1987 wurden zunächst die Reste des Hadrianswalls in Großbritannien in die Welterbeliste aufgenommen; 2005 wurde das Welterbe um den Obergermanisch-Raetischen Limes erweitert. Seit 2008 umfasst es den Antoninuswall in Schottland.
2006KAltstadt von Regensburg mit Stadtamhof

Die Altstadt bezeugt die Geschichte der Stadt als europäisches Handelszentrum im Mittelalter, politischen Kern des Heiligen Römischen Reiches und kulturellen sowie religiösen Mittelpunkt über Jahrhunderte. Regensburg bildet heute die größte mittelalterliche Stadtanlage nördlich der Alpen.
Zum Welterbebereich gehören über 980 denkmalgeschützte Bauwerke. Dies sind unter anderem: das Alte Rathaus, der Dom und die Steinerne Brücke.
2008KSiedlungen der Berliner Moderne

Die Siedlungen waren stilbildend für den Sozialen Wohnungsbau nach dem Ersten Weltkrieg und wurden mit ihren klaren und neuen Formen sowie dem sozialen Anspruch allgemein bestimmend für die Architektur und den Städtebau des 20. Jahrhunderts.
Zum Welterbe gehören sechs Reformsiedlungen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Berlin errichtet wurden. Dies sind: die Gartenstadt Falkenberg, die Siedlung Schillerpark, die Hufeisensiedlung, die Wohnstadt Carl Legien, die Weiße Stadt und die Großsiedlung Siemensstadt.
2009, erweitert 2011 und 2014NDeutsches Wattenmeer

Bildet zusammen mit dem niederländischen und dem dänischen Teil des Wattenmeers das grenzüberschreitende Naturerbe Wattenmeer

Das weltweit größte Wattenmeer sowie ein weltweit bedeutender Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.
2009 wurden zunächst das niederländische Wattenmeer-Schutzgebiet und die Wattenmeer-Nationalparks in Niedersachsen und Schleswig-Holstein in die Welterbeliste aufgenommen; 2011 wurde das Welterbe um den Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer erweitert. Seit 2014 umfasst es ebenfalls den dänischen Nationalpark Wattenmeer.
2011, restliches NE schon 2007NAlte Buchenwälder Deutschlands

Bildet zusammen mit den Buchenwäldern der Karpaten in der Slowakei und der Ukraine das grenzüberschreitende Naturerbe Buchenurwälder in den Karpaten und alte Buchenwälder in Deutschland

Die weltweit bedeutendsten Zeugnisse naturnaher Tiefland-Buchenwälder und herausragende Mittelgebirgsbuchenwälder. Es handelt sich um eine Erweiterung des bereits seit 2007 bestehenden Weltnaturerbes Buchenurwälder der Karpaten um die alten Buchenwälder im Nationalpark Jasmund, im Serrahner Teil des Müritz-Nationalparks, Grumsin im UNESCO-Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, im Nationalpark Hainich und im Nationalpark Kellerwald-Edersee.
2011KFagus-Werk in Alfeld

Der 1911 von Walter Gropius und Adolf Meyer errichtete Fabrikbau gilt als Ursprungswerk der modernen Industriearchitektur.
2011KPrähistorische Pfahlbauten um die Alpen

Bildet mit insgesamt 111 Pfahlbaufundstellen in sechs Alpenländern (Schweiz, Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und Slowenien) das grenzüberschreitende Kulturerbe Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen.

Die Pfahlbauten sowie die dort gemachten Funde sind herausragende Zeugnisse zur Geschichte und des Lebens der Siedlergemeinschaften in der Jungsteinzeit sowie den Metalzeiten.
In Deutschland gehören 18 Pfahlbauten in Baden-Württemberg und Bayern zum Welterbe.
2012KMarkgräfliches Opernhaus in Bayreuth

Ein Juwel unter den Theaterbauten des 18. Jahrhunderts in Europa; es ist das einzige noch erhaltene Beispiel, in dem die Kultur und Akustik einer barocken Hofoper authentisch erlebbar sind.
2013KBergpark Wilhelmshöhe in Kassel

Ein 300 Jahre altes herausragendes Beispiel europäischer Gartenkunst; weltweit gibt es nirgendswo anders einen Park mit Wasserspielen in vergleichbarer Größe; teilweise sind hier bis zu 300 Jahre alte Wasserleitungen noch in Gebrauch.
Zum Welterbebereich bzw. dem Bergpark gehören unter anderem: die Wasserspiele, das Oktogon mit der Herkulesstatue, die Löwenburg und das Schloss Wilhelmshöhe.
2014KKarolingisches Westwerk und Civitas Corvey in Höxter

Eines der bedeutendsten karolingischen Klöster der Welt (Es besitzt das weltweit älteste und einzige fast vollständig erhaltene Westwerk aus der Karolingerzeit.); es ist im Jahre 822 entstanden und bildet eine herausragende Verbindung der karolingischen Architektur mit antiken Vorbildern.
2015KSpeicherstadt und Kontorhausviertel mit dem Chilehaus in Hamburg

Weltweit bedeutende Zeugnisse der Geschichte des (See)handels
2016KDas architektonische Werk Le Corbusiers – Zwei Häuser der Weißenhofsiedlung in Stuttgart

Grenzüberschreitendes Welterbe von Bauwerken Le Corbusiers in Argentinien, Belgien, Deutschland, Frankreich, Japan, der Schweiz und Indien unter dem Namen „Das architektonische Werk Le Corbusiers, ein herausragender Beitrag zur Moderne“ (eingereichter dritter Antrag)

Weltweit bedeutende Zeugnisse der Architektur der Moderne.
In Deutschland gehören zum Welterbe zwei Häuser der Weißenhofsiedlung in Stuttgart; das Weissenhofmuseum und das Haus Citrohan

Die Angaben zu den einzelnen Stätten habe ich der Wikipedia entnommen, weiterführende Angaben können dort nachgelesen werden.

 

Als Welterbe nominierte Stätten

Auf der deutschen Vorschlagsliste von Kultur- und Naturdenkmälern, der sogenannten Tentativliste (auch Nominierungsliste), befinden sich aktuell (Stand 2016) 14 Objekte die dem Welterbekomitee zur kompletten Neuaufnahme in die UNESCO-Welterbeliste vorgeschlagen werden sollen; außerdem stehen auf der Liste drei Erweiterungsanträge zu bereits aufgenommenen Welterbestätten. Besonders große Chancen auf Erlangung des Welterbetitels haben Stätten, die einer bisher auf der Welterbeliste unterrepräsentierten Kategorie angehören.

JahrArtOffizielle Bezeichnung und KurzbeschreibungBild
1999KGebäude der Franckeschen Stiftungen in Halle (Saale)

Mit die bedeutendsten Bauwerke aus der Zeit des Pietismus und der frühen Aufklärung in Deutschland; 1698 durch den Theologen und Pädagogen August Hermann Francke gegründet; beherbergen bis heute zahlreiche kulturelle, wissenschaftliche, pädagogische und soziale Einrichtungen.
Es handelt sich um etwa 50 Gebäude.

Der Antrag auf Erlangung des Welterbetitels wurde am 7. Januar 2016 zurückgezogen. Die Verleihung des Titels kann zu einem späteren Zeitpunkt, wenn ihr bessere Chancen eingeräumt werden, immer noch beantragt werden.
1999KBisheriger Name: Der Naumburger Dom und die Landschaft entlang der Flüsse Saale und der Unstrut – ein bedeutendes Herrschaftsgebiet im Hochmittelalter
Neu eingereichter Name: Der Naumburger Dom und die hochmittelalterliche Kulturlandschaft an Saale und Unstrut.

Eine der weltweit bedeutendsten (Kultur)Landschaften, die von der Zeit des Hochmittelalters zeugen; (fast) nirgendswo anders, gibt es ein Gebiet mit einer so hohen Dichte an hochmittelalterlichen Befestigungsanlagen, Profan- und Sakralbauten.
Zum Kern des Bewerbungsantrags gehören unter anderem: die Altstadt Naumburg, die Burganlage Schönburg, die Klosterkirche und Schlossanlage Goseck, das Romanische Haus Bad Kösen, die Rudelsburg, die Altstadt Freyburg mit der Marienkirche und das Schloss Neuenburg.

Der Vorschlag gehört zur bisher unterrepräsentierten Kategorie der Kulturlandschaften.

Das Welterbe-Komitee der UNESCO hat auf seiner 39. Sitzung am 5. Juli 2015 in Bonn den Antrag an die Antragsteller zurückverwiesen. Am 1. Februar 2016 wurde dem Welterbe-Komitee ein überarbeiteter Antrag unter dem neuen Titel "Der Naumburger Dom und die hochmittelalterliche Kulturlandschaft an Saale und Unstrut" überreicht. Mit einer erneuten Entscheidung über die Vergabe des Welterbetitels ist somit für das Jahr 2017 zu rechnen.
2011KBisheriger Name: Wikingerstätten Nordeuropas / Danewerk und Haithabu
Neuer geplanter Name: Danewerk und Haithabu, eine archäologische Grenzlandschaft

Grenzüberschreitende Bewerbung von sieben Wikingerstätten in Dänemark, Deutschland, Island (Federführung), Norwegen und Lettland unter dem Namen "Wikingerstätten Nordeuropas" (ausgesetzter Antrag aus dem Jahr 2015)

Bedeutende Zeugnisse des Lebens und der (Besiedlungs)geschichte der Wikinger in Europa, hier speziell im heutigen deutsch-dänischen Grenzgebiet
Während das Danewerk eine Wallanlage war, handelt es sich bei Haithabu um eine bedeutende Siedlung dänischer Wikinger, welche in die Wallanlage teilweise eingebunden war.

Der Vorschlag gehört zur bisher unterrepräsentierten Kategorie der Stätten der Wikinger.

Das Welterbe-Komitee der UNESCO hat auf seiner 39. Sitzung am 5. Juli 2015 in Bonn das Bewerbungsverfahren ausgesetzt. Kritisiert wurde, dass die sieben nominierten Stätten nicht das gesamte Phänomen der Besiedlung und des Handels durch die Wikinger in Nordeuropa dokumentieren würden. Im Rahmen einer neuen Bewerbung und Begutachtung der Stätten durch den Internationalen Denkmalrat in Paris (ICOMOS) kann der Welterbetitel erneut beantragt werden. Von der UNESCO wurde jedoch empfohlen von einer weiteren transnationalen Bewerbung Abstand zu nehmen. Es seien vielmehr nationale Einzelnominierungen zu empfehlen. Deshalb ist es geplant 2017 Danewerk und Haithabu unter dem neuen Titel Danewerk und Haithabu, eine archäologische Grenzlandschaft für das Welterbe zu nominieren.
2012KBergbau- und Kulturlandschaft Erzgebirge/Krušnohoří

Grenzüberschreitende Bewerbung von der deutschen Region Erzgebirge und der tschechischen Region Krušnohoří

Herausragendes Beispiel einer Bergbauregion in Europa, weitgehend original erhalten sind zahlreiche technische Denkmäler sowie weitere mit dem Montanwesen in Verbindung stehende Gebäude
Zum Kern des Bewerbungsantrags gehören in Sachsen die Bergbaustädte und -gebiete Altenberg, Freiberg, Marienberg, Annaberg, Schneeberg, Schwarzenberg und Oelsnitz und in Tschechien die Bergbaustädte und -gebiete Jachymov, Horní Blatná und Krupka.

Der Vorschlag gehört zur bisher unterrepräsentierten Kategorie der Kulturlandschaften.

Die Vertreter der Landkreise, Städte und Gemeinden im Welterbe Montanregion Erzgebirge e.V. haben auf ihrer Mitgliederversammlung am 8. April 2016 beschlossen, den Antrag auf Erlangung des Welterbetitels erst einmal zurückzuziehen, um ihn nach einer Überarbeitung zu einem späteren Zeitpunkt erneut einzureichen. Bisher war es geplant, den Titel 2016 bei der UNESCO zu beantragen. Zu der Entscheidung kam es in enger Absprache mit dem Internationalen Denkmalrat in Paris (ICOMOS). Dieser hält die Region prinzipiell für welterbewürdig, hat aber eine Präzisierung der bisher eingereichten Unterlagen angeregt.
2014KBedeutende europäische Bäder des 19. Jahrhunderts

Grenzüberschreitende Bewerbung von Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien Österreich und Tschechien (Federführung)

Städte bzw. Heilbäder, die allgemein wichtige Aspekte der Medizingeschichte und speziell alle wichtigen Aspekte der Geschichte der Kurmedizin bezeugen (sollen)
In Deutschland gehören nur noch Baden-Baden, Bad Kissingen und Bad Ems dazu.

Der Vorschlag gehört zur bisher unterrepräsentierten Kategorie der Stätten der Kurgeschichte.

Zunächst sollten 16 Kurbäder gemeinsam den Welterbetitel erlangen. Sie stehen noch (teilweise) auf den Tentativlisten der beteiligten Staaten. Innerhalb der Vorbereitungen zur Übermittlung der endgültigen Bewerbung an die UNESCO wurde die Liste der Städte inzwischen jedoch reduziert. Der Grund dafür ist: Der Fokus der Bewerbung scheint immer mehr auf der Bedeutung der Städte als Heilbad und für die Medizingeschichte zu liegen und weniger als Gesellschafts- und Weltbad.
2015KJüdischer Friedhof Altona Königsstraße. Sephardische sepulchrale Kultur des 17. und 18. Jahrhunderts zwischen Europa und der Karibik.

Es wird überlegt gemeinsam mit der Republik Suriname (jüdische Ansiedlung Jodensavanne und der Friedhof Cassipora) und den Niederlanden (Friedhof Beth Haim (Ouderkerk aan de Amstel)) eine "internationale serielle Bewerbung" von jüdischen Friedhöfen vorzubereiten.

Auf Grund seiner Größe, seines Alters und der großen Zahl an erhaltenen Grabsteinen einer der weltweit bedeutendsten jüdischen Friedhöfe
Der Vorschlag gehört zur bisher unterrepräsentierten Kategorie der jüdischen Stätten.

Empfehlung des Fachbeirates zur Fortschreibung der deutschen Tentativliste für das UNESCO-Welterbe: Unterstützung einer seriellen Bewerbung.
2015K/NAlpine und voralpine Wiesen- und Moorlandschaften (historische Kulturlandschaften im Werdenfelser Land, Ammergau, Staffelseegebiet und Murnauer Moos, Landkreis Garmisch-Partenkirchen)

Mit die bedeutendsten erhaltengebliebenen Weidelandschaften in Europa.
Dieser Vorschlag umfasst verschiedene Kulturlandschaften (alle im Landkreis Garmisch-Partenkirchen gelegen), in denen sich bis heute eine für das Alpengebiet traditionelle Landwirtschaftsform erhalten hat.

Der Vorschlag gehört zur bisher unterrepräsentierten Kategorie der Kulturlandschaften.

Empfehlung des Fachbeirates zur Fortschreibung der deutschen Tentativliste für das UNESCO-Welterbe: Ein griffigerer Titel, exaktere Festlegung des Nomienierungsgebiets und eine Einholung der Zustimmung aller beteiligten Landwirte.
2015KSchUM-Städte Speyer, Worms und Mainz

Die jüdischen Gemeinden der drei im Mittelalter bedeutenden und miteinander kooperierenden Städte gelten als Geburtsstätte der aschkenasischen religiösen Kultur. Die dort entstandenen Minhagim (Bräuche) und Takkanot (Vorschriften) wirken im orthodoxen Judentum bis heute.
Zum Kern des Bewerbungsantrags gehören der Judenhof und die Synagoge in Speyer, der Synagogengarten und der Friedhof Heiliger Sand in Worms und der Jüdische Friedhof in Mainz.

Der Vorschlag gehört zur bisher unterrepräsentierten Kategorie der jüdischen Stätten.

Empfehlung des Fachbeirates zur Fortschreibung der deutschen Tentativliste für das UNESCO-Welterbe: Überprüfung der Sinnhaftigkeit einer gemeinsamen Nominierung mit der Alten Synagoge und Mikwe in Erfurt – Zeugnisse von Alltag, Religion und Stadtgeschichte zwischen Kontinuität und Wandel.
2015KResidenzensemble Schwerin – Kulturlandschaft des romantischen Historismus

Das Schweriner Schlossensemble kann eine außergewöhnlich lange, epochenübergreifende Tradition als historischer, politischer und architektonischer Zentralort (Fürsten- und Parlamentssitz) vom 10. Jahrhundert bis in die Gegenwart vorweisen.
Zum Kern des Bewerbungsantrags gehört Schwerins historischer und teilweise auch gegenwärtiger Herrschaftsmittelpunkt bestehend Schloss, Theater, Museum, Schlosskirche, Marstall, Wäscherei und den Gärten.

Empfehlungen des Fachbeirates zur Fortschreibung der deutschen Tentativliste für das UNESCO-Welterbe: Überprüfung der Sinnhaftigkeit einer seriellen Nominierung mit anderen Stätten, die den Residenzbau des späten 19. Jahrhunderts in herausragender Weise repräsentieren, oder mit den Herzogsschlössern Ludwigslust und Güstrow, da der Vorschlag in eine überrepräsentierte Kategorie fällt.
2015KKünstlerkolonie Mathildenhöhe Darmstadt

Ein bedeutendes künstlerisches und architektonisches Zeugnis der Wende vom Jugendstil zur Moderne.
Der Vorschlag um fasst die Wirkungsstätte der Darmstädter Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe mit deren Ausstellungsgebäuden samt dem Hochzeitsturm, dem Platanenhain mit seinen Gartenpavillons und dem Skulpturengarten sowie mehrere Meisterhäuser aus der Zeit von 1899 bis 1914.

Der Vorschlag gehört zur bisher unterrepräsentierten Kategorie der Stätten der Moderne.

Die Aufnahme in die Welterbeliste ist für das Jahr 2019 anvisiert.
2015KAlte Synagoge und Mikwe in Erfurt – Zeugnisse von Alltag, Religion und Stadtgeschichte zwischen Kontinuität und Wandel

Eine der am besten erhaltenen Synagogen Mitteleuropas sowie allgemein herausragende Zeugnisse mittelalterlicher jüdischer Sakral- und Profanbauten
Der Vorschlag umfasst neben der alten Synagoge und dem Badehaus auch noch einen Profanbau. Die Stätten aus dem 11.-13. Jahrhundert liegen alle inmitten der Erfurter Altstadt.

Der Vorschlag gehört zur bisher unterrepräsentierten Kategorie der jüdischen Stätten.

Empfehlung des Fachbeirates zur Fortschreibung der deutschen Tentativliste für das UNESCO-Welterbe: Überprüfung der Sinnhaftigkeit einer gemeinsamen Nominierung mit den SchUM-Städten Speyer, Worms und Mainz; andernfalls stärkere Herausarbeitung der Besonderheiten eines Einzelantrags (z. B. Jüdischer Handel/Alltag in einer mittelalterlichen Stadt).
2015KGebaute Träume – Die Schlösser Neuschwanstein, Linderhof und Herrenchiemsee des Bayerischen Königs Ludwig II.

„Die Schlösser verkörpern in weltweit einzigartiger Zuspitzung eine spätromantisch-historistische Architekturkonzeption, die auf vielfältige Weise die Kulturepoche des späten 19. Jahrhunderts repräsentiert.“
Schlossbauten der verschiedensten Epochen sind auf der Welterbeliste überrepräsentiert.

Empfehlungen des Fachbeirates zur Fortschreibung der deutschen Tentativliste für das UNESCO-Welterbe: Die Bedeutung der Schlösser nicht ausschließlich an der Person des „Märchenkönigs“ festmachen, eine stärkere Verortung der Schlösser in ihrem kulturgeschichtlichen Kontext, eine bessere Herausstellung des Werts des erhaltenen Gebäude- und Ausstattungsbestandes im weltweiten Vergleich und die Überprüfung der Sinnhaftigkeit einer seriellen Nominierung mit anderen Stätten, die den Residenzbau des späten 19. Jahrhunderts in herausragender Weise repräsentieren (z. B. Residenzensemble Schwerin), da der Vorschlag in eine überrepräsentierte Kategorie fällt.
2015KWasserbau und Wasserkraft, Trinkwasser und Brunnenkunst in Augsburg

Ein herausragendes Zeugnis der Geschichte der Wasserwirtschaft
Der Vorschlag umfasst vier Bach- und Kanalsysteme sowie 24 weitere historische Objekte und Ensembles aus dem Bereich des Wasserbaus und der Wasserversorgung in Augsburg, unter anderem die beiden ältesten bestehenden Wasserwerke sowie die drei ältesten bestehenden Wassertürme Deutschlands und wohl auch Mitteleuropas.

Der Vorschlag kann die Kategorie der Stätten der Technikgeschichte auf sinnvolle Weise ergänzen.

Die Aufnahme in die Welterbeliste ist für das Jahr 2018 anvisiert.
2015KHöhlen der ältesten Eiszeitkunst

Die Höhlen, die sie umgebende Landschaft und insbesondere die einzigartigen dort gemachten Funde von Mensch- und Tierfiguren und Musikinstrumenten aus Elfenbein sind einzigartige Zeugnisse einer vorgeschichtlichen (mobilen) Jäger- und Sammlergesellschaft.
Der Vorschlag umfasst verschiedene Höhlen im Achtal (u. a. Hohler Fels und Geißenklösterle) sowie im Lonetal (u. a. Vogelherdhöhle und Hohlenstein) bei Ulm (Schwäbische Alb).

Der Vorschlag gehört zur bisher unterrepräsentierten Kategorie der Stätten der Vor- und Frühgeschichte.

Die Aufnahme in die Welterbeliste ist für das Jahr 2017 anvisiert.

Veröffentlicht in Deutschland Europa UNESCO-Weltkulturerbe

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